Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Handball >

HSV-Präsident belastet Schwenker schwer

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Handball - Bestechungsaffäre  

HSV-Präsident belastet Schwenker schwer

30.03.2009, 17:04 Uhr | sid

Erhebt schwere Vorwürfe: HSV-Präsident Rudolph. (Foto: dpa)Erhebt schwere Vorwürfe: HSV-Präsident Rudolph. (Foto: dpa) Uwe Schwenker vom THW Kiel gerät in der Bestechungs-Affäre immer stärker unter Druck. Der Manager des Handball-Rekordmeisters wurde vom Präsidenten des Ligakonkurrenten HSV Hamburg, Andreas Rudolph, schwer belastet.

"Im Juli 2007 habe ich mit Schwenker in meinem Haus auf Mallorca zusammengesessen. Dort hat mir Schwenker gesagt: Andreas, ich habe lange gebraucht, um zu begreifen, dass man die Champions League nur mit Schiedsrichter-Bestechung gewinnt", sagte Rudolph in Hamburg.

Champions League Kiel auf Halbfinalkurs
Handball-WM in Kroatien Schiedsrichter mit Sex bestochen?
Schiedsrichteraffäre Ein Vorfall aus dem Jahr 2004
Neue Vorwürfe Dubiose Überweisungen belasten THW Kiel

Schwenker lässt drei Ämter ruhen

Schwenker habe diese Aussage "nach dem Genuss von reichlich Alkohol" getätigt. Den Vorfall habe er auch der Kieler Staatsanwaltschaft mitgeteilt, die gegen Schwenker wegen des Verdachts der Untreue ermittelt. Der HSV-Boss forderte gleichzeitig den THW-Manager und den Präsidenten der Handball-Bundesliga (HBL), Reiner Witte, zum Rücktritt von allen Ämtern auf. "Der THW muss in dieser Angelegenheit in die Offensive gehen und alles lückenlos aufklären", forderte Rudolph.

Kiel: Überflüssige Aufforderung

Die Kieler reagierten unterdessen mit Unverständnis auf Rudolphs Gang an die Öffentlichkeit. "Der Aufforderung des HSV Hamburg an den THW Kiel und dessen Gremien hätte es nicht bedurft. Wie mehrfach erklärt, hat der THW Kiel die ihm bisher zugänglichen Erkenntnismöglichkeiten ausgeschöpft, ohne dass sich der Verdacht von Spielmanipulationen bestätigt hat", heißt es in einer THW-Presseerklärung. "Weiter gehende Aufklärung ist erst im Zuge der unmittelbar bevorstehenden Einsichtnahme in die staatsanwaltschaftliche Ermittlungsakte zu erwarten. Vielleicht hätte auch der HSV Hamburg diesen Zeitpunkt abwarten sollen." Nach dieser Auswertung werde der THW selbstverständlich unverzüglich alle notwendigen Schritte einleiten und erforderliche Maßnahmen ergreifen.

Schwenker nimmt Ämter vorerst nicht wahr

Bereits vor Rudolphs brisanten Aussagen hatte der beschuldigte Schwenker erste Konsequenzen gezogen. Bis zur Klärung der Vorwürfe wird er seine Ämter als HBL-Vizepräsident, als Vizepräsident der Interessenvertretung Group Club Handball und als Vorsitzender der EHF Marketing Men's Club Board nicht mehr wahrnehmen. "Bis zur Klärung der Vorwürfe werde ich diese Posten ruhen lassen", gab Schwenker bekannt. Dies habe er auch den verantwortlichen Personen mitgeteilt.

Europapokalsieg erkauft?

Witte wollte sich unterdessen zunächst nicht äußern und verwies auf eine Präsidiumssitzung am Dienstag in Hamburg. "Dort werden wir die Thematik erörtern und danach eine Erklärung abgeben", sagte Witte. Nach Recherchen des Nachrichtenmagazins Spiegel soll Kiel bei mindestens zehn Champions-League-Spielen Schiedsrichter bestochen und sich auch den Finalsieg in der Königsklasse 2007 über die SG Flensburg-Handewitt mit 96.000 Euro erkauft haben. Witte sei als Schwenker-Freund in dieser Angelegenheit zudem befangen.

Ermittlungen gegen vier Personen

"Der HSV Hamburg weist außerdem darauf hin, dass sich die HBL mit dieser Affäre unseres Erachtens noch nicht ausreichend befasst hat. Hier sehen wir weiteren Aufklärungs- und Handlungsbedarf", heißt es in einer HSV-Pressemitteilung. Im Fall Kiel wird neben den beiden Untreue-Verfahren gegen Manager Uwe Schwenker und Ex-Trainer Noka Serdarusic laut Focus wegen des Verdachts der Beihilfe zur Untreue gegen zwei weitere Beschuldigte ermittelt. Dabei soll es sich um den kroatischen Geschäftsmann Nenad Volarevic und einen THW-Buchhalter handeln.

Um Rechtshilfe in Kroatien gebeten

Bei der Überprüfung der Bücher des Rekordmeisters sind die Fahnder wohl auf dubiose Überweisungen und Barabhebungen in Höhe von mehr als 100.000 Euro gestoßen. "Die Frage ist nicht mehr, ob Geld geflossen ist, sondern wohin", sagte Oberstaatsanwalt Uwe Wick im Focus. Die Ermittler hegen den Verdacht, dass das Geld für Schiedsrichter-Bestechungen verwendet wurde. Entsprechende Vorwürfe hatte zuvor auch Jesper Nielsen, der Gesellschafter und Hauptsponsor der Rhein-Neckar Löwen, in einer richterlichen Vernehmung am Donnerstag erhoben. Die Kieler Staatsanwaltschaft will die Ermittlungen auf den Balkan ausweiten und hat Kroatien um Rechtshilfe gebeten.

Aktuell Die Tabelle der Handball-Bundesliga
Mehr News zum Thema Handball
Ihre Meinung Diskutieren Sie mit im Handball-Forum

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Dumme Idee 
Sprung auf Hai zeugt nicht gerade von Intelligenz

Diese Aktion hätte auch gerne in die Hose gehen können. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
38 % sparen: Boxspringbett inkl. Topper für nur 499,- €

Traumhaft und erholsam schlafen auf 180x200 cm - jetzt zum reduzierten Preis bei ROLLER.de.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal