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Wächst die Fangewalt im Handball?

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Handball-Bundesliga  

Wächst die Fangewalt im Handball?

16.02.2010, 09:48 Uhr | t-online.de, dpa

"Commando 1924" - Ultra-Fans in Minden (Foto: imago)"Commando 1924" - Ultra-Fans in Minden (Foto: imago) Randalierende Fans gibt es nur im Fußball – denkt man. Doch auch im Handball geht es mitunter zur Sache, vor allem bei den rivalisierenden Bundesliga-Klubs GWD Minden und TuS Nettelstedt-Lübbecke in Ostwestfalen. Zuletzt vor drei Wochen, als sich die Ultras beider Klubs bei einem Turnier eine Prügelei lieferten.

Lübbecke hatte danach seinen eigenen "Fans“ und denen aus dem benachbarten Minden bis auf weiteres Hausverbot erteilt. "Die Fangewalt wächst", sagt TuS-Geschäftsführer Uwe Kölling in einem entsprechenden Bericht der "Süddeutschen Zeitung". "Dem muss man Einhalt gebieten", begründete er die Maßnahme des Klubs.

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Auch Fußballfans machen mit

Bei Derbys zwischen Minden und Lübbecke wurde die Rivalität bisher besonders ausgelebt. Zunächst flogen nur Eier, dann Flaschen und schließlich Fäuste. Vor wenigen Wochen soll ein Kind auf der Tribüne von einem herumfliegenden Stuhl verletzt worden sein. Und die jeweils 30 bis 40 Ultras schließen sich mittlerweile mit anderen Gruppen zusammen, beispielweise aus dem Fußball. "Diese wachsende Gewaltbereitschaft erschreckt mich", sagte Kölling.

Bohrmann: Problem vergleichsweise gering

Sind die Ausschreitungen nur ein Kräftemessen betrunkener Jungendlicher oder entwickelt sich tatsächlich eine organisierte Fangewalt? Für Frank Bohrmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga, ist die Fangewalt ein lokales Problem. Es gäbe mit Minden, Lübbecke und Flensburg genau drei Problempunkte in Deutschland. "Deshalb haben wir bislang auch keine Gesamtstrategie, weil wir das Problem für vergleichsweise gering halten", wird er in der "SZ" zitiert.

Bundesweite Entwicklung nicht erkennbar

Die Polizeiabteilung in Neuss, die bundesweit die Gewaltprävention beim Fußball koordiniert und die Szene bestens kennt, ergänzt: "Zuschauerausschreitungen im Handball sind Einzelfälle, die in der lokalen Rivalität begründet sind, eine bundesweite Entwicklung von Fangewalt wie beim Fußball ist nicht erkennbar.“

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