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Handball-Bundesliga: Diesmal ist der HSV "dran"

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Handball - Bundesliga  

Diesmal ist der HSV dran

21.05.2010, 15:13 Uhr | dpa, dpa

Handball-Bundesliga: Diesmal ist der HSV "dran". Hände hoch: Die Kieler Abwehr ist gegen den Hamburger Angriff gefordert. (Foto: imago)

Hände hoch: Die Kieler Abwehr ist gegen den Hamburger Angriff gefordert. (Foto: imago)

Mega-Show, Gipfeltreffen, Vergleich der Giganten - das Spitzenspiel in der Handball-Bundesliga zwischen Tabellenführer HSV Hamburg und Titelverteidiger THW Kiel elektrisiert die Fans. Wenn am Samstag (ab 16.15 Uhr im Live-Ticker bei t-online) der Anpfiff zum "Spiel der Spiele" - so Bundestrainer Heiner Brand - ertönt, will der HSV die Wachablösung vollziehen. Weil die Hamburger mit einem Punkt Vorsprung in das Duell gegen Kiel gehen und zudem Heimvorteil haben, glauben die meisten Experten an den ersten Titelgewinn des HSV. Expertenmeinung hin, Statistiken her - Brand bringt es auf den Punkt: "Wer dieses Spiel gewinnt, ist Meister."

Damit soll jetzt Schluss sein

Seit Jahren lechzt das Team von Trainer Martin Schwalb nach dem ersten Meistertitel. Zweimal hat es für den HSV bislang zu Platz zwei gereicht (2007, 2009). Jetzt soll der Titel her. "Wir sind dran", sagt HSV-Sportdirektor Christian Fitzek. Bislang hat der Rekordmeister Kiel den ehrgeizigen Rivalen stets hinter sich gelassen. Damit soll Schluss sein, fordert HSV-Präsident Andreas Rudolph.

"Goliath kämpft gegen Goliath"

13.296 Zuschauer werden die seit Monaten ausverkaufte O2-Arena von Hamburg drei Spieltage vor Saisonende in ein Tollhaus verwandeln. Die mit einem Jahresetat von jeweils 7,5 Millionen Euro ausgestatten Top-Klubs sind die potentesten, die schlagkräftigsten der Liga. "In diesem Match kämpft Goliath gegen Goliath", meint Fitzek. Sein Kieler Kollege, Manager Uli Derad, pflichtet ihm bei: "Das ist das Spiel, das die Handball-Welt bewegt."

Die Statistik spricht für Kiel

Horst Bredemeier, Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB), glaubt an ein enges Match: "Der HSV spielt zu Hause, aber der Druck ist groß für die Hamburger. Die Kieler sind erfahrener, können besser mit Druck umgehen. Dennoch sehe ich den HSV mit 51:49 Prozent vorn." Die Statistik spricht jedoch eine andere Sprache: Von 15 Bundesliga-Duellen gewannen die Kieler neun, der HSV lediglich zwei. Einschließlich Pokal, Supercup und Champions League steht die Bilanz bei 13:4-Erfolgen für den THW.

Meisterschaft mehr Bedeutung als die Champions League

Der nationale Titel hat für den HSV, der einst die Bundesliga-Lizenz des VfL Bad Schwartau übernahm und 2002 nach Hamburg übersiedelte, eine größere Bedeutung als selbst ein Champions-League-Erfolg. "Die Meisterschaft in der besten Handball-Liga der Welt ist der höchste Titel, den wir erringen können", verriet Präsident Rudolph dem "Hamburger Abendblatt".

Endlich die Ernte einfahren

Schließlich soll Mäzen Rudolph seit Amtsübernahme Ende 2004 rund 20 Millionen Euro in den einst insolventen Verein gepumpt haben. Jetzt will er endlich die Ernte einfahren und sich vom Trauma THW Kiel befreien. Denn egal, wie der HSV in den vergangenen Jahren auch rannte, kämpfte und siegte - am Ende war immer Kiel Meister: 2005, 2006, 2007, 2008, 2009.

"Schön, wenn man viele Titelchancen hat"

Für die Kieler ist der Meisterschaftsknaller im Gegensatz zu den Hamburgern nur ein Höhepunkt. Sieben Tage später müssen sie im Champions-League-Halbfinale gegen Cup-Verteidiger BM Ciudad Real ran. Jenes Team also, das den HSV aus dem Wettbewerb katapultiert hat. "Bei uns geht es Schlag auf Schlag. Aber es ist doch schön, wenn man viele Titelchancen hat", sagt THW-Trainer Alfred Gislason.

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