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Golf: Kaymer erfüllt sich seinen lang ersehnten Traum

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Kaymer erfüllt sich seinen lang ersehnten Traum

01.10.2010, 10:37 Uhr | sid, sid

Golf: Kaymer erfüllt sich seinen lang ersehnten Traum. Deutschlands neue Golf-Hoffnung: Martin Kaymer. (Foto: imago)

Deutschlands neue Golf-Hoffnung: Martin Kaymer. (Foto: imago)

Martin Kaymer gegen Tiger Woods, Europa gegen die USA oder Alte Welt gegen Neue Welt: Das Duell der zwölf besten europäischen Golfprofis gegen die "Creme de la Creme" des Titelverteidigers um den begehrten Ryder Cup elektrisiert weltweit die Massen - und vor allem die Beteiligten. "Hier teilzunehmen, ist ein Traum, den ich mir unbedingt erfüllen wollte. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, ich bin wirklich stolz. Die harte Arbeit hat sich ausgezahlt", sagt der deutsche Shootingstar Kaymer.

Europas aktuelle Nummer eins soll vom 01. bis 03. Oktober 2010 im walisischen Newport seinen Beitrag leisten, damit der seit 1927 vergebene Goldpokal seines Spenders Samuel Ryder, eines britischen Samenhändlers, wieder in Europa bleiben darf. Das Ziel für das Team Europa formuliert Kapitän Colin Montgomerie unmissverständlich: "14, 5 Punkte, das ist mein Job."

So viele Zähler braucht Europa, um dem US-Team um die Routiniers Tiger Woods, Phil Mickelson und Jim Furyk den Cup wieder abzujagen. Den Amerikanern reichen dagegen 14 Punkte zur erfolgreichen Titelverteidigung. Aber erst zweimal in 37 Austragungen endete der Kontinentalvergleich mit einem Remis. Die Bühne ist bereitet auf dem 602 Hektar großen Riesengelände des Celtic Manor Resort von Newport.

Der Ryder Cup gilt als riesiges Medienspektakel

Jeweils 45.000 Fans werden an den drei Spieltagen die Fairways säumen, und selbst das regnerische Wetter im Südwesten von Wales kann der Euphorie nichts anhaben. Rund 800 Millionen Fernsehzuschauer verfolgen das 50 Millionen Pfund teure Spektakel vor den Fernsehern. Freitagmorgen wird es ernst. Dann gehen die ersten vier Vierer (Fourballs) auf den Platz.

Europa-Team ist hochmotiviert

An Motivation mangelt es dem jungen europäischen Team nicht. "Dazu reicht das Ergebnis von 2008", sagt Colin Montgomerie. Da hatte die Mannschaft des vorherigen Kapitäns Nick Faldo in Valhalla/Kentucky klar verloren. Einen zusätzlichen Schub bescherte Spaniens Golflegende Severiano Ballesteros dem Team. Der 53 Jahre alte Ex-Spieler und -Kapitän, der erfolgreich an einem Gehirntumor operiert worden war, hielt per Live-Schalte eine Rede an die Mannschaft. Dies verfehlte seine Wirkung nicht. "Es war für mich eine große Ehre. Zu hören, welche Leidenschaft er hat, welchen Siegeswillen er vermittelt, war schon toll", sagte Martin Kaymer sichtlich beeindruckt.

Amerikaner respektieren den deutschen Shooting-Star

Der 25-Jährige genießt auch die Zeit vor dem Turnier bereits in vollen Zügen. "Ich finde es schön, mit dem Team zu trainieren. Ich kenne das ja aus meiner Fußballer-Zeit. Das habe ich vermisst, wenn man die ganze Zeit alleine unterwegs ist", sagte der Golfstar. Kaymer hat sich durch seine Erfolge nicht nur in der eigenen Mannschaft, sondern auch bei den Amerikanern Achtung verschafft. "Durch meinen Major-Sieg haben auch die US-Spieler jetzt mehr Respekt, das könnte helfen", sagt der Weltranglisten-Sechste.

Kaymer wird auch vom deutschen Golf-Idol Bernhard Langer bereits in den höchsten Tönen gelobt: "Er wird die künftige Nummer eins der Welt."

Spaßfaktor steht im Vordergrund

Das Team Europa mit sechs Neulingen setzt in der Vorbereitung auch auf den Spaßfaktor. Im Mittelpunkt des ersten Gags stand der Nordire Rory McIlroy. Zum gemeinsamen Training erschienen seine Mitspieler Kaymer, Luke Donald und Graeme McDowell gemeinsam mit ihren Caddies mit schwarzen Wuschel-Perücken im McIlroy-Stil. "Ich glaube, es kommen noch weitere Jokes, ich weiß aber nicht was", sagte Kaymer.

"Ich spiele hier auch für Deutschland"

Auf einen Moment freut sich Kaymer aber besonders: "Wenn ich bei der Eröffnungszeremonie die deutsche Hymne höre, ist das schon etwas sehr Bewegendes. Denn ich spiele hier auch für Deutschland." Vor allem spielen alle wohl laut Prognose zumeist im Regen. Das ist für die Spieler aber eher zweitrangig. Auch US-Kapitän Corey Pavin lässt sich davon nicht irritieren. "Ich habe einige Male Ryder Cups im Regen gespielt. das Wetter ist egal", sagt der ehemalige US-Open-Sieger, der außer auf die Routiniers auch auf seine Rookies setzt: "Sie sind aggressiv und positiv."

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