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Handball - Bestechungsaffäre: Löwen-Gesellschafter nennt Details

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Handball - Manipulationsaffäre  

Löwen-Gesellschafter nennt Bestechungs-Details

18.04.2009, 21:25 Uhr | sid

Immer neue Manipulationsvorwürfe gegen den THW Kiel: Der Däne Jesper Nielsen, Gesellschafter von Bundesliga-Konkurrent Rhein-Neckar Löwen, legte nach seinen zuvor geäußerten Vorwürfen nun in einem Interview mit der "Hamburger Morgenpost" nach: "Ich schließe nicht aus, dass Kiel auch jetzt noch Schiedsrichter besticht", sagte Nielsen.

Einen erneuten Titelgewinn, den der THW schon mit einem Punktgewinn beim TBV Lemgo am Sonntag perfekt machen kann, hätte der THW nach Nielsens Ansicht nicht verdient. Schließlich sei auch der Gewinn der Champions League 2007 nur durch Betrug zustande gekommen.

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Kiel bestreitet alle Vorwürfe

"Und ohne diesen Betrug hätte der THW keine Titelprämie gewonnen, hätte nicht so hohe Sponsoreneinnahmen und keinen Acht-Millionen-Etat, mit dem man sich so eine Mannschaft leisten kann", sagte Nielsen. Der THW wies erneut alle Vorwürfe zurück. Vor den Spielen im Champions-League-Halbfinale versuche Nielsen offenbar, die Stimmung aufzuheizen, hieß es in einer Erklärung. Bereits am Freitag hatte der Klub angekündigt, wegen des Verdachts einer "falschen uneidlichen Aussage" Anzeige gegen Nielsen erstatten zu wollen.

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Nielsen: "So macht Kiel den Handball kaputt"

Jesper Nielsen kann unterdessen nicht verstehen, dass der inzwischen zurückgetretene Manager Uwe Schwenker noch bis 30. Juni im Verein sei. "Ein Witz. Das sagt mir, dass die Gesellschafter Grote und Wegner mit drinhängen. Sie haben Angst, dass Uwe auspackt. So macht Kiel den ganzen Handball kaputt. Sie sind es uns allen und dem ganzen Sport schuldig auszupacken", sagte Nielsen. Zudem belastete Nielsen Kiels Ex-Trainer Noka Serdarusic und dessen Frau Mirjana erneut schwer. "Noka und seine Frau haben es uns selbst erzählt, dass sie mal mit 20.000 Mark versucht hat, Schiedsrichter zu bestechen", so Nielsen.

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Internationaler Verband unter Druck

Zugleich nahm der Druck auf den Europäischen Handball-Verband (EHF) zu. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" reagierte die EHF auf einen Hinweis des Bundesligisten SG Flensburg-Handewitt über Unregelmäßigkeiten im Champions-League-Spiel bei HC Croatia Zagreb (25:29) am 24. Februar 2008 erst, als die Manipulationsvorwürfe gegen den THW Kiel Anfang März dieses Jahres bekannt wurden. "Wir fühlen uns sportlich betrogen", hieß es in einer Mitteilung der Flensburger an die EHF. Der Verband soll aber erst nach mehr als einem Jahr eine unabhängige Analyse des Spiels geschickt haben.

Schadensersatzklagen in Vorbereitung

Die Flensburger Vereinsspitze geht nach internen Recherchen davon aus, dass bei vier entscheidenden internationalen Spielen das Ergebnis nicht korrekt zustande gekommen sei. Darunter auch das Final-Rückspiel der Champions League 2007 beim THW Kiel. Daher schaltete die SG inzwischen einen renommierten Sportrechtler ein, der Schadenersatzklagen vorbereitet. Die Flensburger wollen demnach den THW, die Schiedsrichter und den EHF verklagen. Dabei geht es um die Siegprämie in Höhe von 160.000 Euro. Die EHF hatte bereits zuvor angekündigt, nach Einsicht in die Ermittlungsakten der Kieler Staatsanwaltschaft bis zum 29. April ein Disziplinarverfahren gegen den THW Kiel einzuleiten.

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