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TWH Kiel: Ermittlungen wegen Bestechungsaffäre werden wohl eingestellt

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Manipulation: Ende der Ermittlungen gegen Kiel möglich

17.06.2009, 14:51 Uhr | dpa

Der THW Kiel steht bald nicht mehr im Fokus der Staatsanwaltschaft. Der Grund: mangelnde Beweise. (Foto: imago)Der THW Kiel steht bald nicht mehr im Fokus der Staatsanwaltschaft. Der Grund: mangelnde Beweise. (Foto: imago) Die Staatsanwaltschaft wird die Untersuchungen gegen den THW Kiel wahrscheinlich beenden. Dem Handball-Rekordmeister wird vorgeworfen, Champions-League-Spiele manipuliert zu haben. Der THW, sein ehemaliger Manager Uwe Schwenker und Trainer Zvonimir Serdarusic stehen unter Verdacht. Der Verbleib von rund 152.000 Euro ist ungeklärt.

Oberstaatsanwalt Uwe Wick sagte dazu in einem Interview mit der "Hamburger Morgenpost": "Alle Beschuldigten sagen nach wie vor nichts. Das ist ihr gutes Recht. Wenn wir die Sache nicht hinreichend klären können, stellen wir die Ermittlungen ein, weil es nicht genügend Beweise gibt."

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Die Realität ist nicht wie im "Tatort"

Wick ergänzte: "Klar ist, dass Geld geflossen ist. Wohin, das klären wir auf. Die entscheidenden Antworten aus vier ausländischen Staaten, bei denen wir ein Rechtshilfeersuchen gestellt haben, haben wir noch nicht bekommen. Wir sind an Fristen und Verträge gebunden." Man könne nicht so grenzübergreifend agieren wie im "Tatort". "Selbst wenn wir so etwas machen würden, wären diese Aussagen vor Gericht nicht verwertbar."

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Kroatien steht im Zentrum der Ermittlungen

In der kommenden Woche soll entschieden werden, ob man um Hilfe bei ausländischen Regierungen bitten werde. "Das läuft dann auf Ministerienebene ab und kann noch sehr lange dauern. Kroatien ist der zentrale Punkt dabei", sagte Wick. Auch gegen den kroatischen Spielerberater Nenad Volarevic, ein Freund von Serdarusic, wird ermittelt.

Nur Polen war kooperativ

Lediglich aus Polen hat die Behörde eine Antwort auf ihre Anfrage bekommen. "Das sind verschiedene Papiere, die wir bekommen haben, die werden gerade übersetzt. Inwieweit die relevant sind, können wir noch nicht sagen." Die polnischen Schiedsrichter Baum und Goralczyk sollen vor dem Champions-League-Finale 2007 gegen die SG Flensburg-Handewitt angeblich 52.000 Euro vom THW bekommen haben. Die Unparteiischen bestreiten das.

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