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Handball-EM: Hauptrunde ist Heubergers große Chance

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Heuberger verschafft sich Anerkennung

21.01.2012, 13:08 Uhr | t-online.de, dapd

Handball-EM: Hauptrunde ist Heubergers große Chance. Martin Heuberger scheut auch unpopuläre Maßnahmen nicht.  (Quelle: imago)

Martin Heuberger scheut auch unpopuläre Maßnahmen nicht. (Quelle: imago)

Die Hauptrunde ist seine ganz persönliche Chance: Bundestrainer Martin Heuberger kann bei der Handball-EM in Serbien einen großen Schritt heraus aus dem langen Schatten seines Vorgängers Heiner Brand machen. Sollte Deutschland heute gegen den Gastgeber (ab 20.00 Uhr im t-online.de Live-Ticker) das erste Spiel in der Hauptrunde gewinnen, wäre nicht nur der Einzug ins EM-Halbfinale bereits zum Greifen nah. Auch die Teilnahme an Olympia 2012 würde wieder näher rücken. Es wäre auch der ganz persönliche Sieg für den lange profillosen Heuberger.

Und all das nach dem katastrophalen Start in das EM-Turnier. Immerhin hatte sich die Handball-Nationalmannschaft im ersten Vorrundenspiel gegen Tschechien bis auf die Knochen blamiert. Doch der Zittersieg über Mazedonien und vor allem das Spiel gegen Schweden haben das Blatt gewendet. Auf einmal hat Deutschland mit 4:0-Punkten die beste Ausgangslage in der Hauptrunde. Auf einmal sprüht die zuvor mehr oder minder erfolglos dahinsiechende Nationalmannschaft nur so vor Selbstvertrauen. Und auf einmal gilt Heuberger als Vater des Erfolges.

Lob vom Team für den "akribischen Arbeiter"

Der DVD-Player des Bundestrainers surrt ununterbrochen. Spielzüge, Abwehrvarianten, taktische Feinheiten. Bei der Analyse des nächsten Gegners bastelt Heuberger an der Taktik, am eigenen Personalpuzzle, sucht ständig nach Lösungen und schreckt selbst vor unpopulären Entscheidungen nicht zurück. Der 47-Jährige ist urplötzlich zum großen Gewinner der EM emporgestiegen. Nur die Wenigsten hatten Heuberger dies wohl zugetraut.

"Martin ist einfach ein akribischer Arbeiter und sehr kommunikativ. Vor den Spielen findet er immer die richtigen Worte und weiß, bei wem er welchen Knopf drücken muss", lobt Spielmacher Michael Haaß seinen Chef, der flache Hierarchien pflegt und doch großen Respekt genießt. Heuberger versteht sich dabei als Teamplayer. "Ich spreche alles mit der Mannschaft durch. Dann entwickeln wir gemeinsam die Dinge, die wir umsetzen wollen. Die Jungs müssen sich mit den Vorgaben ja auch wohlfühlen", erklärt der Bundestrainer.

Roggisch: "Trainerwechsel war auch ein Neuanfang"

Jahrelang stand Heiner Brand für den deutschen Handball. Brand war Weltmeister als Spieler (1978) und als Trainer (2007). Sein opulenter Schnauzer machte ihn zur Ikone. In Serbien aber sitzt er auf der Tribüne und hält sich in seiner neuen Rolle als Manager des Deutschen Handball-Bundes (DHB) zurück. Heuberger und seiner Mannschaft gehört die Bühne. Und das Team feiert mit Willen, Selbstvertrauen und Leidenschaft starke Auftritte. "Der Trainerwechsel im vergangenen Sommer war auch ein Neuanfang", sagt Abwehrchef Oliver Roggisch.

Dabei fand Heuberger bei seinem Dienstantritt nur wenig Neues vor. Das Personal war größtenteils das alte, die Problematik um geringe Einsatzzeiten deutscher Talente in der Bundesliga auch. Entsprechend trostlos war der Start in seine Amtszeit. Beim Supercup im vergangenen November ging fast alles schief. Auch in den Testspielen gegen Ungarn kurz vor der EM lief wenig zusammen. Als dann auch noch der Turnier-Auftakt gegen Tschechien verloren ging, hatte Heuberger eine Bilanz von einem Sieg und sechs Niederlagen vorzuweisen.

Heuberger: "Ich habe meinen Weg"

Die Kritiker kritisierten, die Spötter spotteten - und Heuberger blieb seiner Linie treu. "Ich habe meinen Weg, und den habe ich von Anfang an beschritten." Schließlich hat er schon die deutschen Junioren zu je zwei WM- und EM-Titeln geführt. Er hat einen Plan. Im bisherigen Turnierverlauf musste Stammkeeper Silvio Heinevetter beim Erfolg gegen Mazedonien fast über 60 Minuten auf die Bank, um zwei Tage später den Sieg gegen Schweden zu retten. Gegen die Skandinavier bekam Uwe Gensheimer seine Chance von Beginn an und warf auf Anhieb neun Tore. Und dann ist da noch die Sache mit Pascal Hens.

Der Kapitän ringt um seine Form und spielt bei der EM bisher kaum eine Rolle. Stattdessen kam Lars Kaufmann zum Zug. Der Flensburger passte besser in das Konzept des Trainers. Mutige Maßnahmen, erfolgreiche Maßnahmen. Oder einfach: Heubergers Händchen. Zumal der Coach es hinbekommt, dass von keiner Seite auch nur der Hauch eines Murrens zu vernehmen ist. "Unsere Stärke ist die mannschaftliche Geschlossenheit", predigt der ehemalige Brand-Assistent, der er nicht mehr sein will. Und sollte er es ins Halbfinale und und in letzter Konsequenz zu Olympia schaffen, wird er es auch nicht mehr sein.

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