04.04.2011, 20:05 Uhr | sid
Filip Jicha setzt sich gegen die Abwehr des FC Barcelona durch. (Foto: imago)
Vorgezogenes Finale in der Handball-Champions-League. Bereits im Viertelfinale kommt es zum Handball-Klassiker und der Neuauflage des letztjährigen Endspiels. Der Titelverteidiger THW Kiel trifft auf den FC Barcelona. Im EHF-Pokal kommt es zu einem deutsch-deutschen Duell. Der VfL Gummersbach tritt im Europacup der Pokalsieger gegen ein mazedonisches Team an.
Damit wird sich nur einer der beiden Titelfavoriten für das Final-Four-Endturnier am 28. und 29. Mai in Köln qualifizieren. Im Vorjahres-Finale hatte sich der deutsche Rekordmeister, der zuerst in Barcelona antreten muss, in einem packenden Finale mit 36:34 durchgesetzt.
"Wir wollen unseren Titel verteidigen, also müssen wir uns auch gegen Barcelona durchsetzen - und einfache Gegner gibt es im Champions-League-Viertelfinale sowieso nicht mehr", sagte Kiels Geschäftsführer Uli Derad. Beide Mannschaften waren bereits in der Gruppenphase aufeinander getroffen. In Kiel schaffte der THW ein Remis, unterlag dann aber in Barcelona. "Schade, dass wir gegeneinander spielen. Beide Klubs hätten die Teilnahme am Final Four verdient gehabt", sagte Barcelonas Manager Xavier O'Callaghan.
Ebenfalls einen dicken Brocken erwischte die SG Flensburg-Handewitt, die gegen den spanischen Meister Ciudad Real antreten muss, der die Champions League bereits dreimal gewonnen hat.
Auch Flensburg spielte bereits in der Gruppenphase gegen den Viertelfinal-Gegner und verzeichnete einen Sieg und eine Niederlage. "Wir haben in Flensburg gut gespielt. Mannschaft und Trainer geben alles dafür, uns erstmals für das Final Four zu qualifizieren", sagte SG-Geschäftsführer Holger Kaiser.
Der HSV Hamburg hat die vermeintlich einfachste Aufgabe des Bundesliga-Quartetts erwischt und spielt gegen den russischen Meister Tschechowski Medwedi. Auch der HSV hat Respekt vor dem Gegner. "Das wird nicht einfach. Wir kennen die Russen, das waren immer harte Spiele", sagte Geschäftsführer Christoph Wendt.
Machbar dürfte die Aufgabe für die Rhein Neckar Löwen werden, die gegen Montpellier mit dem früheren Kieler Welthandballer Nikola Karabatic spielen. Thorsten Storm, der Manager der Rhein Neckar Löwen, freut sich auf "zwei tolle Spiele gegen eine der besten Mannschaften der Welt. Montpellier ist ein Spitzenteam. Zumindest gibt es kein Bundesliga-internes Duell."
Pokalverteidiger TBV Lemgo und der TV Großwallstadt bestreiten im Halbfinale um den EHF-Pokal das erwartete Duell zweier Handball-Bundesligisten. Im anderen Halbfinale spielt Frisch Auf Göppingen gegen Naturhouse La Rioja aus Spanien um den Einzug ins Endspiel. Das ergab die Auslosung am Dienstag in Wien. Lemgo und Göppingen haben zunächst ebenso Heimrecht wie der VfL Gummersbach im Europacup der Pokalsieger. Der Vorjahressieger trifft im Halbfinale auf Vardar Skopje aus Mazedonien. Den zweiten Finalisten spielen Amaya Sport San Antonio (Spanien) und Tremblay en France aus. Spieltermine sind am 23./24. April sowie am 30. April und 1. Mai.
Quelle: sid
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