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Handball - Champions League: THW Kiel steht im Finale

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Handball - Champions League  

Kieler Kerle beschwören den WM-Geist von 2007

31.05.2010, 11:48 Uhr | Aus Köln berichtet Nils-Thorben Hühn

Handball - Champions League: THW Kiel steht im Finale. Ein Aktivposten im Spiel des THW Kiel: Dominik Klein. (Foto: imago)

Ein Aktivposten im Spiel des THW Kiel: Dominik Klein. (Foto: imago)

Was für ein Handball-Fest beim EHF Champions League Final Four in der Kölner Lanxess-Arena. Kiels Dominik Klein ergriff nach dem Schlusspfiff der gleiche Schauer, wie er ihn 2007 beim Wintermärchen der deutschen Nationalmannschaft erlebte. "Als wir am Mittelkreis standen und den Sieg feierten, fühlte ich mich wie in die Zeit zurückversetzt, in der wir hier in Köln Weltmeister wurden. Einfach großartig diese Kulisse", so der Linksaußen.

Magische Atmosphäre

Und wirklich, die Atmosphäre in dem packenden Halbfinale zwischen Titelverteidiger Ciudad Real und Deutschlands Rekordmeister war einfach magisch. Die Europacup-Rekordkulisse von 18.679 Zuschauern in der Kölner Arena sorgte schon vor dem Anpfiff für Gänsehautstimmung. Während des Spiels schwappte die La-Ola-Welle durchs weite Rund und nach dem Kieler Triumph spendeten die Fans minutenlang Applaus für ihre Helden.

Ilic: "Ich habe die Schmerzen vergessen"

Doch die bärenstarken Spanier zeigten sich zunächst kaum beeindruckt von der Auswärtsstimmung, sodass Ciudad zur Halbzeit schon mit drei Treffern führte. Aber nun bewiesen die Männer von Trainer Alfred Gislason, dass sie keine Memmen, sondern echte Kerle sind. Alle eiferten Momir Ilic nach, der trotz seiner Kreuzbanddehnung auf die Zähne biss und im ersten Durchgang zwei Treffer beisteuerte, bis ihn die Verletzung zu sehr behinderte. "Ich wollte der Mannschaft helfen und habe die Schmerzen vergessen", so der Rückraum-Hüne zu seinem überraschen Einsatz.

Starke Leistung von Christian Zeitz

Erneut vom 2007er WM-Virus infiziert schien auch Christian Zeitz zu sein. Mit einer starken Leistung über 60 Minuten ließ er den Ausfall von Kim Andersson (Knie-Op) vergessen machen. Spätestens nach seinem Treffer zur 25:24-Führung in doppelter Unterzahl (52. Minute) stand die komplette Halle, mit Ausnahme der Ciudad-Fans, und feuerte den THW frenetisch an. "Wir haben im zweiten Durchgang einfach eine ganz andere Körpersprache gezeigt und der Funke ist auch auf das Publikum übergesprungen", erklärte Klein. "Wir haben das Publikum gepusht und die Fans uns."

Gislason: "Die Stimmung war unglaublich"

In der Schlussphase wurde dann auch noch Kiels-Schlussmann Thierry Omeyer zum unüberwindbaren Hindernis für die Spanier und stand seinen Mann. Mit zahlreichen spektakulären Paraden riss er die Zuschauer von den Sitzen, wenn sie dies nicht schon längst taten. "Die Stimmung war unglaublich, vor allem, als wir ein bisschen beschissen wurden, wurde sie besser und besser", lobte Gislason die Fans und gab den Schiedsrichtern einen Seitenhieb dafür, dass sie laut dem Isländer zahlreiche fragwürdige Entscheidung trafen. In der Schlussphase sorgte der Kölner Hexenkessel aber auch dafür, dass Pfiffe der Unparteiischen für die Kieler ausfielen.

THW trifft im Finale auf Barcelona

Im Finale wartet auf die Zebras nun Barcelona, das sich gegen den russischen Vertreter aus Moskau locker durchsetzten konnte. Doch obwohl der Champions-League-Rekordsieger wesentlich weniger Körner lassen musste und drei Stunden mehr Pause hat, glauben die Kieler Spieler an einen Triumph. "Wenn wir noch einmal so spielen wie in der zweiten Hälfte, denke ich können wir es schaffen und mit den Fans im Rücken wieder einen sensationellen Sieg in Köln feiern", hofft der 26-jährige Klein nach dem Wintermärchen von 2007, nun mit dem THW das gleiche Märchen in Köln zu erleben. Echte Kerle können das.

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