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Woods mit Traumschlag zum 73. Turniersieg

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Woods mit Traumschlag zum 73. Turniersieg

04.06.2012, 12:26 Uhr | dpa

. Tiger Woods verzaubert das Publikum in Dublin/Ohio. (Quelle: imago)

Tiger Woods verzaubert das Publikum in Dublin/Ohio. (Quelle: imago)

Es war einer dieser magischen Momente im Golf-Leben des Tiger Woods: Durch einen Zauberschlag aus dem tiefen, dunkelgrünen Gras versenkte der Superstar den Ball am 16. Loch des Muirfield Village Golf Clubs aus rund 15 Metern direkt. Mit dem spektakulären Birdie ebnete sich Woods den Weg zum 73. Turniersieg seiner Karriere.

Durch seinen fünften Triumph beim Memorial Tournament in Dublin/Ohio zog er mit der US-Golf-Legende und Gastgeber Jack Nicklaus gleich, der ebenfalls 73 Mal triumphieren konnte. Nur US-Ikone Sam Snead war mit 82 Turniersiegen noch erfolgreicher.

"Der beste Schlag, den ich je gesehen habe."

"Das war heute ein super Tag. Ich habe mir einfach keine Fehlschläge geleistet", schwärmte Woods nach seiner eindrucksvollen Vorstellung auf der Schlussrunde. Dass er gerade beim Turnier von Nicklaus gleichziehen konnte, machte den 36-Jährigen sehr glücklich: "Es war etwas Besonderes, hier zu gewinnen." Nicklaus nahm Woods direkt am 18. Grün in Empfang und gratulierte dem Sport-Milliardär zum Sieg und zu diesem spektakulären Schlag. "Es war unter diesen Umständen der beste Schlag, den ich je gesehen habe", sagte der "Golden Bear", der mit 18 Siegen bei den vier bedeutendsten Turnieren der Welt noch alleiniger Major-Rekordhalter ist.

Der zweite Turniersieg des Jahres kam für Woods genau zum richtigen Zeitpunkt. Viele Kritiker hatten den ehemaligen Weltranglisten-Ersten nach seinen zahlreichen Verletzungen und privaten Skandalen schon abgeschrieben. In der Weltrangliste kletterte Woods vom neunten auf den vierten Platz. Der Tiger ist wieder da. Bereits in knapp zwei Wochen stehen die US Open im Olympic Club in San Francisco an. In seiner kalifornischen Heimat nimmt er dann seinen 15. Major-Titel ins Visier. Genug Selbstvertrauen hat er dafür mit seinen jüngsten Erfolgen getankt.

Der Tiger schüchtert seine Konkurrenten ein

Der überragende Schlag am 16. Grün war die logische Konsequenz einer ganz starken Schlussrunde, in der Woods nur so vor Kraft strotzte. Mit breiter Brust lief Woods über die Fairways, schüchterte seine Gegner mit exzellenten Schlägen ein und verzückte die Fans. Mit vier Schlägen Rückstand war er auf die Runde gegangen. Am Ende spielte Woods eine starke 67, während seine ärgsten Kontrahenten Rory Sabbatini und Spencer Levin, die im Flight hinter Woods spielten, angesichts des spektakulären Schauspiels vor ihnen die Nerven verloren.

Mit insgesamt 279 Schlägen gewann die einstige Nummer eins der Welt vor Sabbatini und dem Argentinier Andres Romero (beide 281). Der vor der Schlussrunde führende Levin (283) fiel sogar noch auf den geteilten vierten Platz zurück. Für seinen Sieg kassierte Woods 1,116 Millionen Dollar.


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