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Heiner Brand: Bleibt er, oder bleibt er nicht?

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Heiner Brand: Bleibt er oder bleibt er nicht?

28.01.2011, 12:24 Uhr | sid, dpa, sid, dpa

Heiner Brand: Bleibt er, oder bleibt er nicht?. Auch für Trainer Heiner Brand gilt es, das WM-Debakel zu verkraften. (Foto: dpa)

Auch für Trainer Heiner Brand gilt es, das WM-Debakel zu verkraften. (Foto: dpa)

Als im Spiel um Platz elf die Schlusssirene ertönte, dürfte sich bei Handball-Bundestrainer Heiner Brand eine gewisse Erleichterung beschlichen haben: Darüber, dass die vollkommen verkorkste WM in Schweden für sein Team endlich ein Ende hatte. Selbst der 40:35-Sieg gegen Leichtgewicht Argentinien war mehr quälend als versöhnlich. Nun stellt sich die Frage, wie es weitergeht mit der Handball-Nationalmannschaft, aber besonders mit Heiner Brand selbst. Ein Krisentreffen soll nun Klarheit darüber bringen, ob er seine Arbeit fortsetzt.

Zusammen mit Verbandspräsident Ulrich Strombach und Vizepräsident Horst Bredemeier soll das schlechteste Abschneiden einer deutschen Mannschaft in der 73-jährigen WM-Geschichte analysiert werden. Trotz einiger Kritik und einer großen persönlichen Enttäuschung will der Coach seinen bis 2013 laufenden Vertrag anscheinend erfüllen.

Brand ist unumstritten

Die Rückendeckung vom Präsidium ist Brand jedenfalls sicher: Trotz der desaströsen Leistung seines Teams in Schweden ist er intern unumstritten. "Ich will nach meinen Möglichkeiten alles dafür tun, dass er Bundestrainer bleibt. Und das, wenn möglich auch über den 30. Juni 2013 hinaus", sagte DHB-Präsident Strombach. "Wir sind nach wie vor der Meinung, dass er der Beste ist, den es dafür gibt."

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Noch vor der Abreise beugte auch Bredemeier einer Trainerdiskussion vor: "Für mich hat der Bundestrainer wie in anderen Turnieren davor auch hier in Schweden gute Arbeit geleistet. Ich werde die Platzierung nicht an seiner Person festmachen. Heiner Brand ist das Gesicht des deutschen Handballs. Wir brauchen ihn."

Kein eindeutiges Bekenntnis

Heiner Brand selbst bezog bisher nicht klar Stellung. "Ich weiß schon, wo es hingeht. Beide Seiten müssen aber über gewisse Dinge reden. Nach so einem Turnier kann man nicht sagen, man geht zur Tagesordnung über", erklärte er.

Teilnahme an der EM 2012 ist Pflicht

Vieles deutet darauf hin, dass Brand seine mittlerweile 14-jährige Amtszeit fortführen wird, mit den Planungen für die kommenden Aufgaben hat er längst begonnen. Nach dem Allstar-Spiel in Leipzig Anfang Februar geht es im März mit der EM-Qualifikation gegen Island weiter. Bei der EM 2012 in Serbien muss der Weltmeister von 2007 unbedingt dabei sein, um sich noch einen Platz bei einem Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele 2012 in London zu sichern. Der Europameister von Serbien ist in London direkt dabei, zwei weitere Tickets gibt es für ein Quali-Turnier.

Es gibt keine Paradelösung

Einen personellen Umbruch wird es auch innerhalb der Mannschaft nicht geben. "Personelle Alternativen sind nicht großartig da. Daher wird ein ähnliches Team gegen Island spielen", sagte Brand, der zuletzt viel über die Gründe für den schwachen Auftritt seiner Truppe nachgedacht hat: "Ich habe mir sehr viele Gedanken gemacht, und wir haben in den letzten Tagen sehr viel diskutiert. Da kommen mehrere Dinge zusammen, da gibt es nicht die Lösung."

Probleme im Jugendbereich

Bredemeier kündigte allerdings strukturelle Veränderungen an. "Klar ist, wir müssen etwas tun, um aus diesem Dilemma rauszukommen. Erstens sollten wir unsere Talentsichtung und -förderung auf den Prüfstand stellen. Bei den 18 Bundesliga-Vereinen findet man im Rückraum keine zehn deutschen Spieler unter 25 Jahren, die auch regelmäßig spielen." Mängel in der Anschlussförderung bei den 21- bis 22-Jährigen sind auch Brand seit Jahren ein Dorn im Auge.

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