29.07.2011, 17:57 Uhr | sid
Anno 2008 noch gefeierte Macher des THW Kiel, seit Monaten unter Bestechungsverdacht: Manager Uwe Schwenker (li.) und Trainer Zvonimir Serdarusic. (Foto: imago) (Quelle: imago)
Der deutsche Handball-Rekordmeister THW Kiel muss sich parallel zur Vorbereitung auf die neue Saison weiterhin mit dem Vorwurf befassen, nur durch Bestechung 2007 die Champions League gewonnen zu haben. Das Landgericht Hamburg verschickte seine Vorladungen im Prozess gegen den früheren Manager Uwe Schwenker und den ehemaligen Trainer Zvonimir Serdarusic. In den Zeugenstand muss nach einer Meldung von "Spiegel Online" auch der kroatische Geschäftsmann Nenad Volarevic. Er soll den Schiedsrichtern vor dem Endspiel vor vier Jahren Bestechungsgeld übergeben haben.
Das Landgericht wird auch die beiden möglicherweise bestochenen Schiedsrichter des Rückspiels vorladen. Miroslaw Baum und Marek Goralczyk aus Polen, die die zweite Partie zwischen dem siegreichen THW und der SG Flensburg-Handewitt leiteten, müssen Ende Oktober in den Zeugenstand. Das war zunächst nicht vorgesehen gewesen. Nach der Erkrankung des Richters, der die Verhandlung ursprünglich leiten sollte, hat der neue Richter die Zeugenliste erweitert.
Schwenker und Serdarusic wird vorgeworfen, den Finalsieg durch die Bestechung der Schiedsrichter mit knapp 60.000 Euro gekauft zu haben. Nach dem 28:28 im Hinspiel in Flensburg gewann der THW das Rückspiel zu Hause mit 29:27. Schwenker und Serdarusic müssen sich wegen des Verdachts der Untreue und der Beihilfe zur Untreue verantworten, außerdem wegen Bestechung im geschäftlichen Verkehr. Alle Beteiligten bestreiten die Vorwürfe. Der Prozess vor dem Landgericht Kiel beginnt am 21. September.
Quelle: sid
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