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Golf: Martin Kaymer in Augusta frustriert

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Martin Kaymer frustriert in der `Kathedrale des Golfs`

08.04.2012, 10:50 Uhr | sid

Golf: Martin Kaymer in Augusta frustriert. Martin Kaymer: "Für mich ist nichts zusammengelaufen." (Quelle: dpa)

Martin Kaymer: "Für mich ist nichts zusammengelaufen." (Quelle: dpa)

Als sich Martin Kaymer am vierten Tag der US Masters in Augusta frustriert und chancenlos auf seine Schlussrunde machte, spielte Spitzenreiter Peter Hanson noch mit seinen beiden Kindern im Sandkasten. Aber nicht, um auf ungewohntem Terrain Bunkerschläge zu üben. Nach einem turbulenten dritten Tag wollte der Schwede im Kreise seine Lieben einfach nur abschalten.

Der Ryder-Cup-Sieger hatte mit der besten Turnierrunde von 65 Schlägen überraschend die Führung beim ersten Major des Jahres übernommen. Nach seiner Gala in Augusta hieß es für den 34-Jährigen aus Trelleborg: Rückzug zur Familie. "Ich werde mich nicht verrückt machen lassen. Wir haben hier ein schönes Haus mit einem eigenen Spielplatz, hier werde ich meine Zeit verbringen", sagte Hanson, der bei seiner zweiten Masters-Teilnahme nach den Sternen greift.

Peter Hanson vor größtem Coup

Ein Coup dieser Größe ist ihm noch nie geglückt. Für ein Happy-End mit dem begehrten "Green Jacket" will sich Hanson nicht vom Rummel ablenken lassen. "Etwas mit den Kindern spielen, putten vor dem Mittagessen, dann auf die Driving Range und anschließend den großen Moment am ersten Abschlag genießen", verriet der Skandinavier, der mit einem erfahrenen Mitstreiter auf die letzten 18 Löcher ging. Zur Freude des US-Publikums setzte Phil Mickelson seine umjubelte Aufholjagd fort, spielte im Flight hinter Hanson eine ebenfalls herausragende 66 und lag am Ende mit 208 Schlägen einen Schlag hinter dem Spitzenreiter. Und der bekam einen Vorgeschmack auf das, was ihn am Schlusstag an der Seite von "Lefty" erwartete.

Als Linkshänder Mickelson auf der 13. Bahn ein spektakulärer Eagle glückte, ging ein Tosen durch die Menge. "Das ist einer dieser speziellen Masters-Momente, die ich vom Fernsehen kannte. Du hörst die kreischenden Zuschauer und weißt, er hat den Eagle gemacht", schilderte Hanson die Situation am Loch hinter sich. Aber anstatt einzuknicken, konterte er mit Birdies an der 14, 15, 17 und 18.

Für Kaymer gibt es nichts zu holen

Hanson war im Oktober 2010 in Wales ein Teamkollege von Martin Kaymer beim europäischen Triumph im Ryder Cup gegen die USA (mit Mickelson). Sein einstiger deutscher Mitstreiter hat bereits einen Major-Triumph (US-PGA-Championship) auf dem Konto, in Augusta jedoch gab es auch dieses Mal für Kaymer nichts zu holen. Nach der ersten Erleichterung über den ersten Cut bei der fünften Teilnahme in der `Kathedrale des Golfs` folgte schnell der Frust. Der Rheinländer kam mit seiner zweiten 75 in Folge ins Klubhaus und lag mit 222 Schlägen nur auf dem 48. Platz, gemeinsam mit seinem abschließenden Flightpartner, Titelverteidiger Charl Schwartzel aus Südafrika.

Kaymer niedergeschlagen

"Für mich ist einfach nichts zusammengelaufen. Es war ein harter Tag da draußen", sagte Kaymer niedergeschlagen. Er und Augusta - eine große Liebe wird es wohl nie werden. Erst einmal - 71 Schläge zum Auftakt 2009 - blieb er auf dem berühmten Platz an der Magnolia Lane unter Par. Mal haperte es beim Putten, mal beim Draw, mal am Schwung, diesmal aber haperte es überall. "Die Schläge haben einfach nicht zusammengepasst. Wenn ich gute Schläge vom Fairway gemacht habe, waren die Putts nicht gut", analysierte die Nummer sechs der Weltrangliste. Dabei hatte er sich in seiner dreiwöchigen Turnierpause vor dem Masters intensiv seinem kurzen Spiel gewidmet.

Tiger Woods enttäuscht ebenfalls

Mit seinem Frust stand Kaymer aber nicht alleine da. Vor allem Topfavorit Tiger Woods haderte mit sich. Der US-Superstar kam mit einer Par-72-Runde nicht vom Fleck und lag mit 219 Schlägen als 38. zwölf Schläge hinter Spitzenreiter Hanson. "Es wäre beinahe eine richtig gute Golfrunde geworden, aber ich konnte meine Möglichkeiten nicht nutzen", sagte Woods. Der 36-Jährige hatte damit keine Chance mehr auf seinen fünften Titel in Augusta und den 15. Major-Triumph seiner großartigen Karriere.

Rory McIlroy und Fred Couples rutschen ab

Auch Woods' vermeintlich größter Rivale musste den Sieg vorzeitig abschreiben. US-Open-Sieger Rory McIlroy aus Nordirland, der im Vorjahr nach einem Debakel auf der Schlussrunde vier Schläge Vorsprung verspielt hatte und letztlich nur Zehnter wurde, benötigte am Samstag 77 Schläge und rutschte vom dritten auf den 27. Platz ab. Ein langes Gesicht machte auch 92er-Champion Fred Couples aus den USA. Der 52-Jährige büßte seine Halbzeitführung mit einer 75 und insgesamt 214 Schlägen (Platz 11) postwendend wieder ein. Der deutsche Altstar Bernhard Langer, Masterssieger von 1985 und 1993, war mit 152 (72+80) Schlägen um drei Schläge am Cut gescheitert.

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