Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Handball >

Handball: Drittes Spiel - dritte Pleite für Martin Heuberger

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Deutschland beendet Supercup sieglos

07.11.2011, 11:01 Uhr | dpa, sid

Handball: Drittes Spiel - dritte Pleite für Martin Heuberger. Deutschlands Martin Strobel (Mitte) hat es gegen die Spanier Christian Ugalde (li.) und Gedeon Guardiola schwer. (Quelle: dpa)

Deutschlands Martin Strobel (Mitte) hat es gegen die Spanier Christian Ugalde (li.) und Gedeon Guardiola schwer. (Quelle: dpa)

Aufbruchsstimmung ja, kurzfristige Erfolge nein: Beim Debüt des neuen Bundestrainers Martin Heuberger blieben die deutschen Handballer auf dem Parkett den Beweis für einen frischen Wind im Team weitgehend schuldig. Stattdessen gab es zum Ende eines von mehr Tiefen als Höhen geprägten Spieljahres auch beim hochkarätig besetzten Vier-Nationen-Turnier wieder kein Aha-Erlebnis. Denn bereits vor dem abschließenden 23:27 (9:11) im westfälischen Halle gegen den Turniersieger Spanien stand fest: Nach Niederlagen gegen Dänemark (26:29) und Schweden (22:25) belegt die deutsche Mannschaft als Titelverteidiger nur den letzten Platz.

"Das wäre jetzt nicht glaubwürdig, wenn ich nach zwei Niederlagen sagen würde, ich habe unheimliche Verbesserungen gesehen", sagte der langjährige Bundestrainer Heiner Brand nach den ersten beiden Partien, lobte jedoch die neu probierte offensive 5:1-Deckung. "Man wird in der kurzen Zeit nicht so viel verändern können. Man kann nur versuchen, ein paar Ideen reinzubringen. Entscheidend ist aber, wie die Mannschaft die Ideen umsetzt", meinte der Sportmanager des Deutschen Handballbundes (DHB).

Heinevetter hält Deutschland im Spiel

Vor 7100 Zuschauern im nicht ausverkauften Gerry-Weber-Stadion war es lediglich dem Berliner Torhüter Silvio Heinevetter zu verdanken, dass Deutschland gegen Spanien bis zur Pause im Spiel blieb (9:11). In einer hektischen zweiten Halbzeit spielte Spanien abgezockter, ließ sich auch durch die zwischenzeitliche deutsche 21:20-Führung (52.) nicht aus dem Konzept bringen und gewann am Ende verdient. Erfolgreichster Schütze im deutschen Team war Markus Riechwien mit sechs Treffern.

Mit drei der vier Halbfinalisten von der vergangenen WM waren die Gegner beim Supercup prominent. Doch weil sowohl die Skandinavier als auch die Spanier mit teils unbekannten und jungen Spielern antraten, waren sie keineswegs übermächtig. "Ich sehe uns nicht weit weg", konstatierte Heuberger, der am 1. Juli das Amt von Brand übernommen hatte.

Schweden-Spiel wurmt Bundestrainer

Doch nur in Ansätzen zeigte die deutsche Mannschaft, dass sie zu mehr in der Lage ist, als der letzte Platz aussagt. Sowohl gegen Dänemark als auch Schweden erspielte sich der WM-Elfte einen Fünf-Tore-Vorsprung. Doch statt mit breiter Brust den Vorteil zu halten, verfiel das Team in alte Fehler: Der Schlendrian setzte ein. Vor allem die verspielte 16:11-Führung gegen den WM-Vierten Schweden wurmte den Bundestrainer. "Da muss ich taktische Cleverness bewahren", forderte Heuberger.

Kapitän Pascal Hens schlug in die gleiche Kerbe. "Wir haben uns dazu verleiten lassen, dass wir zu früh die Entscheidung suchen. Eben weil es auch so gut lief. Das müssen wir noch abgekochter spielen. Am Ende konnten wir den Hebel nicht mehr umlegen", gestand er.

Heuberger will "mündige Spieler"

Heuberger steht nun vor einer komplizierten Aufgabe. Denn beim Supercup waren kaum Fortschritte zu erkennen. "Ich bin noch auf Ursachenforschung, denn die Probleme hatten wir in der Vergangenheit auch schon", sagte der Bundestrainer. Und die Zeit drängt. Bis zur EM, wo es um die letzte Olympia-Chance geht, bleiben ihm nach dem Supercup ein Kurzlehrgang im Dezember, ein Trainingslager im Januar und zwei Länderspiele gegen Ungarn.

Als einen Lösungsweg sieht der Bundestrainer, seine Spieler mehr in die Eigenverantwortung zu nehmen. "Ich will von der Mannschaft hören, was geht. Sie steht auf dem Feld, nicht ich. Ich möchte, dass sie als mündige Spieler dastehen", sagte Heuberger. Er wünscht, dass die Profis selbst die Ideen entwickeln, die sie auf dem Parkett umsetzen sollen. Und darin setzt er sein ganzes Vertrauen. "Die Jungs haben Potenzial. Ich bin mir sicher, dass wir eine gute Mannschaft zur EM schicken", erklärte der Bundestrainer.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Arbeiter entdecken wahres Ungetüm

Die 400 Kilogramm schwere Anakonda konnte nur tot geborgen werden. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Stärken Sie Ihr Immunsystem für die kalte Jahreszeit

Vitamine und Mineralien zu reduzierten Preisen. Jetzt bestellen und sparen! zu DocMorris

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal