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Handball-Bundesliga: Maulkorb treibt kuriose Blüten

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Maulkorb für Handballer treibt kuriose Blüten

06.09.2011, 09:37 Uhr | t-online.de

Handball-Bundesliga: Maulkorb treibt kuriose Blüten. Erst Tadel, dann Lob: Lübbecke-Coach Baur im Spiel beim HSV Hamburg. (Quelle: imago)

Erst Tadel, dann Lob: Lübbecke-Coach Baur im Spiel beim HSV Hamburg. (Quelle: imago)

Ein zu loses Mundwerk kommt Spielern und Trainern der Handball-Bundesliga seit Saisonbeginn teuer zu stehen. Die HBL-Bosse haben ihnen verboten, sich für 48 Stunden nach Spielende negativ über die Schiedsrichter zu äußern. Mit anderen Worten: Die Handballer haben einen Maulkorb verpasst bekommen.

In den HBL-Durchführungsbestimmungen heißt es: "Spielern, Offiziellen sowie Mitarbeitern oder Mandatsträgern des Vereins (...) ist es untersagt, innerhalb von 48 Stunden nach Spielschluss sich über Schiedsrichter (...) zu äußern." Bis zu 5000 Euro kann das kosten. Das Absurde an dem Paragraph: Loben ist ausdrücklich erlaubt. "Die Schiedsrichter haben die Kritik nicht verdient. Es ist aber erlaubt, sie zu loben", zitiert "Bild.de" Liga-Geschäftsführer Frank Bohmann.

Baur mit Wut im Bauch: "Jeder Pfiff war richtig"

So kam es nach "Bild"-Recherchen am ersten Spieltag zu kuriosen Szenen - beispielsweise nach der Partie zwischen dem HSV Hamburg und TuS N-Lübbecke. Die Gäste lagen auf Siegkurs, verloren aber noch mit 22:28. Während des Spiels regte sich TuS-Trainer Markus Baur lautstark über die Schiedsrichter-Leistung auf. Nach der Partie war er dann aber offiziell voll des Lobes. "Jeder Pfiff war richtig. Eine sehr gute Leistung.“

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Hildesheim-Boss: "Ich kann nichts sagen"

Oder in Wetzlar: Aufsteiger Hildesheim führt bei der HSG 26:24, die Hessen drehen das Spiel aber noch - unterstützt von einigen zweifelhaften Entscheidungen der Referees. Hildesheim-Boss Gerald Oberbeck war stinksauer, meinte aber nur: "Ich kann erst am Montag um 20.30 Uhr was sagen, dann sind die 48 Stunden rum."

Schiedsrichter-Sprecher: "Regel nicht falsch deuten"

Es läuft also noch nicht rund mit der neuen Regel, die so neu gar nicht ist. Im Basketball wurde sie vor Jahren eingeführt, ohne dass es viel Aufregung darum gab. Die HBL-Schiedsrichter freuen sich jedenfalls über den Schutz, bitten aber auch darum, die neue Regel nicht falsch zu deuten. "Wir wollen weiterhin den Gedankenaustausch mit den Trainern, das ist wichtig", sagte ihr Sprecher Lars Geipel zu "sport.zdf.de". Davon sind beide Seiten aber offenbar noch weit entfernt.

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