Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Handball >

Zeuge belastet Schwenker und Serdarusic schwer

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Nielsen belastet THW-Verantwortliche vor Gericht

28.09.2011, 16:43 Uhr | dpa

Zeuge belastet Schwenker und Serdarusic schwer. Zvonimir Serdarusic und Uwe Schwenker, 2005 für Kiel im Einsatz, werden schwer belastet. (Quelle: imago)

Zvonimir Serdarusic und Uwe Schwenker, 2005 für Kiel im Einsatz, werden schwer belastet. (Quelle: imago)

Zeuge Jesper Nielsen hat im Kieler Handballprozess um angebliche Schiedsrichterbestechung die früheren THW-Verantwortlichen Uwe Schwenker und Zvonimir Serdarusic schwer belastet. Der 42 Jahre alte Däne, Aufsichtsratschef beim Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen, will erstmals am 1. Februar durch Löwen-Geschäftsführer Thorsten Storm von dem angeblich gekauften Champions-League-Finale 2007 gegen die SG Flensburg-Handewitt gehört haben.

"Die haben die Schiedsrichter bestochen. Das war hauptsächlich das Werk von Herrn Schwenker", habe Storm ihm berichtet, sagte der Däne vor der Wirtschaftsstrafkammer des Kieler Landgerichts. Beide früheren THW-Größen sind wegen Bestechung im geschäftlichen Verkehr angeklagt, bestreiten allerdings alle Vorwürfe.

Schwenker: "Trainer hat mich gezwungen"

Nielsen bekannte, völlig schockiert gewesen zu sein. Er habe den THW-Manager daraufhin zur Rede gestellt. Schwenker soll die Bestechung zugegeben, jedoch auf den damaligen THW-Coach Serdarusic geschoben haben. "Er hat gesagt: Das war alles das Werk von Noka. Das ist über die Kontakte von Noka gemacht worden, über den Balkan", berichtete Nielsen. Schwenker habe beteuert: "Ich wollte das nie machen. Aber mein Trainer hat mich fast gezwungen", behauptete der Däne in seiner mehrstündigen Vernehmung weiter.

Zehn Tage später habe er, so Nielsen weiter, ein Gespräch mit Serdarusic geführt, der zur neuen Saison schon als Coach der Rhein-Neckar Löwen verpflichtet worden war. Dabei habe wiederum Serdarusic dem THW-Manager sämtliche Verantwortung in die Schuhe geschoben. "Das System war hauptsächlich das Werk von Herrn Schwenker", zitierte Nielsen Serdarusic. Nach dessen Worten habe sich Schwenker mit dem Gewinn der Champions League um jeden Preis unsterblich machen wollen. Nielsen trennte sich wenig später von Serdarusic als Löwen-Trainer: "Mir war klar, dass ich die Leine ziehen muss." Offiziell erfolgte die Vertragsauflösung aus gesundheitlichen Gründen, sagte Nielsen.

Die Vernehmung des Dänen dauert an und soll am Freitag fortgesetzt werden. Insgesamt sind 21 Verhandlungstage angesetzt.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Therapie mit langer Nadel nichts für schwache Nerven

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal