02.05.2011, 18:36 Uhr | dpa
Der HSV Hamburg will ins Finale der Handball-Champions-League. (Foto: imago)
Die Handball-Bundesliga kann auf ein deutsches Champions-League-Finale beim "Final4" Ende Mai in Köln hoffen. Den Rhein-Neckar Löwen und dem HSV Hamburg bleibt das befürchtete Bundesliga-Duell im Halbfinale am 28. Mai erspart. Hamburg trifft in der Vorschlussrunde zum fünften Mal in vier Jahren auf Spaniens Meister Ciudad Real, die Löwen müssen sich mit Vorjahresfinalist FC Barcelona auseinandersetzen.
Daneben wurden die Final-Paarungen in den übrigen Europapokal-Wettbewerben gezogen: Im deutschen EHF-Pokal-Finale hat Frisch Auf Göppingen Mitte Mai zunächst Heimrecht gegen den TV Großwallstadt. Das Rückspiel findet in Aschaffenburg statt. Das Rückspiel zu Hause bestreitet auch Titelverteidiger VfL Gummersbach im Europapokal der Pokalsieger. Im Hinspiel gastieren die Oberbergischen beim französischen Vertreter Tremblay HB. Somit könnte die Bundesliga wie schon 2007 und 2010 alle drei Europapokalsieger stellen.
Die deutschen Vertreter zeigten sich zufrieden mit der Auslosung. "Ciudad Real war unser Wunschgegner, wir haben noch einige Rechnungen offen, und die wollen wir begleichen", sagte HSV-Präsident Andreas Rudolph. Die Hamburger waren 2008 und 2009 jeweils im Halbfinale der Königsklasse und im Vorjahr im Viertelfinale an den Spaniern gescheitert. "Ich denke, die Chancen stehen 50:50, weil es nur ein Spiel ist", sagte Trainer Martin Schwalb.
Im zweiten deutsch-spanischen Duell sieht Löwen-Manager Thorsten Storm den Gegner aus Barcelona als Favoriten, vor allem wegen der Art und Weise, wie sie Titelverteidiger THW Kiel aus dem Rennen geworfen haben. "Wir mussten uns erst für die Champions League qualifizieren und sind daher die große Überraschung beim Endturnier", sagte Storm. In der Gruppenphase hatten die Badener in Barcelona gewonnen und zu Hause unentschieden gespielt. "Es ist gut, dass nicht die Spanier und die Deutschen schon in den Halbfinals aufeinandertreffen. So ist die Brisanz größer", meinte Barcelonas Manager Xavier O'Callaghan.
Quelle: dpa
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