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Handball-WM: Frankreich verteidigt seinen Titel

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Frankreich wackelt, fällt aber nicht

30.01.2011, 18:22 Uhr | dpa, dpa

Handball-WM: Frankreich verteidigt seinen Titel. Nikola Karabatic war der überragende Spieler im Finale der Handball-WM. (Foto: dpa)

Nikola Karabatic war der überragende Spieler im Finale der Handball-WM. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Die schier unbezwingbaren französischen Handballer sind zu ihrem nächsten Titel gestürmt und haben Dänemarks Traum vom ersten WM-Gold zerstört. Der Olympiasieger bezwang im schwedischen Malmö in einem spannenden und hochklassigen Endspiel den ehemaligen Europameister mit 37:35 (31: 31, 15:12) nach Verlängerung und setzte sich nach 1995, 2001 und 2009 zum vierten Mal die WM-Krone auf.

Zugleich war es für Europameister Frankreich der vierte große Titel in Folge seit den Sommerspielen 2008 in Peking. Zuvor hatte der Olympiadritte Spanien dem Gastgeber Schweden den Abschluss der WM verdorben und sich die Bronzemedaille gesichert.

Duell der Top-Torjäger

Vor 12.462 Zuschauern in der nicht ganz ausverkauften Arena in Malmö war der Ex-Kieler Nikola Karabatic mit zehn Toren bester Werfer der mit drei Bundesliga-Legionären angetretenen Franzosen. Karabatic war schon vor dem Finale als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet worden (Zum Durchklicken: Das Allstar-Team der Handball-WM in der Foto-Show). Bei den Dänen, die erstmals seit 44 Jahren in einem WM-Endspiel standen, erzielte der bärenstarke Torjäger Mikkel Hansen zehn Treffer.

Dänen kämpfen sich in die Partie

Mit dem Kieler Schlussmann Thierry Omeyer, einer sicheren Abwehr und der individuellen Klasse im Angriff hatten die Franzosen das Finale zunächst sicher im Griff. Ruhig und abgeklärt spielte das Team von Trainer Claude Onesta. Bis zur 17. Minute hatten die Franzosen einen Drei-Tore-Vorsprung herausgeworfen. Doch die mit sechs Bundesliga-Spielern angetretenen Dänen hielten mit ihrem Tempo-Handball dagegen. Angetrieben vom Rückraum-Ass Hansen glichen sie in der 20. Minute aus (9:9). Die Franzosen ließen sich davon aber nicht beeindrucken und behielten die Nerven. Beim 13:9 hatten sie in der 25. Minute ihren größten Vorsprung in der ersten Halbzeit.

Spellerberg wird zur tragischen Figur

Die Dänen, die im Turnierverlauf alle ihre neun Spiele gewonnen hatten, kämpften auch nach dem Wechsel verbissen und kamen in der 49. Minute erstmals zum Ausgleich (24:24). Angetrieben von Karabatic legte Frankreich aber noch eine Schippe drauf und erarbeitete sich in der 55. Minute wieder eine Zwei-Tore-Führung (29:27). Doch lautstark angefeuert von den eigenen Fans blieben die Dänen dran. Sekunden vor Schluss rettete Bo Spellerberg seine Mannschaft in die Verlängerung. Doch nach einem Fehlpass von Spellerberg konnten die Franzosen in der zweiten Hälfte der Verlängerung die Entscheidung erzwingen.

Zum gesamten Spielplan der Handball-WM 2013

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