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Handball: Schiedsrichter berichtet von Bestechungsversuchen

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Handball  

Schiri klagt an: Alkohol, Frauen und Geld

24.03.2009, 08:49 Uhr | dpa, sid

 (Foto: imago)  (Foto: imago) Im Handball-Bestechungsskandal gibt es neue Manipulationsvorwürfe. Ein langjähriger Schweizer Spitzen-Schiedsrichter berichtet von fast alltäglichen Bestechungspraktiken. "Da gibt es die Linie Alkohol, die Linie Essen, die Linie Frauen - oder die Linie Geld", sagte Michel Falcone im NDR-Fernsehen.

"Je nachdem, wie empfänglich ein Schiedsrichter ist, hat man dann auch versucht, das zu realisieren." Er berichtet von Telefonanrufen von Kollegen oder Funktionären aus Ländern, in die er als nächstes reisen sollte. "Die haben dann mitgeteilt: Machen Sie sich eine Liste, wir können gewisse Sachen erledigen, wir haben gute Einkaufszentren. Wir sind doch Freunde, wir müssen das Spiel unbedingt gewinnen."

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Freundlich oder aggressiv

Falcone selbst hat nach eigenen Angaben immer abgelehnt. Die andere Seite habe dann "freundlich weitergemacht oder sie wurde aggressiv". Der Schiedsrichter, der bis Ende 2006 mehr als zwei Jahrzehnte auch international gepfiffen hat, gibt an, auch von Sicherheitskräften nach einem Spiel angegangen worden zu sein. Auch habe der von der EHF eingesetzte Spielbeobachter teilweise den Schiedsrichtern nach einer Partie Vorwürfe gemacht.

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Deutsche Schiris belasten Kollegen

Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" beschuldigen außerdem die beiden deutschen Referees Lars Geipel und Marcus Helbig ihren ukrainischen Kollegen Walentin Wakula, sie zur Beeinflussung eines Champions-League-Spiels der Frauen aufgefordert zu haben. Die Aussagen beziehen sich auf das Viertelfinalrückspiel zwischen dem russischen Klub Lada Togliatti und dem dänischen Verein Viborg HK aus dem Jahr 2007. Die Ehefrau des ukrainischen Schiedsrichters war zu diesem Zeitpunkt Spielerin bei Togliatti. Geipel und Helbig gaben an, der Aufforderung zur Manipulation nicht Folge geleistet zu haben.

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EHF räumt Versäumnisse ein

Er selbst habe an die EHF geschrieben und von Bestechungsversuchen berichtet. "Da hatten wir dann das Gefühl, dass wir plötzlich nicht mehr eingesetzt wurden." EHF-Wettbewerbsmanager Markus Glaser räumte im NDR zumindest bei der Aufarbeitung der aktuellen Gerüchte und Affären Versäumnisse ein. "Wenn ich die Dinge zusammenfasse, die wir in den letzten beiden Wochen auf den Tisch bekommen haben, dann muss man schon davon ausgehen, dass wir Dinge hätten besser machen können", sagte Glaser.

Schiri-Ansetzungen in Zukunft geheim

Als Reaktion wird die EHF die Schiedsrichteransetzungen für die Viertelfinals in der Champions League erst zwei Stunden vor Spielbeginn bekannt geben. Damit werde es bis unmittelbar vor der Partie keinen Kontakt zwischen den Unparteiischen und den Vereinen geben. Bislang hatten die Heimteams die komplette Betreuung der Schiedsrichter übernommen. Die Runde der letzten Acht beginnt am Mittwoch mit dem deutschen Duell SG Flensburg-Handewitt gegen HSV Hamburg. Auch in der Bundesliga sollen die Schiris künftig bis kurz vor den Spielen geheim bleiben. Bis zum 16. Mai sind die Auftritte der Unparteiischen in der laufenden Saison noch fest zugeteilt und daher für die Klubs einsehbar. Danach solle keine Mannschaft mehr vor den Spielen erfahren, wer die Partie leitet.

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