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Kiel gerät in Manipulationsaffäre unter Druck

26.03.2010, 15:12 Uhr | sid

Der polnische Schiedsrichter Miroslaw Baum (Foto: imago)Der polnische Schiedsrichter Miroslaw Baum (Foto: imago) In der Handball-Manipulationsaffäre hat der "Spiegel" weitere Einzelheiten veröffentlicht und Rekordmeister THW Kiel dabei erneut belastet. Demnach sollen die Kieler dem Kroaten Nenad Volarevic, einen Freund des damaligen Trainers Noka Serdarusic, wenige Tage vor dem Final-Rückspiel der Champions League 2007 gegen die SG Flensburg-Handewitt 56.400 Euro nach Zagreb überwiesen haben.

Unmittelbar darauf sei Volarevic nach Warschau gereist, wo Miroslaw Baum, einer der Final-Schiedsrichter lebt. Von Warschau sei Volarevic über Hamburg nach Kiel gereist, um sich das Spiel gegen Flensburg anzusehen. Nach dem Sieg der Kieler hätten dann der Kroate, Baum sowie Spieler und Verantwortliche des THW gemeinsam gefeiert.

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Baum beteuert Unschuld

Baum beteuert nun erneut, er habe niemals Geld erhalten. "Ich bin ein Ehrenmann und habe mir meine Reputation erarbeitet, ich war bei zwei Olympischen Spielen", zitiert ihn das Nachrichtenmagazin. Der THW steht unter Verdacht, in den vergangenen Jahren mehrere Spiele in der Champions League manipuliert zu haben. Die Staatsanwaltschaft Kiel ermittelt deshalb gegen den inzwischen zurückgetretenen langjährigen THW-Geschäftsführer Uwe Schwenker wegen des Verdachts der Untreue sowie gegen Serdarusic wegen des Verdachts der Beihilfe dazu.

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Schwenker erneut belastet

Schwenker gerät im Zuge der Affäre immer stärker unter Druck. Nach Informationen des "Focus" liegt der Kieler Staatsanwaltschaft eine weitere belastende Aussage gegen den ehemaligen Nationalspieler vor. Ein Ehepaar aus Wuppertal soll zu Protokoll gegeben haben, dass Schwenker im Sommer 2007 als Gast auf der mallorquinischen Finca von Andreas Rudolph, dem Präsidenten des HSV Hamburg, über den Kieler Sieg im Champions-League-Finale 2007 gegen die SG Flensburg-Handewitt gesagt hat: "Das hat uns 90.000 Euro gekostet." Die Aussagen des Ehepaares bewertet die Staatsanwaltschaft Kiel laut Focus als glaubwürdig, weil sie mit Überweisungen im Höhe von insgesamt 92.000 Euro an den Kroaten Nenad Volarevic korrespondieren.

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