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WM 2014: Nationalmannschaft feiert WM-Titel

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DFB-Team feiert Titel  

"Die Nummer Eins der Welt sind wir"

14.07.2014, 12:21 Uhr |

WM 2014: Nationalmannschaft feiert WM-Titel . Die deutsche Mannschaft jubelt über ihren vierten Weltmeister-Titel. (Quelle: imago/EQ Images)

Die deutsche Mannschaft jubelt über ihren vierten Weltmeister-Titel. (Quelle: EQ Images/imago)

Aus Rio de Janeiro (Brasilien) berichtet Thomas Tamberg

Die Zeitverschiebung macht es möglich. Während in der Heimat die Menschen den Vormittag in der Arbeit verbringen, wird in Rio de Janeiro noch gefeiert, dass die Wände wackeln. Zum beliebtesten Partyhit entwickelt sich gerade im Sheraton-Hotel an der Copacabana, wo die deutsche Nationalmannschaft gemeinsam mit rund 300 geladenen Gästen den WM-Titel zelebriert, ein gutes altes deutsches Fanliedgut: "Die Nummer Eins der Welt sind wir…".

Allen voran Per Merteacker hatte diesen Song lautstark gesungen, als die Spieler die Kabine verließen und durch die Mixed Zone Richtung Mannschaftsbus liefen. Der Innenverteidiger führte stimmlich eine Polonaise-Gruppe an mit Manuel Neuer, Andre Schürrle, Sami Khedria, Mesut Özil, Erik Durm und Roman Weidenfeller. Letzterer lachte mehr, als dass er sang und schüttelte immer wieder staunend über Mertesackers überzeugenden Bariton den Kopf. "Die Nummer Eins der Welt sind wir." 

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Nachfolger von Beckenbauer gefunden

Was für eine Ansage, nach einem dramatischen WM-Finale, dass Mario Götze mit seinem Traumtor in der 113. Minute zum 1:0-Endstand gegen Argentinien entschied. 24 Jahre lang musste Deutschland darauf warten, bis endlich wieder der ganz große Wurf gelingen sollte. Bundestrainer Joachim Löw, Kapitän Philipp Lahm und Co. sind nun die legitimen Nachfolger von Franz Beckenbauer und Lothar Matthäus, die 1990 letztmals den Goldpokal gewinnen konnten. Am 13. Juli 2014 sind jetzt neue deutsche Sporthelden geboren worden.

Doch ein Selbstläufer war das nicht. Die Argentinier entpuppten sich als starker Finalgegner, der den Deutschen alles abverlangte. Doch nach dem Endspiel 1990, den beiden Viertelfinal-Niederlagen von 2006 und 2010, zog die Albiceleste bereits zum vierten Mal hintereinander gegen eine deutsche Mannschaft den Kürzeren, die sich längst zum Schrecken der Argentinier entwickelt hat.

Ruhige Töne von Schweinsteiger

Während also Mertesackers Party-Express fröhlich durch die Katakomben des Maracana-Stadions rauschte, gaben andere Spieler noch Interviews. Allen voran Bastian Schweinsteiger, der zuvor fast nie etwas gesagt hatte. Der 29-Jährige musste nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Sami Khedira und der Umstellung nach dem schnellen Aus von Christoph Kramer noch mehr Verantwortung im Mittelfeld übernehmen und schmiss sich in die Zweikämpfe, als gäbe es kein Morgen mehr. "Ich wollte mit aller Gewalt so weit wie möglich kommen", sagte der Mittelfeldstratege.

Der Bayern-Star hatte sich eine große Deutschland-Fahne um die Hüfte geschwungen und das Trikot mit den Unterschriften von Spielern aller drei vorausgegangenen WM-Siege angezogen. Löw hatte es zuvor zu Motivationszwecken in die Kabine gehängt. Schweinsteiger sprach sehr leise. Man spürte, dass bei ihm die Erleichterung so kurz nach dem Spiel noch größer war als die Freude und wie enorm die Anspannung gewesen sein musste, die nur allmählich aus dem Körper weichen wollte.

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Auch Thomas Müller wirkte in diesem Moment anders als sonst. Zurückhaltender, nachdenklicher. Auch er sprach leiser, fast schon andächtig und erklärte, warum er auch auf dem Rasen schon etwas in sich gekehrt war. "Ich wollte mich ein bisschen aus dem Trubel rausnehmen, um für mich das Ganze zu reflektieren. Ich habe versucht die Eindrücke im Stadion so gut wie möglich aufzusaugen und auf die Speichertaste zu drücken. Keine Ahnung was davon hängen geblieben ist", sagte der zehnfache WM-Torschütze.

Auf die gleiche Taste dürften auch Schweinsteiger und Lukas Podolski gedrückt haben. Als schon die meisten Spieler den Weg Richtung Kabine eingeschlagen hatten, kehrten die zwei mit dem Cup noch einmal zurück und liefen gemeinsam Richtung Fankurve. Schweini und Poldi, die beiden Gesichter des Sommermärchens 2006 haben gemeinsam mit Miroslav Klose, Mertesacker und Lahm einen weiten Weg hinter sich, an dessen Ende der totale Triumph steht. Was für eine Geschichte. "Dass wir, die damals schon dabei waren, belohnt worden sind, ist eigentlich das Schönste", sagte Schweinsteiger.

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Teamgeist der Schlüssel zum Erfolg

Vor allem er und Lahm wurden in der Vergangenheit immer wieder mal von den ehemaligen Alphatieren wie Stefan Effenberg, Oliver Kahn oder Michael Ballack wegen ihrer allzu moderaten und nach innen gewandten Mannschaftsführung kritisiert. Stichwort "keine Typen", Stichwort "Führungsspielerdebatte". Mit einem WM-Titel in Rücken braucht diesem Duo nun keiner mehr die Fußball-Welt zu erklären.  

Aber es sind nicht nur ein paar Spieler, die herausragten. Alle sind Weltmeister geworden. Immer wieder hört man heraus, wie sehr der Teamgeist eine wichtige Rolle gespielt hat. Wer hätte vor wenigen Wochen gedacht, dass sich Schweinsteiger und Kevin Großkreutz anfreunden würden. Apropos Großkreutz. Es war ein komisches und wundervolles Bild gleichermaßen, wie er, Klubkollege Weidenfeller und Manuel Neuer lange nach der Siegerehrung noch einmal gemeinsam eine halbe Ehrenrunde liefen. Eigentlich passt bei diesem Trio auf den ersten Blick nicht wirklich viel zusammen. 

Löw hat es geschafft

Sinnbildlich für den Teamgedanken steht sicherlich Podolski. 116 Länderspiele hat er bereits absolviert, in Brasilien kam der Arsenal-Star so gut wie gar nicht zum Zug. Dennoch strahlte er über das ganze Gesicht. "Vielleicht war das meine letzte Chance, den Titel zu holen, das habe ich erreicht", sagte der 29-Jährige. Er ist seit zehn Jahren dabei, Seite an Seite mit dem Bundestrainer. Löw hat es am Ende allen Kritikern gezeigt. "Er hat sich als Trainer die Krone aufgesetzt", lobte Podolski den Mann, der immer auf ihn gesetzt hat.

Kollege Schweinstiger stimmte in die Lobeshymnen auf den Coach ein. "Er hat es wirklich geschafft, die Mannschaft total hinter sich zu bekommen. Er ist vorne weggegangen und hat unglaubliche Worte gefunden in den Einzelbesprechungen", sieht der emotionale Leader vor allem im Coach den Vater des Erfolgs.

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