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Handball-WM: Deutschland hat Olympia im Blick

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Handball-WM 2011  

Deutsche Handballer haben schon Olympia im Blick

21.01.2011, 12:04 Uhr | dpa, sid, sid, dpa

Handball-WM: Deutschland hat Olympia im Blick. Die deutsche Handball-Nationalmannschaft ist in die WM-Hauptrunde eingezogen. (Foto: imago)

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft ist in die WM-Hauptrunde eingezogen. (Foto: imago)

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat sich nach dem wohl verpassten Halbfinaleinzug bei der WM in Schweden neue Ziele gesetzt. "Der siebte Platz ist im Hinblick auf die Olympia-Qualifikationsturniere sehr wichtig. Den wollen wir mindestens erreichen. Vom Halbfinale brauchen wir nicht mehr zu reden", sagte Kapitän Pascal Hens vor den drei Hauptrundenspielen. Erster Gegner ist der Olympiazweite Island, dann folgen Ungarn und Norwegen. (Experten-Blog von Weltmeister Kurt Klühspies: "Jetzt noch die kleinen Hänger rauskriegen")

"Die Gegner sind machbar. Wir können gegen jede dieser Mannschaften gewinnen. Wir müssen aber die Zahl unserer Fehler minimieren", meinte Bundestrainer Heiner Brand. Nach dem abschließenden Sieg in der Vorrunde gegen Afrikameister Tunesien (36:26) forderte Brand noch mehr Einsatz: "Wir müssen noch etwas zulegen." Hens gab sich zuversichtlich: "Nach so einem Spiel ist die Stimmung wieder besser."

Verbessertes Angriffsspiel macht Hoffnung

Gegen Tunesien war besonders das Angriffsspiel deutlich verbessert, die Aktionen wirkten selbstbewusster. Die unglückliche Niederlage gegen Spanien und das Debakel gegen Frankreich scheinen aus den Köpfen der Spieler heraus zu sein. In der Tabelle tauchen sie noch auf, die Auswahl des DHB geht mit null Punkten in die zweite Turnierphase.

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Das Wichtigste scheint aber die wiedergewonnene Freude am Handballspielen zu sein. "Wir haben unglaublichen Spaß am Spiel gezeigt. Mit diesem Lächeln können wir in die Hauptrunde gehen", fasste Linksaußen Dominik Klein das Erfolgsrezept gegen Tunesien und für die bevorstehenden Herausforderungen zusammen. Brand hat dies ebenso gesehen. "Was mir Spaß gemacht hat war, wie wir Handball gespielt haben. Es war von der Optik das beste Spiel."

Hens und Bitter sind optimistisch

Angst muss die deutsche Auswahl vor den Hauptrundengegnern aber keine haben: "Wir brauchen uns vor keinem Gegner in die Hose zu machen", sagte Hens und auch der bisher überragende Torhüter Johannes Bitter erwartet "Duelle auf Augenhöhe."

Revanche gegen Island geplant

Dabei sind besonders die Isländer, die mit 4:0 Punkten in die Hauptrunde gehen, der deutschen Auswahl noch in schlechter Erinnerung. In den beiden abschließenden WM-Vorbereitungsspielen gab es zwei Niederlagen auf der Vulkaninsel. "Island ist einer der Favoriten auf den WM-Titel. Wir wollen aber die beiden Niederlagen ausmerzen. In Island waren wir eigentlich gar nicht schlechter. Wir hatten nur Phasen, wo wir unkonzentriert waren. Die müssen wir abstellen", sagte Spielmacher Michael Kraus, der wie Hens noch auf der Suche nach seiner Bestform ist.

Glandorf glänzt bislang mit 18 Treffern

"Wenn Hens und Kraus ihre Form bringen, steigt die Qualität unseres Spiels. Tunesien war da ein guter Anfang", meinte Brand. Nach dem Spiel gegen Tunesien gönnten sich einige Spieler ein Bier zur Belohnung, dann stand die Busreise von Kristianstad in den rund 230 Kilometer entfernten Hauptrundenspielort Jönköping an. "Wir wollen die drei Spiele gewinnen. Dann sehen wir, für was es gereicht hat. Wir müssen mit Blick auf die Olympia-Qualifikationsturniere Vollgas geben", sagte Holger Glandorf, mit 18 Treffern bislang bester deutscher Schütze.

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DHB-Auswahl muss Vierter werden

Um das Spiel um Platz sieben zu erreichen, der die Teilnahme an einem Qualifikationsturnier für die Sommerspiele 2012 in London garantiert, muss die DHB-Auswahl in der Hauptrunde mindestens Vierter werden. Das wird aber keine leichte Aufgabe, da neben Deutschland nur die Norweger null Punkte auf dem Konto haben. Island (4:0), Frankreich und Spanien (beide 3:1) scheinen schon zu weit weg. Ungarn geht mit 2:2 Zählern in die zweite Turnierphase.

Lichtlein nicht mehr dabei

Nationaltorhüter Carsten Lichtlein steht derweil nicht mehr im deutschen Kader. Brand hatte dem Keeper mitgeteilt, dass er aufgrund der starken Leistungen von Bitter und Silvio Heinevetter keine Chance auf einen WM-Einsatz hat. Lichtlein reiste daraufhin zurück nach Deutschland.

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