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WM 2014: Schiedsrichter Nicola Rizzoli schützt Spieler nicht

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Schwacher Schiedsrichter  

Rizzoli schützt Spieler nicht

14.07.2014, 09:55 Uhr | dpa

WM 2014:  Schiedsrichter Nicola Rizzoli schützt Spieler nicht. Nicola Rizzoli belässt es bei einer Ermahnung gegen Javier Mascherano. (Quelle: AP/dpa)

Nicola Rizzoli belässt es bei einer Ermahnung gegen Javier Mascherano. (Quelle: AP/dpa)

Um Bastian Schweinsteigers Gesundheit bangten am Ende alle deutschen Fans. Der bereits verwarnte Javier Mascherano war dem deutschen Mittelfeld-Strategen in der Verlängerung des WM-Endspiels zweimal rabiat in die Beine gefahren - ohne Gelb-Rot zu bekommen. Dann traf ihn der ebenfalls schon verwarnte Sergio Agüero so heftig im Gesicht, so dass der Bayern-Profi aus einer Wunde unter dem rechten Auge blutete.

Doch Schiedsrichter Nicola Rizzoli aus Italien sah offenbar keine Notwendigkeit, massiv einzugreifen. Da konnten Sami Khedira und Joachim Löw so viel toben, wie sie wollten. Der Bundestrainer hatte bei der WM längst gefordert, die Spieler besser zu schützen.

Löw sieht gefährliche Entwicklung

Rizzoli legte ein Verhalten an den Tag, das sich wie ein roter Faden durch das Turnier zog, heftige Kritik provozierte und einen Tiefstwert von 2,8 Gelben Karten im Durchschnitt pro Spiel seit 1986 ergab. Energisch hatte sich die FIFA gegen Gerüchte gewehrt, dahinter stecke ein System. Der Weltverband müsse und werde die Spieler schützen, versprach man. Rizzoli leistete mit seiner laxen Pfeiferei dazu keinen Beitrag. Dabei galt er bislang als Unparteiischer, der schnell den gelben Karton zückt - und er hatte vor dem Finale vollmundig behauptet, er wolle der beste Referee der Welt sein.

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Löw hatte sich schon vor dem Halbfinale kritisch über die Entwicklung geäußert, den Gelbe-Karten-Zwang bei bestimmten Spielsituationen aufzuweichen. Wenn diese so weitergehe und man die rustikalen Fouls nicht unterbinden würde, bräuchte man irgendwann keine Neymars, Messis, Özils, Götzes oder Reus' mehr, "sondern nur Zerstörer. Und das ist gefährlich."

Gelb für Schweinsteiger unverhältnismäßig

Der Final-Referee handelte in der entscheidenden Spielphase nicht im Sinne Löws. Mehrfach ließ Rizzoli nicht nur harte Fouls ohne Verwarnung durchgehen, sondern auch permanentes Trikotziehen.

Ausgerechnet der später so übel behandelte Schweinsteiger sah in der ersten Halbzeit nach einem verhältnismäßig harmlosen Foul hingegen Gelb und diskutierte noch in der Halbzeit mit Rizzoli darüber. Nach alten Maßstäben wäre dies vertretbar gewesen - im Vergleich zu anderen WM-Verfehlungen war die Verwarnung ein Witz.

Argentinische Presse greift Rizzoli an

Klagen über den Referee gab es von deutscher Seite im allgemeinen Jubel um den WM-Titel nicht - aber aus Argentinien. Da fühlte man sich nach der 0:1-Niederlage gar von einem bösen Geist von 1990 eingeholt, einem Geist namens Edgardo Codesal. Der mexikanische Schiedsrichter hatte damals im WM-Finale bei Rudi Völlers Sturzflug den Elfmeter gepfiffen, den Andreas Brehme zum 1:0 verwandelte. "Der italienische Codesal", schrieb die Sportzeitung "Olé" über Rizzoli. "Er raubte uns die Illusion, Weltmeister zu werden."

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Damit spielte die Zeitung auf eine Situation jetzt im Finale aus der 56. Minute an. Torhüter Manuel Neuer hatte den Ball weggeboxt, wobei er Gonzalo Higuaín mit seiner ganzen Wucht umstieß. Argentiniens Mascherano wollte aber nicht über einen nicht gegebenen Strafstoß lamentieren. "So wie wir es verstehen zu gewinnen, müssen wir auch verlieren können. Der Schiedsrichter hat nichts beeinflusst", sagte der Barcelona-Profi. Und durfte froh sein, dass das Finale für ihn nicht mit einem zwingend notwendigen Platzverweis geendet hatte.

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