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Rost statt Glanz: HSV vor ungewisser Zukunft

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Rost statt Glanz: HSV vor ungewisser Zukunft

14.05.2012, 14:59 Uhr | dpa

Rost statt Glanz: HSV vor ungewisser Zukunft. HSV-Star Pascal Hens hadert mit der Leistung seines Teams.

HSV-Star Pascal Hens hadert mit der Leistung seines Teams. (Quelle: dpa)

Hamburg (dpa) - Meister THW Kiel gewinnt alles, Ex-Champion HSV Hamburg nahezu nichts. Die sportliche Situation des entthronten Handballmeisters ist ohnehin schon schwer für die Fans zu ertragen; im Vergleich mit dem übermächtigen Erzrivalen schmerzt die traurige Entwicklung doppelt.

"Es war vorne bis hinten eine Scheißsaison von uns, spielerisch und was die Verletzungen angeht", fluchte Hamburgs Rückraumspieler Pascal Hens, nachdem sein Team gerade mit 34:38 vom THW Kiel aus der Halle gefegt worden war. Die achte Saisonniederlage lässt nunmehr Platz vier und damit die Champions-League-Qualifikation wackeln.

Nach dem erstmaligen Titelgewinn im vergangenen Jahr waren die Hamburger am Ziel ihrer Träume: Rathausbalkon, Schale schwenken, Schampus schlürfen. Zu einem ebenso gierigen Anlauf in der darauffolgenden Saison konnten sie sich jedoch nicht aufraffen. "Unsere Mannschaft hat noch nicht die Erfahrung, mit einer deutschen Meisterschaft umzugehen", klagte Trainer Martin Schwalb. Ganz anders läuft es beim THW Kiel: Je mehr Titel sich der 17-fache Champion krallt, desto größer ist der Appetit im nächsten Jahr.

"Das gesunde Selbstvertrauen werden wir in dieser Saison nicht mehr bekommen, dafür sind zu viele negative Sachen passiert", verriet Schwalb, der als Präsident und Geschäftsführer den Trainerjob nur für wenige Monate in Feuerwehr-Manier übernommen hat. "Wir haben intern so viele Probleme, dass ich die Spieler nicht mit Fernzielen belasten will", stöhnte Schwalb und gestand: "Der Trainerjob ist ungesund." Ein neuer Coach wird auf jeden Fall kommen. Aber wer? "Der HSV ist eine gute Adresse. Es gibt so viele Trainer, die ihn trainieren möchten", meinte Schwalb.

Die Hamburger haben dringend eine Blutauffrischung mit jungen Talenten nötig. Die Brüder Bertrand (34 Jahre) und Guillaume Gille (35) gehen nach Frankreich zurück, Marcin Lijewski (34) und Renato Vugrinec (36) will man nicht mehr. Das Konzept für die Zukunft ist nebulös. Ein wesentlicher Grund sind die Finanzen. Andreas Rudolph, Mehrheitsgesellschafter der Spielbetriebs-GmbH und Mäzen des HSV, will sich weitgehend zurückziehen. Seit 1994 soll der Medizin- Unternehmer mehr als 20 Millionen Euro in den HSV gepumpt haben. Rudolph habe den Spaß verloren, zudem würde das Finanzamt massive Nachzahlungen fordern, heißt es.

"Wir sprechen demnächst mit Andreas, wie wir aufgestellt sein werden", sagte Schwalb und gestand damit die fatale Abhängigkeit von den Befindlichkeiten des Großgeldgebers ein. In der kommenden Spielzeit werde der HSV "dem Etat entsprechend aufgestellt sein". Zwar wisse er nicht, was künftig passiert, doch eines ließ Schwalb mit Inbrunst verlauten: "Wir werden nicht die weiße Fahne hissen."

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