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Bundesliga: Maßnahmen gegen Manipulationen

05.04.2009, 15:48 Uhr | dpa

Reiner Witte macht mobil. (Foto: imago)Reiner Witte macht mobil. (Foto: imago) Die Handball-Bundesliga hat in einer Krisensitzung Maßnahmen gegen Manipulationen beschlossen und zugleich die internationalen Dachverbände in die Pflicht genommen. Bei der fast fünfstündigen Krisensitzung des Präsidiums und Aufsichtsrats am Sonntag in Frankfurt/Main beschäftigten sich die Funktionäre allerdings weniger mit der Aufarbeitung der Vorfälle rund um den THW Kiel.

"Das sind alles internationale Fälle", erklärte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann. "Die beiden internationalen Verbände müssen schauen, dass sie aus dem Quark herauskommen."

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Für die Glaubwürdigkeit

Zudem erklärte Vizepräsident Uli Derad: "Wir haben keine speziellen Fälle besprochen. Die Unterlagen liegen bei der Staatsanwaltschaft, da sind sie gut aufgehoben." Mit "Maßnahmen zur Reduzierung des Manipulationsrisikos" will die Bundesliga nun den Schaden begrenzen. "Das sind sehr, sehr wichtige Punkte, um die Glaubwürdigkeit des Handballs zu erhalten beziehungsweise wiederherzustellen", sagte Präsident Reiner Witte. Persönliche Konsequenzen werde er nicht ziehen, die Vertrauensfrage habe er nicht gestellt. Vergangene Woche hatte der Hamburger SV den Rechtsanwalt attackiert.

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Kontrollausschuss und Ethikrichtlinien

Ein vierköpfiger Ausschuss mit Bohmann, Derad und den beiden Aufsichtsratsmitgliedern Torsten Burmeister und Jan Zilius soll bis zur Mitgliederversammlung am 27. Juni konkrete Maßnahmen erarbeiten: unter anderem die Einrichtung eines Kontrollausschusses, Ethikrichtlinien und die Installierung eines neutralen Ansprechpartners (Ombudsmann). Das Gremium will bei seinen Vorschlägen auch die internationalen Handballverbände und den Deutschen Handball-Bund (DHB) mit einbeziehen.
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Keine Schlammschlacht

"Die Dringlichkeit ist sehr groß", sagte Präsident Witte und betonte: "Es war nicht nur die Zukunft, die wir heute gestaltet haben, sondern wir haben uns auch sehr offen und kritisch nach eigenen Fehlern gefragt." Um einer Schlammschlacht in der Öffentlichkeit vorzubeugen, wurde festgelegt, dass die Kommunikation beim Thema Bestechungsvorwürfe ausschließlich durch Derad und Bohmann wahr genommen wird.

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