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Handball-EM 2012: Torhüter Heinevetter attackiert DHB-Präsident Strombach

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Heinevetter: "Ahnung vom Handball hat der nicht..."

27.01.2012, 10:59 Uhr | sid, dpa

Handball-EM 2012: Torhüter Heinevetter attackiert DHB-Präsident Strombach. Angefressen: Silvio Heinevetter rechnet nach dem EM-Debakel mit dem DHB-Präsidenten ab.

Angefressen: Silvio Heinevetter rechnet nach dem EM-Debakel mit dem DHB-Präsidenten ab.

Nach dem Olympia-Aus der deutschen Handballer fliegen die Fetzen: Vor dem Abflug aus Belgrad griff Torhüter Silvio Heinevetter den DHB-Präsidenten Ulrich Strombach, verbal an. "Ahnung vom Handball hat der nicht, wenn wir ganz ehrlich sind", sagte Heinevetter.

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"Wenn man nicht ein einziges Hallo zur Mannschaft sagt und in den Medien erzählt, wir kommen ins Halbfinale, dann muss man sich überlegen, ob man nicht zu Hause bleibt als Präsident", polterte der Keeper.

Zu weit aus dem Fenster gelehnt?

Strombach reagierte mit Unverständnis. "Ich glaube nicht, dass ein Silvio Heinevetter beurteilen kann, ob ich Ahnung vom Handball habe", sagte der DHB-Boss der Tageszeitung "Die Welt": "Ich bin jetzt schon seit 15 Jahren dabei, und in dieser Zeit hat sich nie jemand über mein Verhalten zur Mannschaft beschwert."

Strombach hatte sich nach dem Erreichen der EM-Hauptrunde öffentlich weit aus dem Fenster gelehnt. "Wenn wir das Halbfinale erreichen, ist alles möglich. Auch der Titel", sagte er bei einem Besuch am vergangenen Sonntag im deutschen Lager.

DOSB-Boss Bach: Entwicklung hat sich abgezeichnet

Statt der Olympia-Qualifikation steht für die Mannschaft von Trainer Martin Heuberger nun das undankbare Spiel um Platz sieben an. Auch bei den Verantwortlichen herrschte Fassungslosigkeit. "Das tut natürlich weh, ganz bestimmt auch den Spielern, denn für jeden Sportler ist die Teilnahme an Olympischen Spielen das höchste Ziel", sagte DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier.

Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Thomas Bach, forderte einen entschlossenen Neubeginn: "Das Ergebnis ist enttäuschend, kommt aber nicht vollkommen überraschend. Die Entwicklung hat sich in den vergangenen Monaten abgezeichnet. Jetzt bietet sich die Chance zum entschlossenen Neubeginn mit dem Ziel Rio 2016."

Brand stärkt Heuberger den Rücken

Trainer-Legende Heiner Brand versuchte unterdessen zu beschwichtigen. "Natürlich ist das nicht gut für unsere Sportart. Aber man darf jetzt nicht den Fehler machen, die Konsequenzen zu überzeichnen", sagte der Ex-Bundestrainer. Auch die Fußball-Frauen und die Basketballer mit Superstar Dirk Nowitzki würden nicht nach London fahren. "Aber auch dort geht es weiter."

Von einem radikalen Umbruch im Team hält Brand nichts. "Das hört sich immer so schön an, aber man muss auch die Möglichkeiten sehen. Zu den aktuellen Nationalspielern gibt es kaum Alternativen." Seinen Nachfolger nahm er aus der Schusslinie. "Martin hat seine Aufgabe bei diesem Turnier sehr gut gemacht und zu 100 Prozent erfüllt. Er steht zum jetzigen Zeitpunkt nicht zur Diskussion."

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