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DHC Rheinland vor Absturz in die Drittklassigkeit

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Handball-Bundesliga - DHC Rheinland  

In Dormagen gehen die Lichter aus

02.04.2011, 11:03 Uhr | dpa, sid

DHC Rheinland vor Absturz in die Drittklassigkeit. Rheinlands Trainer Kai Wandschneider macht sich reichlich Sorgen um Team und Verein. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Rheinlands Trainer Kai Wandschneider macht sich reichlich Sorgen um Team und Verein. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Von der ersten in die dritte Liga: Handball-Bundesligist DHC Rheinland droht nach dem Zwangsabstieg aus der Erst- der direkte Absturz in in die Drittklassigkeit. Wie Dirk Andres als vorläufiger Insolvenzverwalter der Dormagener mitteilte, wird die HBL-Lizenzierungskommission dem Klub die Spielberechtigung für die 2. Liga "aller Voraussicht nach nicht erteilen". "Wir können diese Entscheidung absolut nicht nachvollziehen und werden rechtliche Schritte einleiten", kommentierte Jurist Andres. "Unseres Erachtens decken die Lizenzierungsbedingungen eine derartige Entscheidung nicht."

Das Tabellenschlusslicht der Bundesliga könne nach seiner Auffassung durch den vorbereiteten Insolvenzplan die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sicherstellen und den Spielbetrieb aufrecht erhalten. Das Amtsgericht Düsseldorf eröffnete das Insolvenzverfahren über das Vermögen der DHC Rheinland GmbH und Co. KG.

Sponsoren ziehen sich zurück

Die Mitteilung des vorläufigen Insolvenzverwalters sorgte bei der Handball-Bundesliga (HBL) jedoch für Verwunderung. "Da wird etwas vorweggenommen, was noch gar nicht beschlossen ist", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann. "Einige Sponsorenzusagen wurden unmittelbar nach Bekanntwerden der HBL-Auffassung bereits wieder zurückgezogen", meinte Andres.

Überleben bis zum Saisonende

Ohne ein positives Signal der Lizenzierungskommission kann der Spielbetrieb des Klubs nach Meinung von Andres voraussichtlich nur bis Ende April sichergestellt werden. Fans und Sponsoren hatten zuletzt zusätzliche 200.000 Euro in Aussicht gestellt, um den Spielbetrieb bis zum Saisonende zu sichern.

Die Rheinländer hatten am 8. Februar 2011 beim zuständigen Amtsgericht in Düsseldorf Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Ausschlaggebend für die wirtschaftliche Misere war die Pleite des Hallen-Namensgebers. Dadurch fehlten dem DHC Rheinland geschätzte 350.000 Euro.

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