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Nordhorn wird zweiter Zwangsabsteiger

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Bundesliga  

Nordhorn wird zweiter Zwangsabsteiger

05.03.2009, 17:13 Uhr | sid

Nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens steht die HSG Nordhorn-Lingen als zweiter Absteiger aus der Handball-Bundesliga fest. Der Club teilte auf seiner Webseite mit, dass der vorläufige Insolvenzverwalter beim Amtsgericht Nordhorn einen entsprechenden Antrag einreichen wird. Vor rund drei Wochen hatte die HSG Sportmarketing GmbH als wirtschaftlicher Träger des Bundesligisten Insolvenz wegen drohender Zahlungsunfähigkeit angemeldet.

"Das braucht man nicht schönzureden. Das ist sehr bedauerlich", sagte Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga HBL. Zugleich kritisierte er die Nordhorner: "Sie haben über ihre Verhältnisse gelebt."

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HSG: "Fortführen der Gesellschaft lässt sich nicht realisieren"

Auf ihrer Homepage schrieb die HSG: "Trotz der Bereitschaft der Spieler auf Gehaltsverzicht und trotz der vielen positiven Gespräche mit Politik und Wirtschaft sowie dem starken Engagement der Fanclubs lässt sich das Fortführen der Gesellschaft nicht realisieren." Der vorläufige Insolvenzverwalter Ulrich Zerrath sagte den "Grafschafter Nachrichten": "Die Deckungslücke ist zu hoch, als dass sie bis zum 30. April hätte geschlossen werden können."

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Keinen sportlichen Kampf um den Klassenverbleib

Nachdem auch schon TuSEM Essen aus wirtschaftlichen Gründen als Zwangsabsteiger feststeht, wird es sportlich keinen Kampf mehr um den Klassenverbleib geben. "Das trifft uns hart. Wir müssen alles daransetzen, dass das demnächst sportlich entschieden wird und nicht wirtschaftlich", meinte Bohmann.

Verkauf von Holger Glandorf reichte nicht

Um ihre wirtschaftliche Situation zu verbessern, hatten sich die Nordhorner von einigen Leistungsträgern getrennt. Unter anderem wechselte Nationalspieler Holger Glandorf zum Ligakonkurrenten TBV Lemgo. Dennoch reichte das nicht. "Die Liga und der Handball haben ein großes wirtschaftliches Wachstum hinter sich, mit der Entwicklung haben nicht alle mithalten können", analysierte HBL-Geschäftsführer Bohmann.

Bohmann: "Es ist eine kritische Situation"

Nachdem die Handball-Bundesliga die angebliche Manipulations-Affäre um den THW Kiel wegen fehlender Anhaltspunkte zu den Akten gelegt hat, ist das wirtschaftliche Aus für die HSG Nordhorn der zweite Schlag für die Eliteklasse binnen weniger Tage. Bohmann: "Es ist eine kritische Situation."

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