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THW Kiel: Manager dementiert Manipulationsvorwürfe

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THW Kiel  

Kiels Manager dementiert Manipulationsvorwürfe

02.03.2009, 22:18 Uhr | dpa

Handball-Branchenführer THW Kiel steht unter Manipulationsverdacht, doch neue Erkenntnisse gab es nach einer ersten Krisensitzung nicht. "An den Vorwürfen ist nichts dran. Der THW hat keine Spiele manipuliert. Ich bin froh, wenn diese Geschichte zu den Akten gelegt werden kann", sagte Kiels Manager Uwe Schwenker nach einem Treffen des Ligaverbandes HBL am Montagabend in Hamburg.

HBL-Präsident Reiner Witte erklärte nach der gut zweistündigen Sitzung: "Die Fragen, die gestellt wurden, sind zunächst einmal beantwortet worden. Belastbare Tatsachen liegen nicht vor."

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"Ich hatte Gerüchte gehört"

Der deutsche Vorzeige-Klub THW Kiel soll seit dem Jahr 2000 Europacup-Spiele manipuliert haben. Ob weitere Schritte unternommen würden, müsste in den kommenden Tagen in den verschiedenen Gremien geklärt werden. Am Dienstag will sich der HBL-Aufsichtsrat in Hamburg treffen. Die Manipulationsvorwürfe waren von Aufsichtsratsmitglied Dieter Matheis, zugleich Beiratsvorsitzender bei den Rhein-Neckar Löwen, in einem Brief an Schwenker erhoben worden. "Ich hatte Gerüchte gehört und in dem Brief an Schwenker Fragen gestellt. Meine Fragen sind heute beantwortet worden. Damit gebe ich mich zufrieden", sagte Matheis.

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Champions-League-Finale soll manipuliert worden sein

Vor der Krisensitzung am Abend hatten massive Korruptionsvorwürfe gegen den deutschen Rekordmeister den internationalen Vereins-Handball erschüttert. "Der Vorwurf lautet: Der THW soll seit 2000 internationale Spiele beeinflusst haben", sagte Manfred Werner, Vorsitzender des HBL-Aufsichtsrates. Das Rückspiel beim Champions-League-Gewinn 2007 gegen die SG Flensburg-Handewitt (29:27) sei nur die herausragende Partie gewesen.

Schwenker bleibt gelassen

Als letzter der fünf HBL-Vertreter war Schwenker am Abend um 19.52 Uhr eingetroffen. Auf die Frage im Blitzlichtgewitter, ob er im Moment unter Druck stehe, antwortete der THW-Manager nur: "Nein." Neben Schwenker berieten HBL-Präsident Witte, die HBL-Aufsichtsratmitglieder Andreas Rudolph und Matheis sowie HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann über die Anschuldigungen.

"Im Moment liegt keine Anzeige vor"

Wegen der bislang unbewiesenen Vorwürfe hat die Europäische Handball-Föderation (EHF) bislang keine Ermittlungen aufgenommen. "Uns als EHF liegt in keiner Weise etwas vor. Für uns ist es im Moment offiziell kein Fall", so Markus Glaser, Spielleiter für die Europacup-Wettbewerbe. Entgegen erster Meldungen gibt es bei der Staatsanwaltschaft in Berlin kein Aktenzeichen. "Im Moment liegt keine Anzeige vor. Ich kann aber nicht ausschließen, dass sie noch im Geschäftsgang ist", sagte Simone Herbeth, Pressesprecherin der Berliner Staatsanwaltschaft. Nach Auskunft der HBL hat auch die Staatsanwaltschaft in Kiel "keinen Vorgang" dazu.

Verwirrung um Serdarusic

Der ehemalige Kieler Trainer Zvonimir Serdarusic hat unterdessen dementiert, mit einer Selbstanzeige den Vorgang initiiert zu haben. "Ich habe mich nicht selbst angezeigt", sagte Serdarusic. Er war im vorigen Jahr im Streit mit Schwenker vom THW geschieden und hatte in der vergangenen Wochen seinen Vertrag beim Liga-Kontrahenten Rhein-Neckar Löwen aus gesundheitlichen Gründen gelöst. Manfred Werner, Vorsitzender des HBL-Aufsichtsrates, behauptete hingegen, dass die Auflösung des Kontrakts die Konsequenz aus den Vorwürfen gewesen sei.

Vertrag rein aus gesundheitlichen Gründen gelöst

Löwen-Geschäftsführer Thorsten Storm, 2007 noch Manager der SG Flensburg-Handewitt, erhob keine Vorwürfe. "Wir haben damals nichts angefochten. Wenn man so ein Spiel verliert, ist man super, super traurig. Wenn man hinterher sieht, dass Boldsen so früh rausgestellt wird, fragt man sich, warum das so war. Das war eine spielentscheidende Situation", sagte er. Zugleich wies Storm den Verdacht zurück, der Vertrag mit Serdarusic sei aus anderen Gründen als gesundheitlichen gelöst worden. "Diese Gerüchte über Manipulation sind massiv an uns herangetragen worden. Aber wir mussten diesen nicht nachgehen, weil Noka Serdarusic vorher um Auflösung des Vertrages gebeten hatte. Der Auflösung haben wir entsprochen, obwohl wir den weltbesten Trainer unter Vertrag hatten", erklärte er.

"Müssen über Schadensbegrenzung reden"

"Wir können nicht Staatsanwaltschaft spielen", sagte Aufsichtsrats-Mitglied Hans Peter Krämer, "wir müssen über die Schadensbegrenzung für die Bundesliga reden. Es handelt sich möglicherweise um ein internationales Problem, das mit der Bundesliga überhaupt nichts zu tun hat."

Polnische Schiedsrichter nicht zum ersten Mal im Fokus

Die Flensburger befürchten keine Manipulation. SG-Präsident Frerich Eilts kann sich "Bestechung einfach nicht vorstellen". Flensburgs damaliger Kapitän Joachim Boldsen hatte in der 19. Minute wegen Foulspiels von den Schiedsrichtern Miroslaw Baum/Marek Goralczyk Rot gesehen. Das polnische Duo hatte 2004 bei den Olympischen Spielen in Athen das Frauen-Finale zwischen Dänemark und Südkorea geleitet. Nach Aussage des ehemaligen Geschäftsführers des Weltverbandes IHF, Frank Birkefeld, war das Spiel zugunsten von Dänemark verschoben worden.

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