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Handball - WM: Deutschland nach Sieg über Polen Weltmeister

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Finale: Deutschland - Polen  

Weltmeister: ein Wintermärchen mit Happyend

04.02.2007, 13:46 Uhr | t-online.de

Aus Köln berichtet Arne Henkes

Michael Kraus schreit seine Freude heraus (Foto: dpa) (Quelle: dpa)Michael Kraus schreit seine Freude heraus (Foto: dpa) (Quelle: dpa) Die deutschen Handballnationalspieler sind in die Fußstapfen ihres Trainers Heiner Brand getreten und haben den Weltmeistertitel für Deutschland errungen. 29 Jahre nach dem Triumph der Brand-Generation besiegten Pascal Hens, Michael Kraus und Co. den Überraschungsfinalisten Polen mit 29:24 und sorgten damit für die Vollendung des viel zitierten Wintermärchens. Eine kräftigen Schock musste die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes allerdings verdauen: Starkeeper Henning Fritz musste nach einer Muskelverletzung in der Wade das Spiel vorzeitig beenden. Auf Seiten der Polen trafen Tkacyk und Jurasik je fünfmal, für Deutschland war Torsten Jansen bei acht von acht Versuchen erfolgreich. "Der Handball hat bei diesem Endspiel gewonnen, Deutschland war heute einfach besser und ist verdient Weltmeister geworden", sagte Polens Coach Bogdan Wenta nach dem Spiel.

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Anfängliche Probleme mit der Nervosität
Die deutsche Mannschaft hatte in den Anfangsminuten Probleme, die Nervosität abzulegen. Zwar erzielte Torsten Jansen nach einem Tempogegenstoß den ersten Treffer der Partie, doch voreilige Abschlüsse von Pascal Hens und Christian Zeitz brachten die Mannschaft etwas ins Trudeln. Die konzentriert auftretenden Polen nutzten ihre Chancen und gingen durch Grzegorz Tkacyck in der sechsten Minute 3:2 in Führung.

Starker Auftritt von Henning Fritz
Mit einem beherzten Durchstoß an den Kreis sorgte Michael Kraus für den Ausgleich, ein Anspiel des Spielmachers nutzte Andrej Klimowets im nächsten Angriff für die erneute DHB-Führung. Auch Keeper Henning Fritz war nun im Spiel. Der 32-Jährige parierte nacheinander Würfe von Karol Bielecki und Grzegorz Tkacyk und ermöglichte somit die nächsten Treffer für die deutsche Auswahl. In dieser Phase hatte der Europameister von 2004 auch Glück, da die französischen Schiedsrichter einige überharte Aktionen von Oliver Roggisch nicht ahndeten.

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Frühe Auszeit durch den polnischen Trainer
Florian Kehrmann und Torsten Jansen bauten mit Kontertoren die Führung auf 11:6 aus. Bogdan Wenta reagierte und nahm eine Auszeit, um seine verunsicherte Auswahl neu einzustellen. Viel erreichte er damit bei seinen Spielern nicht, aber nach der Unterbrechung verspielte vor allem Zeitz mit leichtfertigen Abschlüssen die Möglichkeit, die Distanz weiter zu erhöhen.

Auswechslungen bringen Ruhe ins Spiel
Der Bundestrainer versuchte mit Auswechslungen das Spiel zu beruhigen. Der Weltmeister von 1978 gönnte Michael Kraus und Andrej Klimowets eine Auszeit und brachte Holger Glandorf für den übermotivierten Zeitz. Mit zwei Toren zeigte der Nordhorner, wie wichtig er als kongenialer Widerpart des stürmischen Kielers für die Mannschaft ist. Mit einer 17:13-Halbzeitführung gingen die deutschen Spieler in die Kabine.

Fritz scheidet verletzt aus
Auch nach der Pause zeigte das DHB-Team Entschlossenheit, zwei Tore von dem überragenden Torsten Jansen und ein Schlagwurf von Michael Kraus sorgten nach 34 Minuten für die erste Sechs-Tore-Führung (20:14). Eine Minute später folgte dann jedoch der Schock: Bei einer Parade gegen den heranstürmenden Mariusz Jurasik verletzte sich Fritz und blieb auf dem Boden liegen. Die 19.000 Zuschauer in der Kölnarena feuerten den Kieler mit lauten "Henning-Rufen" an, doch für den Schlussmann war das Finale in der 35. Minute vorbei. Johannes Bitter stützte Fritz beim Verlassen des Spielfeldes und nahm anschließend seine Position im deutschen Tor ein.

Polen in Unterzahl auf Aufholjagd
Die polnische Mannschaft ging nun aggressiver zur Sache, um doch noch eine Wende zu erzwingen. Nach rüden Fouls gegen Hens und Glandorf mussten zwei Spieler von Bogdan Wenta das Feld räumen. Trotz der 6:4-Überzahlsituation gelang es den deutschen Spielern nicht, sich weiter abzusetzen. Im Gegenteil, die Polen holten in Unterzahl Tor um Tor auf. Nach dem 18:21 durch Damian Wleklak versuchte Brand mit einer Auszeit die Trendwende herbeizuführen.

Bitter hält die Mannschaft im Spiel
Doch seine Mannschaft hatte ihre Souveränität eingebüßt. Jurasik erzielte den Anschlusstreffer für die Polen, zudem musste Lars Kaufmann nach einem Foul an dem Rechtsaußen für zwei Minuten vom Feld. Allein den Paraden von Bitter war es zu verdanken, dass Deutschland nicht ins Hintertreffen geriet. Im Angriff fasste sich nun Hens ein Herz und sorgte zusammen mit Jansen und Kehrmann in der 57. Minute für das 29:23 und die endgültige Endscheidung in einem spannenden Finale.

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