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Handball-EM: Frankreich lässt DHB-Team keine Chance

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Handball-EM  

Frankreich bezwingt DHB-Team

24.01.2010, 17:37 Uhr | sid

Lars Kaufmann tankt sich durch die französische Defensive. (Foto: dpa)Lars Kaufmann tankt sich durch die französische Defensive. (Foto: dpa) Die deutschen Handballer haben den erhofften Überraschungserfolg gegen Olympiasieger und Weltmeister Frankreich verpasst und die Chance auf eine EM-Medaille damit wohl verspielt. Im der ersten Hauptrundenpartie unterlag die DHB-Auswahl dem Titelfavoriten in Innsbruck trotz einer erneut guten kämpferischen Leistung am Ende knapp mit 22:24 (10:12).

Bei 1:5 Punkten kann das Team von Bundestrainer Heiner Brand die Vorschlussrunde nicht mehr aus eigener Kraft erreichen. "Ich habe ohnehin nie vom Halbfinale geredet, aber das Turnier ist für uns noch nicht beendet. Mit zwei Siegen können wir immer noch gut dastehen, und wir werden versuchen, unsere Chance zu nutzen", sagte Brand. Für die Leistung seiner Mannschaft fand der 57-Jährige lobende Worte: "Natürlich haben wir einiges an Lehrgeld gezahlt, aber es gab gute Ansätze. Wir hatten gegen den amtierenden Weltmeister eine reelle Chance, auch wenn wir letztlich mit leeren Händen dastehen."

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Schlussspurt bringt nicht mehr die Wende

Eine starke erste Halbzeit, eine bravouröse Aufholjagd in der Schlussphase sowie eine Klasseleistung von Torwart Johannes Bitter (HSV Hamburg) waren am Ende nicht genug, um etwas Zählbares mitzunehmen. Nach der Auftaktniederlage gegen Polen kassierte der Weltmeister von 2007 damit die zweite Niederlage im Turnier. "Ich bin schon sehr enttäuscht, denn wir hatten die große Chance, den Weltmeister zu schlagen", sagte Bitter.

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Torsten Jansen bester DHB-Werfer

Vor 7000 Zuschauern in der Innsbrucker Olympiahalle konnte die deutsche Mannschaft die Partie in der ersten Halbzeit weitgehend offen gestalten. Zwar erwischten die Franzosen den besseren Start und gingen zunächst mit 4:2 in Führung (10. Minute), doch nur drei Minuten später lag das Brand-Team erstmals in Front (5:4/13.). Bis zur Pause drehte Frankreich das Spiel zwar wieder, konnte sich aber zunächst nicht entscheidend absetzen. Bester Werfer war Torsten Jansen mit fünf Treffern, davon zwei Siebenmeter.


Torhüter im Blickpunkt

Im Mittelpunkt standen immer wieder die Torhüter Bitter sowie sein Gegenüber Thierry Omeyer (THW Kiel), die im ersten Durchgang jeweils mit einem halben Dutzend Paraden glänzten. Deutschland überzeugte zudem mit einer gut stehenden Abwehr, hatte aber mehrfach Pech, als bei einigen schönen Angriffsaktionen der Vorteil von den Schiedsrichtern abgepfiffen wurde.

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Frankreich zieht in nur fünf Minuten davon

Zu Beginn der zweiten Halbzeit bauten die Franzosen ihre Führung allerdings innerhalb von nur fünf Minuten auf sieben Tore aus (10:17/35.) und schienen damit schon für eine Vorentscheidung gesorgt zu haben. Das DHB-Team stemmte sich jedoch weiter gegen die drohende zweite Niederlage und kam in den letzten 15 Minuten noch einmal in Reichweite eines Erfolgs. Holger Glandorf (TBV Lemgo) machte den kurzen Blackout nach der Pause für die Niederlage verantwortlich: "Leider haben wir die Minuten nach der Pause völlig verschlafen. Danach haben wir uns zwar mit einem Kraftakt wieder herangekämpft, aber gegen eine so erfahrene Mannschaft ist es natürlich schwer, einen solchen Rückstand aufzuholen."

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DHB-Team trifft auf Spanien

Frankreich, das schon in der Vorrunde mit Problemen zu kämpfen hatte, konnte trotz des Erfolgs seinen Anspruch auf den dritten großen Titel in Folge nach Olympia 2008 und der WM 2009 erneut nicht untermauern. Sollte der EM-Triumph dennoch gelingen, wäre es das erste Mal, dass einer Mannschaft dieses Triple gelänge. Die deutsche Mannschaft trifft in ihren beiden übrigen Partien am Dienstag (ab 18 Uhr im t-online.de Live-Ticker) auf den Olympiadritten Spanien sowie am Donnerstag (ab 16 Uhr im t-online.de Live-Ticker) auf Tschechien.

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