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Füchse-Chef Bob Hanning: "Entwicklung ist derzeit rasant"

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"Die Entwicklung ist derzeit rasant"

12.10.2010, 10:06 Uhr | t-online.de

Füchse-Chef Bob Hanning: "Entwicklung ist derzeit rasant". Bob Hanning hat momentan viel Grund zur Freude. (Foto: imago)

Bob Hanning hat momentan viel Grund zur Freude. (Foto: imago)

Das Gespräch führte Sebastian Schlichting

Wer sich zurzeit die Tabelle der Handball-Bundesliga anschaut, dürfte sich sehr wundern. Nicht Kiel, Hamburg oder die Rhein-Neckar Löwen grüßen von oben, sondern die Füchse Berlin. Sieben Spiele, sieben Siege - die Füchse mischen die Liga auf.
Geschäftsführer Bob Hanning (42) spricht im Interview mit t-online.de über das Berliner Erfolgsrezept, wie er einen Olympiasieger holte und Dauerkarten für seine Eltern.

Herr Hanning, wird Ihnen der Lauf der Füchse Berlin langsam unheimlich?
Unheimlich wird mir nie etwas. Aber natürlich bereitet mir die momentane Situation große Freude. Wobei es kein Zufall ist, wie gut es läuft, sondern Folge einer Entwicklung. Dass wir aber Erster sind, damit konnte man nicht rechnen.

Nach dem Sieg gegen Großwallstadt am Sonntag haben Sie gesagt, der Traum geht weiter. Wie lange noch?
Wir spielen jetzt beim HSV. Da haben wir eine Siegchance von einem Prozent.

Das klingt sehr nach Understatement.
Nein, das ist eine realistische Einschätzung. Wir sind so geerdet, einzugestehen, dass wir es nicht in der Hand haben zu gewinnen. Zumal wir schon länger im Rückraum auf den verletzten Michal Kubisztal verzichten müssen und sich unser Kapitän Torsten Laen gegen Großwallstadt eine Gehirnerschütterung zugezogen hat. Er kann wahrscheinlich auch nicht spielen. In Hamburg können wir nur gewinnen, wenn der Gegner nicht seine volle Leistung bringt.

Gegen den THW Kiel und bei der SG Flensburg/Handewitt haben die Füchse bereits gewonnen. Das hatte auch niemand erwartet.
Unsere ersten vier Spiele waren Muss-Siege, wenn wir in den Europapokal wollen. Gegen Kiel wäre eine Niederlage mit sechs bis acht Toren kein Beinbruch gewesen. Dann gewinnen wir in Flensburg, da haben viele gedacht, "um Gottes Willen, was ist denn in Berlin los?". Am meisten gefreut hat mich dann aber der Sieg jetzt gegen Großwallstadt.

Das müssen Sie bitte erklären.
Die Mannschaft war Favorit, erstmals hatte sie richtig Druck. Wir liegen kurz vor Schluss mit einem hinten und drehen das Ding.

Was sagen Sie denen, die sich fragen, was ist in Berlin los ist?
Dass wir wie schon angedeutet eine kontinuierliche Entwicklung genommen haben. Wobei sie derzeit sehr rasant ist. Wir haben uns schon in der letzten Rückrunde enorm gesteigert. Außerdem sind unsere Youngster wieder ein Jahr älter geworden und wir haben bei den Zugängen drei Volltreffer gelandet. Auch charakterlich.

Sie haben unter anderem den Weltmeister und Olympiasieger Denis Spoljaric nach Berlin gelotst. Wie das?
Es hat sich rumgesprochen, dass hier seriös gearbeitet wird. Das tragen auch ehemalige Spieler nach außen. Und Berlin ist eben eine tolle Stadt, da kommt man gerne hin.

Welche Rolle spielt Trainer Dagur Sigurdsson?
Das sieht man ja schon dran, dass wir vorzeitig mit ihm bis 2013 verlängert haben. Ich muss aber dazu sagen, dass das nicht an unserem derzeitigen Tabellenstand liegt. Wir hatten schon letzte Saison Gespräche geführt. Er war früher Geschäftsführer (bei Valur Reykjavik, d. Red.), ich habe früher als Trainer gearbeitet. Dadurch können wir uns gut in die Rolle des anderen hineinversetzen. 

Die Füchse haben 14:0 Punkte. Wachsen da die Ansprüche?
Wir freuen uns, dass das Umfeld so toll mitzieht und wir darüber nachdenken dürfen, bei Heimspielen Zusatztribünen aufzubauen. Es darf auch geträumt werden. Aber wir bleiben dabei: Wir wollen in den Europacup. Es bringt doch jetzt nichts, von der Champions League zu sprechen. Wenn wir den Europapokal erreichen, wäre das eine ganz tolle Sache. Und wir machen sicher keine finanziellen Verrenkungen. Erfolg auf Pump gibt es bei uns nicht.

Sie sind 2005 nach Berlin gekommen. In der Zweiten Liga wurden 15 Dauerkarten an die Fans verkauft…
…vergessen Sie bitte nicht die beiden für meine Eltern, die im Ruhrgebiet leben.

17 Dauerkarten. Inzwischen sind es 1800. Haben Ihre Eltern auch noch welche?
Ja. Sie kommen zwar meist nur zweimal in der Saison, aber trotzdem lohnt es sich. Sonst würden sie beim nächsten Heimspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen vielleicht nicht reinkommen, weil die Partie ausverkauft ist (lacht).    

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