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Rhein-Neckar Löwen erreichen Achtelfinale der Champions League

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Gensheimer überragt bei Achtelfinal-Einzug

21.02.2011, 12:05 Uhr | dpa, dpa

Rhein-Neckar Löwen erreichen Achtelfinale der Champions League. Uwe Gensheimer (3) von den Rhein-Neckar Löwen jubelt über ein Tor. (Foto: imago)

Uwe Gensheimer (3) von den Rhein-Neckar Löwen jubelt über ein Tor. (Foto: imago)

Die Rhein-Neckar Löwen haben, ebenso wie der HSV Hamburg und die SG Flensburg-Handewitt, vorzeitig das Achtelfinale der Champions League im Handball erreicht. Gegen den Vorjahres-Finalisten FC Barcelona reichte den Löwen dazu ein 38:38 (22:17). Damit stehen die Löwen bereits zwei Spieltage vor dem Ende der Vorrunde als eine der besten vier Mannschaften der Gruppe A fest. Doch es droht ein Nachspiel: Barca kündigte an, Protest einzulegen.

In einem dramatischen und hochklassigen Spiel lagen die Löwen zeitweise schon mit acht Toren Vorsprung vorn. Die Spanier drehten die Partie aber noch einmal und hätten sie am Ende fast gewonnen. Bei ihrem letzten Treffer war die Zeit allerdings schon abgelaufen. Zunächst waren beide Teams gleichwertig. Angetrieben von 13.200 Zuschauern in der ausverkauften SAP-Arena spielten sich die Löwen phasenweise in einen Rausch und führten nach 20 Minuten mit 17:9.

Barcelona erhebt Einspruch

Barcelonas Trainer Xavi Pascual kündigte nach der Partie allerdings einen Protest gegen die Wertung an. Seine Mannschaft hatte mit ihrer letzten Aktion noch ein Tor erzielt, das die Schiedsrichter nicht anerkannten. Ihrer Auffassung nach war die Spielzeit bereits abgelaufen. "Wir werden bei der EHF Einspruch erheben, weil das für diesen großartigen Sport nicht fair war", sagte Pascual. Löwen-Trainer Gudmundur Gudmundsson sieht das nach eigenen Angaben "ganz gelassen. Die Uhr war abgelaufen, bevor der Ball drin war. Da wird nichts mehr zu machen sein", sagte er. "Das war ein tolles Handball-Spiel. Diesen Nachmittag werde ich nie vergessen."

Gensheimer mit überragender Leistung

In der zweiten Halbzeit kippte das Spiel. Die Gastgeber mussten dem hohen Tempo der ersten Hälfte Tribut zollen, während die Spanier immer stärker und konzentrierter wurden. In der 46. Minute gingen sie zum ersten Mal in Führung (31:30). In der Schlussphase waren beide Teams dem Sieg nahe. "Nimmt man den Spielverlauf, war das ein verlorener Punkt. Wenn man aber auf die Tabelle schaut, zählt der fast wie ein Sieg", sagte der 15 Mal erfolgreiche Linksaußen Uwe Gensheimer. "Bei der letzten Aktion von Barcelona habe ich nur noch die Sekunden heruntergezählt und war total erleichtert, dass das Tor nicht mehr gezählt hat." Für Barcelona traf der überragende Iker Romero (10) am häufigsten. Das Hinspiel hatte der Bundesligist 31:30 gewonnen.

HSV Hamburg verspielt gute Ausgangsposition

Auch die anderen Bundesligisten haben die nächste Runde der Champions League erreicht. Der HSV Hamburg verlor allerdings gegen den mehrfachen französischen Meister Montpellier HB mit 27:28 (11:13). Damit mussten die Hanseaten einen Rückschlag im Kampf um eine gute Ausgangsposition für das Achtelfinale hinnehmen. Den Hamburgern droht nun ein schwerer Gegner.

Der HSV fand nur schwer ins Spiel und lag nach zehn Minuten mit 1:6 zurück. Dank einer starken Leistung von Schlussmann Johannes Bitter verkürzten die Gastgeber den Rückstand bis zur Pause auf zwei Treffer. Fünf Minuten nach Wiederbeginn schaffte Torsten Jansen die erste Führung (14:13). In einem von nun an auf Augenhöhe geführten Spiel setzten sich die am Ende etwas glücklicheren Franzosen durch. Überhaupt kein Faktor war der französische Superstar Nikola Karabatic. Erst mit seinem siebten Wurf schaffte der wertvollste Spieler der abgelaufenen WM in Schweden sein erstes Tor. Am Ende erzielte er nur zwei Treffer.

Flensburg-Handewitt besiegt Spitzenteam

Großer Jubel herrschte dagegen in Flensburg. Die Schleswig-Holsteiner feierten einen überraschenden 25:23-Erfolg (11:10) gegen das spanische Topteam Ciudad Real. Trotz zahlreicher Ausfälle gingen die Norddeutschen in der ersten Hälfte mit 6:0 in Führung und führten zur Halbzeit auch dank ihres überragenden Torhüters Dan Beutler mit 11:10. "Ich bin so stolz. Wir haben so viele verletzte Spieler und trotzdem so gut in der Abwehr gespielt, das ist unglaublich", sagte der Keeper.

Auch nach dem Seitenwechsel lief der fünfmalige spanische Meister ständig einem Rückstand hinterher und konnte mit dem Tempospiel der Gastgeber nicht mithalten. Zwischenzeitlich führte die SG mit fünf Toren (20:15). Auch ohne den am Knie verletzten Viktor Szilagyi und die weiteren Ausfälle Michael Knudsen, Thomas Mogensen und Oscar Carlén konnte die SG bis zum Schluss die Führung halten. Bester Werfer der SG war Anders Eggert mit neun Treffern.

Großwallstadt schafft sich gute Ausgangsposition

Währenddessen hat der TV Großwallstadt im Achtelfinal-Hinspiel des EHF-Pokals bei Bjerringbro-Silkeborg A/S ein Unentschieden erkämpft. Das 22:22 (11:12) ist für die Großwallstädter eine gute Basis für das Rückspiel.

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