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Ryder Cup: Martin Kaymer sichert Europa den Sieg

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Kaymer macht den entscheidenden Punkt

01.10.2012, 13:20 Uhr | sid

Ryder Cup: Martin Kaymer sichert Europa den Sieg. Martin Kaymer sorgte beim 39. Ryder-Cup gegen die USA für den entscheidenden Punkt. (Quelle: imago)

Martin Kaymer sorgte beim 39. Ryder-Cup gegen die USA für den entscheidenden Punkt. (Quelle: imago)

Deutschlands Ausnahmespieler Martin Kaymer hat das Golf-Wunder von Medinah perfekt gemacht und mit dem Team Europa erneut den Ryder Cup gewonnen. Mit einem Putt aus knapp zwei Metern Entfernung sorgte Kaymer für den entscheidenden 14. Punkt beim prestigeträchtigen Kontinentalvergleich gegen Gastgeber USA. Die zwischenzeitlich nicht mehr für möglich gehaltene Titelverteidigung ist zugleich das größte Comeback in der Historie des Ryder Cups.

Mit einer Deutschland-Fahne lief Kaymer über das 18. Grün und wischte sich einige Freudentränen weg, nachdem er Ryder-Cup-Geschichte geschrieben hatte. "Das ist ein Gefühl, wie ich es noch nie in meinem Leben hatte", sagte er unmittelbar nach dem Cup-Coup.

Nur ein Einsatz bis zum Finaltag

Ausgerechnet der 27-Jährige avancierte vor mehr als 40.000 frenetischen Fans im Medinah Country Club nordwestlich von Chicago zum Helden. An den ersten beiden Tagen hatte Team-Kapitän Jose Maria Olazabal ihn nur einmal eingesetzt.

An der Seite des Engländers Justin Rose hatte Kaymer am Freitag im Fourball klar gegen das US-Duo Matt Kuchar/Dustin Johnson verloren. Am Schlusstag krönte Kaymer jedoch eine grandiose europäische Aufholjagd.

Aufholjagd von Team-Europa

Mit einem 6:10-Rückstand waren die Titelverteidiger in die zwölf Einzel gegangen und mussten acht Punkte holen, um die Trophäe mit auf den alten Kontinent zu nehmen, den Amerikanern hingegen hätten 4,5 Zähler zum Sieg genügt.

Luke Donald, Paul Lawrie, Rory McIlroy und Ian Poulter gewannen jeweils ihre Duelle und glichen zum 10:10 aus.

Kaymer beim letzten Putt nervenstark

Nach sechs weiteren Partien stand es 13:13 und alles schaute auf Kaymer. Im vorletzten Match musste er gegen Steve Stricker antreten. "Die letzten zwei, drei Löcher war ich so nervös", sagte der Rheinländer. Bereits vor der 18. Bahn war ihm ein halber Zähler sicher. Durch seinen finalen Putt sorgte Kaymer jedoch für einen ganzen Punkt.

Somit wurde das letzte Match des Tages zwischen Francesco Molinari (Italien) und Superstar Tiger Woods bedeutungslos. Beide teilten sich das Match und sorgten so für den 14,5:13,5-Endstand für die Europäer.

Europa feiert mit Sektduschen

Es folgten Jubelstürme, lautstarke "Ole, Ole"-Gesänge der europäischen Fans und jede Menge Sektduschen.

Bislang hatten es nur die Amerikaner 1999 in Brookline geschafft, nach einem 6:10-Rückstand noch mit 14,5:13,5 zu gewinnen.

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