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Martin Kaymers Thron wackelt gewaltig

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Kaymers Thron wackelt

11.04.2011, 14:22 Uhr | dpa

Martin Kaymers Thron wackelt gewaltig. Martin Kaymer muss um seine Führung in der Weltrangliste bangen. (Foto: imago)

Martin Kaymer muss um seine Führung in der Weltrangliste bangen. (Foto: imago)

Seine Stunden auf dem Golf-Thron sind gezählt: Branchenprimus Martin Kaymer ist bei seiner Reifeprüfung als Nummer eins der Weltrangliste durchgefallen. Zum vierten Mal seit 2008 ist der 26-Jährige am Cut beim US-Masters gescheitert.

Seine Ablösung droht nach fünfwöchiger Regentschaft schon beim ersten Major der Saison, bei dem der 21-jährige Rory McIlroy nach drei Runden als Spitzenreiter den größten Karriere-Erfolg vor Augen hat.

Kaymer: "Ich wollte wohl zu viel"

"Ich habe mir immer sehr viel Druck gemacht. Ich wollte wohl zu viel", kommentierte Kaymer seinen ersten großen Rückschlag als noch bester Golfprofi der Welt. "Ein richtiges Konzept auf dem Platz habe ich nicht gefunden, aber fürs nächste Jahr wieder ganz viel dazugelernt." Das Eingeständnis kam Kaymer trotz größter Enttäuschung erstaunlich locker über die Lippen.

Zur Frustbewältigung fand er eine einfache Antwort: "Viele Löcher sind einfach nicht mein Ding, sie passen nicht zu mir." Der Einbruch mit seinem bis dato schwächsten Masters-Ergebnis von 150 Schlägen (78+72) auf dem Par-72-Kurs an der Magnolia Lane war krass, brachte den Rheinländer aber nicht aus dem Gleichgewicht: "Ich mache mir noch zwei schöne Tage mit meinem Vater und Bruder und fliege dann nach Malaysia zum nächsten Turnier."

Ein Engländer bald die neue Nummer eins?

McIlroy genoss dagegen seine Führung in vollen Zügen: "Ich bin in einer großartigen Position. Ich fühle mich wohl auf dem Platz, und mein Spiel passt." Der Nordire hatte nach 204 Schlägen (65+69+70) Platz 1 deutlich vor dem mit 208 Zählern schlaggleichen Quartett Angel Cabrera (Argentinien), K.J. Choi (Südkorea), Jason Day (Australien) und Charl Schwartzel (Südafrika) verteidigt.

Aber selbst mit seinem Start-Ziel-Sieg käme McIlroy als neue Nummer eins nicht infrage, denn der Punkteabstand des Weltranglisten-Neunten auf Kaymer ist noch zu groß. Die besten Chancen auf den Thron hatten auch nicht der mit 210 Schlägen abgerutschte Tiger Woods, der enttäuschende Titelverteidiger Phil Mickelson (213/beide USA) oder der Branchen-Zweite Lee Westwood (213). Aussichtsreichster Kandidat ist vielmehr der von Kaymer für den Masters-Sieg favorisierte Engländer Luke Donald: Der Weltranglisten-Dritte lag mit 209 Schlägen auf dem geteilten sechsten Rang auf der Lauer.

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