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Frauen-Handball - Weltmeisterschaft: Norwegen ist ein Hauch besser als die DHB-Frauen

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Frauen - WM  

Norwegen ist ein Hauch besser als die DHB-Frauen

15.12.2007, 20:01 Uhr | dpa

Norwegens Kari Mette Johansen (vorne) jubelt, Grit Jurack ist enttäuscht. (Foto: Reuters)Norwegens Kari Mette Johansen (vorne) jubelt, Grit Jurack ist enttäuscht. (Foto: Reuters) Die Gold-Hoffnungen sind geplatzt, die Chance auf die erste WM-Medaille seit zehn Jahren ist aber weiter intakt: Trotz einer taktischen und kämpferischen Glanzleistung haben die deutschen Handball-Frauen in Paris das Weltmeisterschafts-Halbfinale gegen Norwegen mit 30:33 (16:19) verloren. Dadurch verpasste die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) den Einzug ins erste WM-Endspiel seit dem Titelgewinn 1993. Stattdessen spielt der EM-Vierte an diesem Sonntag (14.00 Uhr) gegen den entthronten WM-Zweiten Rumänien wie 1997 bei der Heim-WM um die Bronzemedaille. Das Endspiel bestreiten in einer Neuauflage des EM-Finales aus dem Vorjahr Weltmeister Russland und Europameister Norwegen. Russland hatte im ersten Halbfinale die Rumäninnen in der Neuauflage des WM-Finales von 2005 keine Chance gelassen und in einer einseitigen Partie mit 30:20 (17:8) deklassiert.

2. Halbfinale Russland deklassiert Rumänien
Platzierungsrunde Gastgeberinnen spielen um Platz fünf

Abwehrchefin fällt verletzt aus

Auch die mit zwölf Treffern wiederum überragende Torjägerin Grit Jurack und die trotz Fußverletzung spielende Welthandballerin Nadine Krause (5 Tore) konnten die unglückliche Niederlage in der packenden Begegnung nicht verhindern. Die deutsche Mannschaft war dem Europameister ebenbürtig und hatte die Skandinavierinnen am Rande einer Niederlage. Bis zum 29:29 (55. Minute) konnte das DHB-Team auf die Überraschung hoffen. Doch der verletzungsbedingte Ausfall von Abwehrchefin Stefanie Melbeck wegen einer Rückenblessur und zwei schwache Minuten im Anschluss bestrafte Norwegen mit drei Toren zum 32:29 und löste nach Schlusspfiff bittere Tränen bei den deutschen Spielerinnen aus.

"Nicht den Kopf hängen lassen"

"Wir haben eine sensationelle Leistung geboten. Diese Mannschaft war unglaublich gut und hat mit viel Pech das Halbfinale verloren. Ich hoffe, dass die Spielerinnen den Kopf nicht hängen lassen, sondern die verdiente Medaille mit nach Hause nehmen", sagte DHB-Vizepräsident Reiner Witte. Kreisspielerin Anne Müller gab sich entschlossen: "Es waren einige kleine Unkonzentriertheiten in der Schlussphase, die uns den Sieg gekostet haben. Wir waren platt, und die Melbeck-Verletzung war dann entscheidend. Heute sind wir enttäuscht, aber morgen holen wir Edelmetall."

Norwegen in Durchgang eins überlegen

Zum zweiten Halbfinale nach der EM im Vorjahr lief nach einer Blitzheilung Welthandballerin Krause überraschend auf. Im Viertelfinale hatte sich die Rückraumspielerin zwei Tage zuvor einen Kapselriss im rechten Sprunggelenk zugezogen, biss aber auf die Zähne und kämpfte bis zum Schluss. So brauchte Emrich die kurzfristig als Ersatz eingeflogene Ania Rösler nicht einsetzen. Dennoch waren die Norwegerinnen vor der Pause überlegen. Jeden deutschen Fehler im Abschluss oder Spielaufbau bestrafte die Mannschaft um die groß aufspielende Else-Marte Soerlie-Lybekk (8 Tore) konsequent. Die deutschen Torhüterinnen konnten zudem anfangs nicht an ihre Leistungen aus den bisherigen Spielen anknüpfen. Der Europameister zog schon früh auf sechs Treffer Differenz davon und sah bereits wie der sichere Sieger aus.

Jurack steigert sich

Nach der Pause agierte die deutsche Defensive inklusive der nun hervorragenden Torfrau Sabine Englert deutlich besser. In einer nun hochklassigen und packenden Partie war Norwegen im Vergleich zu Hälfte eins nicht wieder zu erkennen. Es entwickelte sich immer mehr ein Duell Jurack gegen Norwegen. Mit ihrem zehnten Treffer gelang Jurack beim 25:25 der erstmalige Ausgleich in der 47. Minute, mit Tor Nummer elf brachte sie Deutschland kurz darauf 26:25 in Führung. Doch am Ende jubelte Norwegen.

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