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Golf: Tiger Woods wird bei Comeback Vierter

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Golf  

Woods ärgert sich über Platz vier

12.04.2010, 13:55 Uhr | dpa, dpa

Golf: Tiger Woods wird bei Comeback Vierter. Tiger Woods feierte beim Turnier in Augusta sein Comeback in der Golf-Weltelite. (Foto: Reuters)

Tiger Woods feierte beim Turnier in Augusta sein Comeback in der Golf-Weltelite. (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)

Sie haben beide das legendäre Masters in Augusta mit einem Birdie und unter tosendem Applaus beendet. Dennoch fuhr nur Phil Mickelson im begehrten grünen Jacket des Siegers nach Hause, während sein amerikanischer Landsmann Tiger Woods die Heimreise im Alltags-Anzug und mit Wut im Bauch antrat. Sein Comeback nach fünf Monaten Pause, dem Bekanntwerden zahlreicher außerehelicher Affären und einer 45-tägigen Therapie gegen seine Sex-Sucht, endete auf Rang vier.

"Das ist nicht das, was ich hier erreichen wollte. Ich bin hergekommen, um zu gewinnen. Aber je länger das Turnier dauerte, desto schlechter wurden meine Schläge", ärgerte sich Woods nach seiner 69er Schlussrunde.

Mickelson: "Es gibt nichts Schöneres"

Insgesamt benötige er 277 Schläge (68+70+70+69) - fünf mehr als Sieger Mickelson (272). Der 39-Jährige war mit einem Schlag Rückstand auf den führenden Englänger Lee Westwood in die letzte Runde gestartet. Während Westwood mit drei Bogeys den ersten europäischen Sieg in Augusta seit 1999 verspielte und letztlich Zweiter (275) vor dem Amerikaner Anthony Kim (276) wurde, überzeugte Mickelson mit einer fehlerfreien Schlussrunde, auf der ihm fünf Birdies gelangen. "Es ist ein unglaubliches Gefühl und es gibt nichts Schöneres, als dieses Turnier zu gewinnen. Das ist heute ein besonderer Tag, auf den ich immer mit großartigen Erinnerungen zurückblicken werde", sagte Mickelson.

Sieg steht schon vor dem 18. Loch fest

Bereits vor dem 18. und letzten Loch war ihm seit dritter Triumph in Augusta nach 2004 und 2006 kaum mehr zu nehmen. Mickelson hatte zwei Schläge Vorsprung auf Westwood, behielt die Nerven, ein ruhiges Händchen - und fiel anschließend seiner Ehefrau Amy in die Arme, die seit knapp einem Jahr an Brustkrebs leidet. "Es ist ein sehr emotionales Jahr gewesen und ich bin sehr stolz darauf, wie meine Frau kämpft", sagte Mickelson, der auch seine drei Kinder vor Ort hatte. Woods hingegen war ohne seine Ehefrau Elin nach Augusta gekommen.

Woods kündigt Auszeit an

Sein sehnlichst erwartetes Comeback nach 144 Tagen Pause hatte dem übertragenden Fernsehsender ESPN bereits am Eröffnungstag eine um 47 Prozent höhere Einschaltquote als noch im Vorjahr beschert. Wann der 34-Jährige sein nächstes Turnier spielt, ließ er offen. "Ich werde mir jetzt eine Auszeit nehmen und alles überdenken", kündigte er an. Bereits vor dem Masters hatte Woods betont, die Therapie gegen seine Sex-Sucht fortsetzen zu wollen.

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