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Kiel und Nordhorn verlieren deutlich

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Handball - Champions Trophy  

Kiel und Nordhorn verlieren deutlich

20.09.2008, 22:27 Uhr | dpa

Holger Glandorf ist der Frust vom Gesicht abzulesen. (Foto: imago)Holger Glandorf ist der Frust vom Gesicht abzulesen. (Foto: imago) Ohne deutsche Beteiligung geht das Finale der Handball-Champions-Trophy über die Bühne. Nachdem zunächst EHF-Pokalsieger HSG Nordhorn gegen Gastgeber MKB Veszprem aus Ungarn mit 30:39 den Kürzeren gezogen hatte, verlor auch der deutsche Meister THW Kiel die Neuauflage des diesjährigen Champions-League-Finals gegen Ciudad Real klar mit 24:31 (11:14).

Im Mai hatten die Kieler auch das Endspiel der Königsklasse mit 25:31 verloren. Damit kommt es zum Bundesliga-Duell um Platz drei, während Veszprem und Ciudad Real den Europameister der Vereinsmannschaften ausspielen. Der THW hatte die Champions Trophy 2007 gewonnen.

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Ciudads Torhüter mit überragender Leistung

Der deutsche Rekordmeister Kiel musste auf Nikola Karabatic (verletzt) und Christian Zeitz (im Europapokal gesperrt) verzichten und war mit nur neun Feldspielern nach Ungarn gereist. Dagegen spielten die Spanier ihren ausschließlich mit Weltstars besetzten 14-köpfigen Kader voll aus. Die stärker besetzte Bank war im Endeffekt ebenso entscheidend wie die starke Abwehrleistung von Ciudad mit ihrem überragenden Torwart Arpad Sterbik.

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Andersson bester Kieler Torschütze

Nach dem Seitenwechsel leisteten sich die Norddeutschen zu viele Fehler im Angriff, Ciudad zog vorentscheidend auf 20:13 (38.) davon. Zwar kämpfte sich der deutsche Meister dank Torwart Andreas Palicka nach zwischenzeitlichem Neun-Tore-Rückstand nochmals auf 20:25 heran, mehr war aber nicht drin. Bester Kieler Torschütze war Kim Andersson mit sechs Treffern, bei Ciudad war Siarhei Rutenka (7 Tore) am erfolgreichsten.

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Glandorf kann kaum Akzente setzen

Zuvor hatte die HSG Nordhorn gegen die Gastgeber keine Chance. Nordhorn leistete sich zu viele Fehler im Spielaufbau, zudem war die Abwehr sehr löchrig. Weltmeister Holger Glandorf konnte nur wenige Akzente setzen und erzielte lediglich drei Treffer. Beste Nordhorner waren vor 4.500 Zuschauern Peter Kuckuka und Bjarte Myrholm mit je sechs Toren.

"Das war ein absolut verdienter Erfolg"

Bis zum 9:9 hatte die HSG mitgehalten, dann setzten sich die Ungarn aufgrund der größeren Alternativen, des besseren Torwarts und des stärkeren Rückraums verdient durch. Nach dem 18:28 (40.) war die Entscheidung gefallen. "Das war ein absolut verdienter Erfolg, auch in dieser Höhe verdient", sagte Nordhorns Trainer Ola Lindgren. "Wir haben in der Schlussphase der ersten Hälfte zu viele Fehler gemacht. Da war es klar, dass wir das nicht mehr aufholen konnten."

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