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Handball: Lemme und Ullrich kritisieren HBL-Chef Bohmann

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Handball  

Lemme/Ullrich kritisieren HBL-Chef Bohmann

18.01.2010, 15:30 Uhr | dpa

Frank Lemme (li.) und Bernd Ullrich sind von dem Verhalten der HBL-Verantwortlichen enttäuscht. (Foto: imago)Frank Lemme (li.) und Bernd Ullrich sind von dem Verhalten der HBL-Verantwortlichen enttäuscht. (Foto: imago) Das frühere deutsche Top-Schiedsrichter-Duo Frank Lemme und Bernd Ullrich hat nach seinem Rücktritt den Geschäftsführer der Handball-Bundesliga (HBL), Frank Bohmann, kritisiert. "Die HBL hat sich in Bereiche eingemischt, die gar nicht ihrem Aufgabenbereich entsprechen. Dieser obliegt einzig und allein dem Deutschen Handballbund. Mal abgesehen davon, Herr Bohmann hätte sich von A bis Z einige seiner Kommentare sparen können. Diese trugen nicht zur Klärung, sondern nur zur Verschärfung der Situation bei. Dem Handball haben diese Äußerungen eher geschadet", sagte Ullrich der "Handballwoche".

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Lemme dankt dem DHB

Lemme stieß mit seiner Kritik ins gleiche Horn. "Ich werde einfach das Gefühl nicht los, dass einige wenige in der HBL an Gedächtnisverlust leiden, wie schnell sie unsere Leistungen auf dem Feld vergessen haben. Acht Jahre hintereinander hat uns auch die HBL zum besten Gespann in Deutschland gewählt", sagte Lemme und dankte dagegen dem DHB für seine Unterstützung: "Unser Verband hat stets hinter uns gestanden. Diesen Rückhalt werden wir auch nicht vergessen."

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Bestechungsversuch nicht gemeldet

Die im Zuge der Manipulations-Affäre international gesperrten Referees hatten vor einer Woche ihren Rücktritt erklärt und damit auch die Kontroverse um ein nationales Comeback beendet. Mitte März 2009 waren die beiden 47 Jahre alten Unparteiischen von Europas Dachverband EHF und dem DHB wegen Manipulationsverdachts suspendiert worden. Ihnen wurde vorgeworfen, im Zusammenhang mit dem Europacup-Finale der Pokalsieger zwischen Medwedi Tschechow (Russland) und BM Valladolid (Spanien) 2006 weder einen Bestechungsversuch noch den Fund von 50.000 Dollar im Gepäck gemeldet zu haben. Am 30. Juli hatte die EHF dies mit einer Fünf-Jahres-Sperre geahndet.

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Details werden nicht preisgegeben

Auf die Frage der "Handballwoche", was wirklich auf dem Flughafen in Moskau passierte, wichen beide aus. "Wir könnten die ganze Geschichte jetzt zum 48. Mal erzählen, aber würde sie dadurch in den Ohren Dritter glaubwürdiger klingen? Wohl eher nicht! Aber so viel ist sicher, ich weiß jetzt, dass 50 000 Dollar nur acht Zentimeter hoch sind", sagte Ullrich. Lemme betonte dagegen: "Fakt ist: Wer nicht die ganzen Umstände kennt, kann das Ganze, vor allem unser Handeln, nur schwer nachvollziehen." Nähere Details wollten die beiden Unparteiischen jedoch nicht nennen.

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