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Handball-EM: Deutschland verpatzt den Auftakt

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Handball-EM  

Deutschland verpatzt den EM-Auftakt

19.01.2010, 19:26 Uhr | dpa, t-online.de

Auch Torsten Jansen konnte sich nicht durchsetzen. (Foto: Reuters)Auch Torsten Jansen konnte sich nicht durchsetzen. (Foto: Reuters) Fehlstart für das deutsche Team! Zum Auftakt der Handball-Europameisterschaft gab es gegen die kampfstarken Polen ein 25:27 (8:12). Deutschland konnte bis zum Ende der ersten Hälfte mithalten, dann setzten sich die Polen auf vier Tore ab.

Diesem Rückstand lief die deutsche Mannschaft bis zum Ende hinterher und kam nur noch auf zwei Treffer ran. Vor 8200 Zuschauern in der ausverkauften Olympiahalle war Lars Kaufmann (7) bester Werfer in einer nervösen Mannschaft. "Wir sind immer einem Rückstand hinterhergelaufen und hatten realistisch gesehen gar nicht die Chance, das Spiel zu gewinnen", gab Bundestrainer Heiner Brand zu: "Die Polen haben verdient gewonnen."

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Schröder verletzt sich

Neben dem Spiel verlor die Mannschaft auch Rechtsaußen Stefan Schröder, der mit Verdacht auf einen Riss im Trommelfell zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht wurde. Damit steht Brands Team im zweiten Gruppenspiel am Mittwoch gegen Slowenien bereits unter Druck. Die Slowenen gewannen ihre erste Partie gegen Schweden überraschend 27:25 (7:13).

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Kraus kommt von der Bank

Brand wartete mit einer Überraschung auf. Statt Kapitän Michael Kraus begann die deutsche Mannschaft mit Michael Haaß auf der Spielmacher-Position. Nach ausgeglichenem Beginn aber geriet die DHB-Mannschaft mit 4:6 (10.) ins Hintertreffen. Danach reagierte der Bundestrainer, stellte die Formation um und brachte Kraus.

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Bitter spielt stark

Deutschland agierte mit viel Leidenschaft, machte aber reichlich Fehler. Zu viele Würfe landeten entweder in den Händen von Polens Torhüter Slawomir Szmal oder kamen erst gar nicht bis dorthin. Trotzdem glich Kaufmann zum 6:6 (16.) aus. Dass man auch weiterhin mit dem Gruppenfavoriten auf Augenhöhe agierte, lag zum einen an der starken Abwehr und an Torhüter Johannes Bitter, der unter anderem zwei Siebenmeter parierte.


Vier Gegentreffer vor der Pause schmerzen

Allerdings sündigte der EM-Vierte fortwährend in der Offensive. Immer wenn die Chance zur Führung bestand, sorgten leichte Ballverluste dafür, dass Polen wieder ins Spiel kam. In den letzten drei Minuten der ersten Halbzeit kam es dann knüppeldick: Vier Gegentreffer nacheinander brachten den die Deutschen nach dem 8:8 (27.) zur Pause mit 8:12 in Rückstand.

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Aufholjagd kommt zu spät

Gegen die ebenfalls nicht überzeugenden Polen blieb die Chancenverwertung auch nach der Pause das größte Manko. Nur ein Drittel aller Würfe fand den Weg ins polnische Tor. Der WM-Dritte Polen hingegen traf angeführt vom starken Karol Bielecki fast nach Belieben. In der 40. Minute lag die deutsche Mannschaft mit 12:18 zurück, kämpfte sich aber nochmal zurück. 23:25 stand es in der vorletzten Minute heran. Mehr ging nicht.

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