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Frauen-Handball - WM: Jurack führt DHB-Auswahl zum Sieg gegen Angola

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Handball-WM Frauen  

Jurack führt DHB-Auswahl zum Sieg gegen Angola

13.12.2007, 15:33 Uhr | sid, dpa

Grit Jurack (Foto: dpa)Grit Jurack (Foto: dpa) Die deutschen Handball-Frauen stehen erstmals seit zehn Jahren wieder im Halbfinale einer Weltmeisterschaft. Im Viertelfinale bezwang der EM-Vierte in Paris Afrikameister Angola nach großem Kampf mit 36:33 (18:14). Grit Jurack (Viborg HK/11 Tore), die ihre Führung in der WM-Torschützenliste eindrucksvoll ausbaute, und Torfrau Clara Woltering (Bayer Leverkusen) waren die überragenden deutschen Spielerinnen. Stefanie Melbeck (KIF Kolding) und Nadine Krause (FC Kopenhagen) trafen jeweils sechs Mal.

Erste Niederlage DHB-Team verliert gegen Rumänien

"Ein ganz schwerer Brocken"

Auf dem Weg ins erste Endspiel seit dem Titelgewinn 1993 ist Norwegen am Samstag der nächste Widersacher. Der Europameister gewann sein Viertelfinale gegen den Olympia-Zweiten Südkorea mit 35:24 (16:12). "Norwegen ist für mich einer der absoluten Topfavoriten auf den Turniersieg. Der Europameister besticht nicht nur durch eine tolle Abwehr, sondern vor allem aufgrund seiner Gegenstöße. Ein ganz schwerer Brocken, gegen den wir schon bei der EM 2006 den Kürzeren gezogen haben", urteilte Bundestrainer Armin Emrich.

Krause verletzt vom Platz

Getrübt wurde die Freude durch eine Fußverletzung von Krause. Die Welthandballerin war kurz vor Schluss mit dem rechten Fuß umgeknickt und musste vom Parkett geführt werden. Sie erlitt einen Kapselanriss im Sprunggelenk. Ihr Einsatz im Halbfinale sei fraglich, aber möglich, teilte der DHB mit. "Wenn sie ausfällt, trifft es uns hart", sagte Clara Woltering.

Erleichterung spürbar

"Es war absolut klar, dass es ein hartes Stück Arbeit wird. Wir mussten 60 Minuten alles geben, um ins Halbfinale einzuziehen. In einigen Situationen haben wir zu wenig mit kühlem Kopf gespielt", sagte Bundestrainer Armin Emrich. Und Abwehrspezialistin Stefanie Melbeck ergänzte: "Es ist eine Mischung aus Freude und Erleichterung, die wir spüren. Wir haben zwischendurch zu viele Chancen vergeben, das hätte sich fast noch gerächt."

"Reif für eine Medaille"

Durch den Sprung in die Runde der letzten Vier erspielte sich Deutschland zudem das Heimrecht für eines der drei Qualifikationsturniere für die Olympischen Spiele 2008 in Peking im März nächsten Jahres. Doch die Spielerinnen wollen mehr. Bereits vor der Partie hatte Krause betont, dass "diese Mannschaft reif ist für eine Medaille". Zuletzt hatte die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB), die 1993 Weltmeister geworden war, bei der Heim-WM 1997 Bronze geholt.

Schnelle Führung

Zwei Tage nach der abschließenden Hauptrundenpleite gegen Rumänien (24:32) startete die deutsche Mannschaft gegen Angola hochkonzentriert und setzte das taktische Konzept von Bundestrainer Armin Emrich zunächst perfekt um. Im Angriff traf Linkshänderin Jurack fast nach Belieben und steuerte zur raschen 6:1-Führung nach acht Minuten allein vier Tore bei. Die Trefferquote der DHB-Frauen lag Mitte der ersten Halbzeit bei exzellenten 90 Prozent. Zudem kaufte der Favorit dem wurfgewaltigen Rückraum Angolas mit einer offensiven und aggressiven Deckungsvariante den Schneid ab.

Neue Torfrau

Allerdings versäumte es der WM-Sechste von 2005, seine Führung stetig auszubauen. Angola, das in der Hauptrunde überraschend Gastgeber Frankreich (29:27) besiegt hatte und erstmals in ein WM-Viertelfinale einzogen war, hielt den Rückstand konstant bei fünf Treffern. Nicht zuletzt, weil die deutsche Defensive vor allen Dingen die Aufbauspielerinnen Marcelina Kiala (13) und Ilda Bengue (8) nicht in den Griff bekam. Keeperin Sabine Englert (Hypo Niederösterreich) ließ sich in der 25. Minute entnervt gegen Woltering austauschen.

Woltering wird stärker

Auch nach dem Wechsel zeigte die deutsche Equipe Nerven und leistete sich haarsträubende Fehler wie zwei vergebene Siebenmeter, so dass Angola auf 21:23 (42. Minute) verkürzen konnte. Erschwerend kam hinzu, dass Krause erneut nicht gänzlich überzeugen konnte. Doch angeführt von einer immer stärker werdenden Torhüterin Woltering, die sich aber nicht als Matchwinnerin sah, und Jurack zogen die Deutschen binnen sechs Minuten auf 30:24 (48.) davon. Sie mussten aber bis zum Ende zittern, da die Afrikanerinnen noch einmal auf 33:35 (59.) herankamen.

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