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Handball - Champions League: THW Kiel steht im Finale

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Handball - Champions League  

Kiel kämpft Ciudad Real nieder

31.05.2010, 11:48 Uhr | sid, dpa, sid, dpa

Handball - Champions League: THW Kiel steht im Finale. Kiels Filip Jicha jubelt nach dem Einzug ins Finale der Champions League. (Foto: dpa)

Kiels Filip Jicha jubelt nach dem Einzug ins Finale der Champions League. (Foto: dpa)

Mit einem körperlichen und emotionalen Kraftakt hat der THW Kiel zum dritten Mal hintereinander das Finale der Champions League erreicht. Beim ersten Final Four gewannen der deutsche Handball-Meister die packende Neuauflage der Endspiele von 2008 und 2009 gegen Titelverteidiger Ciudad Real mit 29:27 (12:15). 18.679 Zuschauer in der Kölner Lanxess-Arena bejubelten den Sieg, durch den der THW die Chance auf den zweiten Champions-League-Sieg nach 2007 hat. Matchwinner bei den Kielern waren die besten Torschützen Christian Sprenger (6) und Filip Jicha (6) sowie der starke Schlussmann Thierry Omeyer.

Gegner an diesem Sonntag ist Rekord-Champion FC Barcelona, der zuvor gegen Medwedi Tschechow mit 34:27 (17:11) gewonnen hatte. Ciudad Real und Russlands Meister spielen um Platz drei.

Jicha tritt auf die Euphoriebremse

"Kiel ist für mich der große Favorit im Finale. Barcelona hat mich trotz des deutlichen Sieges nicht überzeugt. Ciudad hat es nicht verstanden, die Überzahl-Situationen zu nutzen", sagte Bundestrainer Heiner Brand. Jicha warnte aber sogleich: "Wir müssen jetzt die Euphorie bremsen. Wir sind hier, um den Titel zu holen. Dafür müssen wir in weniger als 24 Stunden auch gegen Barcelona unsere Leistung abrufen."

Ilic mit von der Partie

Der THW begann stark und stellte die Spanier mit variantenreichem Spiel vor Probleme. Überraschend mit von der Partie war bei Kiel auch Rückraum-Riese Momir Ilic, der wegen einer Kreuzband-Dehnung eigentlich nur für Siebenmeter-Würfe eingesetzt werden sollte. Doch Ciudad Real ließ sich auch von den taktischen Finten von THW-Trainer Alfred Gislason nicht verunsichern.

Sterbik lässt Kieler Angreifer verzweifeln

In der Anfangsphase hielt THW-Kreisläufer Marcus Ahlm sein Team noch mit drei Toren im Spiel, doch in der 24. Minute gingen die Gäste durch das Tor von Roberto Garcia erstmals mit zwei Toren in Führung (11:9). Zudem bereitete Ciudad-Torwart Arpad Sterbik den Kielern mit zahlreichen Paraden immer wieder Kopfzerbrechen. Auch Torjäger Jicha brachte vor der Pause nur vier von acht Versuchen im Tor unter.

Brand kritisiert die hohe Fehlerquote

"Der THW darf nicht zu riskant spielen, um die schnellen Tempogegenstöße zu verhindern. Die Fehlerzahl muss reduziert werden", analysierte Bundestrainer Brand in der Pause: "Mit einer konsequenten Abwehr können sie das Spiel immer noch gewinnen, zumal sie im Angriff besser besetzt sind."

Lautstarke Unterstützung durch die Fans

Zwar begannen die Kieler nach der Pause druckvoll und verkürzten in der 33. Minute auf 15:16, doch die Spanier blieben eiskalt. Unter anderem durch drei Treffer des bärenstarken Jonas Källmann erhöhten die Gäste wieder auf 19:15. Der THW, der nach seinem Sieg am vergangenen Samstag beim HSV Hamburg den sechsten deutschen Meistertitel in Folge so gut wie sicher hat, ließen sich nicht beeindrucken und von den lautstarken Fans bei ihrer Aufholjagd immer wieder antreiben. Als Daniel Narcisse in der 40. Minute das 20:20 erzielte, glich die Arena einem Hexenkessel.

Omeyer und Zeitz steigern sich

Danach stand das Spiel auf des Messers Schneide. Auch THW-Torwart Thierry Omeyer steigerte sich und hielt mit sehenswerten Paraden sein Team auf Augenhöhe. Nationalspieler Christian Zeitz, der zuvor einige Unkonzentriertheiten gezeigt hatte, traf für den THW zum 24:23 (50.) und 25:24 (53.). Den Vorsprung bauten die Kieler in einer hektischen Schlussphase, in der nach zahlreichen umstrittenen Entscheidungen der rumänischen Schiedsrichter die Nerven zum Zerreißen gespannt waren, mit viel Kampfkraft sogar noch aus.

Barcelona setzt sich schnell ab

Im ersten Halbfinale hatte Barcelona von Beginn an dominiert. Dabei profitierte der sechsmalige Champions-League-Sieger von der Nervosität der russischen Kontrahenten, für die der Halbfinal-Einzug neben dem Europacup-Sieg im Wettbewerb der Pokalsieger 2006 bislang der größte Erfolg ist. Die Spanier setzten sich schnell auf 5:1 (7.) ab und bauten die Führung auf 12:5 (22.) aus. Zwar verkürzte Tschechow anschließend auf 9:12 (23.), konnte Barcelona aber nie gefährden. Im Gegenteil: Bis zur Pause zog der Favorit auf 17:11 davon. "Wir haben das Spiel am Beginn verloren. Wir waren zu nervös", gab Spielmacher Wassili Filippow zu.

Aufholjagd wird nicht belohnt

Erst im zweiten Durchgang zeigten die Russen, was sie können. Mit sehenswerten Spielzügen und teils spektakulären Toren verkürzten sie auf 20:22 (43.) und konnten vorübergehend auf eine Überraschung hoffen. Doch die routinierten Spanier ließen sich nicht verunsichern, setzten sich erneut auf 25:20 (46.) ab. "Die Russen haben uns vor allem in der zweiten Halbzeit vor einige Probleme gestellt. Aber am Ende war der Vorsprung groß genug", sagte Linksaußen Juanin Garcia.

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