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Deutschland würde auf Handball-EM verzichten

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EHF-Wettkampf-Konferenz  

Deutschland würde auf Handball-EM verzichten

17.04.2008, 14:31 Uhr | dpa

DHB-Präsident Ulrich Strombach (Foto: imago)DHB-Präsident Ulrich Strombach (Foto: imago) Der Reform-Vorschlag für die Ausrichtung von Europa- und Weltmeisterschaften der Handball-Männer im September bedroht die deutsche Kandidatur um die EM 2012. "Ob das so kommt, muss man erstmal sehen. Wir haben uns für Januar beworben", sagte Ulrich Strombach. Für den Präsidenten den Deutschen Handballbundes (DHB) ist dies jedoch nur eines der heißen Eisen, die bei der Wettkampf-Konferenz der Europäischen Handball-Föderation (EHF) von Freitag bis Sonntag in Wien angepackt werden. Nicht weniger brisant sind die Themen Geldverteilung, grundlegende Neuordnung des Terminkalenders, Schutz der Nationalspieler vor Überlastung sowie der Umfang des Einflusses, den die Clubs künftig haben sollen.

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Richtungsweisende Entscheidungen

Die Competitions Conference soll den Weg ebnen für entsprechende Beschlüsse auf dem EHF-Kongress vom 26. bis 28. September erneut in Wien - und ist zum Erfolg verdammt. "Der Männer-Handball muss vor einem Umbruch stehen, wenn nicht alle Fortschritte der vergangenen Jahre infrage gestellt werden sollen", sagte Strombach. "Das ist eine sehr hochgehängte Veranstaltung, die aber nichts beschließen kann", erklärte Gerd Butzeck, Geschäftsführer der Group Club Handball (GCH), die inklusive des am vorigen Wochenende aufgenommenen HSV Hamburg die Interessen von derzeit 16 Spitzenvereinen vertritt.

Wettkampf-Kalender entzerren

Die Tragweite der Veranstaltung ist auch dem EHF-Präsidenten Tor Lian bewusst. "Wir bringen alle Interessengruppen an einem Tisch zusammen, um gemeinsam einen Plan auszuarbeiten", sagte der Norweger. Kernpunkte sind das Glätten aller Verwerfungen im Wettkampf-Kalender und die Verringerung der ausufernden Belastung für die Spieler. Darüber herrscht bei allen Beteiligten Einigkeit. Differenzen gibt es über die Umsetzung. EHF und GCH haben im Vorfeld einen Konsens erreicht, die internationalen Meisterschaften von fünf auf vier im Olympia-Zyklus zu reduzieren. Derzeit finden in vier Jahren zwei WM, zwei EM und ein Olympia-Turnier statt. "Da bahnt sich eine Lösung an", sagte Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga.

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Rhythmus-Änderung frühestens 2011

Auch hält er eine Verlegung von EM und WM in den September für aussichtsreich. "Das sehe ich als realistisch an", meinte er. Weil der September-Termin auch den Zeitpunkt von Olympia-Turnieren fast trifft, ist wegen der "Periodisierung" (Butzeck) auch die GCH dafür. Der DHB als Initiator des einsetzenden Umbruchs will Reformen trotz des eigenen EM-Wunsches 2012 nicht bremsen. "Jede Maßnahme, die zur Entzerrung des Kalenders und zur Verringerung der Belastung für die Spieler beiträgt, ist willkommen. Es steht alles auf dem Prüfstand", erklärte Strombach. Da bis 2010 alle EM und WM vergeben sind, kommt als frühester Zeitpunkt für den neuen Rhythmus 2011 infrage.

Interessen der Vereine berücksichtigen

Die große Unbekannte in diesem Prozess ist nur der vom Ägypter Hassan Moustafa geführte Handball-Weltverband IHF, der sich geheimnisvoll wie eine Sphinx verhält und in Wien erstmals Stellung beziehen will. "Das wird eine Überraschung werden", glaubt Strombach. Problematischer stellt sich die Situation bei den Finanzen und der Machtverteilung dar. Die Verbände wollen für Nationalmannschaften Antrittsgelder bei EM und WM haben sowie erkleckliche Zuschüsse bei der Ausrichtung dieser Turniere. Für die Klubs ist wichtig, Abstellgebühren für ihre Nationalspieler zu erhalten und einen ausreichenden Versicherungsschutz im Verletzungsfalle. Zudem streben die Vereine nach mehr Mitsprache bei den Terminen unter anderem der Europacup-Wettbewerbe sowie einer angemessenen Beteiligung an deren Erlösen. Konflikte drohen bei der Besetzung von Kommissionen.

Mehr Länder müssen in die EM-Qualkifikation

In Wien werden auch die Gruppen für die Europameisterschaft 2010 in Österreich ausgelost. Hier beschreitet der Männer-Handball neue Wege. 14 der 16 EM-Teilnehmer müssen sich in Gruppenspielen einen Startplatz erkämpfen. Lediglich der Gastgeber sowie Titelverteidiger Dänemark sind von der Ausscheidung ausgenommen. Bislang waren der Gastgeber und die ersten fünf der vorangegangenen EM für das nächste Turnier qualifiziert, die weiteren zehn Teilnehmer wurden in Vorausscheidungen und anschließenden Play-off-Spielen ermittelt.

Heiner Brand spielt Glücksfee

38 Nationen bewerben sich um die vakanten 14 Plätze bei der EM vom 19. bis 31. Januar 2010. Diese werden in sieben Gruppen ausgespielt, aus denen sich jeweils der Erste und Zweite qualifizieren. Vier Staffeln werden mit je fünf Mannschaften ausgespielt, drei Gruppen mit je sechs Teams. Die Mannschaften, die bei der EM in Norwegen Anfang des Jahres die Ränge zwei bis fünf belegt hatten, spielen in den Fünfer-Gruppen. Dies sind Kroatien, Frankreich, Deutschland und Spanien. Die Auslosung nehmen Weltmeister-Trainer Heiner Brand, Olympiasieger-Trainer Lino Cervar (Kroatien), Europameister-Trainer Ulrik Wilbek (Dänemark) und Österreichs Coach Dagur Sigurdsson vor.

Deutschland gesetzt

Bei der Ziehung in der Wiener Akademie der Wissenschaften sind sieben Teams (Frankreich, Deutschland, Kroatien, Spanien, Polen, Russland, Island) entsprechend einer Rangliste als Gruppenköpfe gesetzt und spielen somit nicht gegeneinander. Trotzdem kann das deutsche Weltmeister-Team (Topf 1) ein hartes Los treffen, wenn zum Beispiel Schweden (2), Weißrussland (3), Griechenland (4) und als Außenseiter Finnland (5) gezogen werden.

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