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Heiner Brand tritt nach der EM-Qualifikation zurück

18.05.2011, 15:54 Uhr | sid

Heiner Brand tritt nach der EM-Qualifikation zurück. Kritische Worte: Heiner Brand hat sich bei seiner Rücktrittserklärung über die Bundesligisten beschwert. (Foto: dpa)

Kritische Worte: Heiner Brand hat sich bei seiner Rücktrittserklärung über die Bundesligisten beschwert. (Foto: dpa)

Die Ära Heiner Brand ist zu Ende. Amtsmüde und zermürbt vom ständigen Kampf mit der Liga wird der 58-Jährige als Bundestrainer nach Abschluss der EM-Qualifikation im Juni zurücktreten. Dem Deutschen Handball-Bund (DHB) wird er aber erhalten bleiben. Brand wechselt in die Verbandszentrale und wird als Manager das "Gesicht des Handballs" bleiben. (Zum Durchklicken: Die Karriere von Heiner Brand)

Der Weltmeister von 1978 soll sich unter anderem darum bemühen, dass der Nachwuchs schneller und besser an internationales Topniveau geführt wird. Zudem soll sich Brand auch um Sponsorenbetreuung kümmern. "Wichtig ist mir, dass es nicht meine Aufgabe oder mein Wille ist, in die Belange des neuen Bundestrainers hereinzureden", sagte der scheidende Coach und rechnete überdies mit den Bundesliga-Klubs ab.

Jahrelange Störfeuer der Bundesliga-Klubs

"Man hat mir meine Aufgabe systematisch verleidet", sagte Brand. Er begründete seinen Entschluss mit den jahrelangen Störfeuern der Klubs. "Die über 14 Jahre dauernde mangelnde Unterstützung der Bundesliga hat bei mir Narben hinterlassen. Sie hat mir ein wenig die Freude an der Arbeit genommen", sagte der Gummersbacher.

Zermürbt von den Kontroversen um Quotenregelung und Jugend-Förderung nimmt Brand also wie erwartet Ende Juni seinen Hut. Der 58-Jährige, der einen Vertrag bis 2015 mit Option auf Verlängerung erhält, will sich konzeptionell und basisbezogen im Leistungsbereich einsetzen. Seinem Nachfolger will Brand, der ursprünglich noch einen Trainer-Vertrag bis 2013 hatte, ein bestelltes Feld hinterlassen. In den beiden Qualifikationsspielen am 8. Juni in Innsbruck gegen Österreich und vier Tage später in Trier gegen Lettland soll das Ticket für die EM 2012 in Serbien gelöst werden.

Heuberger einer der Nachfolge-Kandidaten

Der bisherige Co-Trainer Martin Heuberger soll der Topkandidat für den Chefposten sein, aber auch Velimir Petkovic (FA Göppingen), Dagur Sigurdsson (Füchse Berlin) und Staffan Olsson (Nationalmannschaft Schweden) haben anscheinend gute Karten. "Es wird noch weitere Gespräche geben. Die Entscheidung über einen Nachfolger wird im Juni getroffen", sagte DHB-Präsident Ulrich Strombach.

Brand wirkte bei der Diskussion über eine Herzensangelegenheit derweil sehr emotional: "In anderen Nationen wird jungen Spielern gesagt, dass sie stolz sein müssen, in der Nationalmannschaft zu spielen. Bei uns wird ihnen gesagt, dass sie aufpassen sollen, dass sie sich bei der Nationalmannschaft nicht verletzen", sagte der 58-Jährige, der bereits im Vorfeld der WM im Januar in Schweden große Frustration verspürt hatte. Den Rest gaben ihm die heftigen Kritiken nach dem elften Platz in Skandinavien.

Probleme mit den Branchenführern

"Es waren die Kommentare und die Einmischung einiger Besserwisser, die meinen Entschluss haben reifen lassen. Ich bin kritikfähig, aber es kommt schon darauf an, wer sie äußert - und wie", sagte der Noch-Bundestrainer. Auch die ständigen Diskussionen mit der Bundesliga und den Klubs über die vermeintlich zu geringen Einsatzzeiten deutscher Spieler in den Teams setzten Brand merklich zu. Er habe mit einem "bestimmten Kreis" an Vereinen und Entscheidern Probleme gehabt: "Mit Vertretern aus Kiel, Mannheim, Hamburg, Flensburg." Den Branchenführern eben.

Brand unterstellte den Klubs Egoismus und sprach ihnen jegliche Kompromissbereitschaft ab: "Mir drehte es ständig den Magen um, wenn ich nur die Zeitung aufschlug und lesen musste, was gewisse Vereinsvertreter nun schon wieder einfordern - aus reinem Eigeninteresse. Aber das Leben besteht nun mal aus Kompromissen."

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