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Handball: DHB-Team verschafft sich glänzende Ausgangslage

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Deutsche Handballer deklassieren Bosnien

09.06.2012, 17:19 Uhr | dpa

Handball: DHB-Team verschafft sich glänzende Ausgangslage. Torjäger: Uwe Gensheimer (am Ball) war bester deutscher Werfer beim Erfolg über Bosnien-Herzegowina. (Quelle: dpa)

Torjäger: Uwe Gensheimer (am Ball) war bester deutscher Werfer beim Erfolg über Bosnien-Herzegowina. (Quelle: dpa)

Der Weg zur WM 2013 in Spanien ist so gut wie frei. Im Playoff-Hinspiel deklassierte die Handball-Nationalmannschaft in Stuttgart Außenseiter Bosnien-Herzegowina mit 36:24 (18:7). Damit hat sich der EM-Siebte vor dem Rückspiel am 17. Juni in Sarajevo eine glänzende Ausgangsposition für die achte WM-Teilnahme in Serie geschaffen. Der Sieger aus beiden Partien qualifiziert sich für das Endrunden-Turnier vom 13. bis 27. Januar in Spanien.

Vor 6200 Zuschauern markierten Bundesliga-Torschützenkönig Uwe Gensheimer (8/4), Adrian Pfahl (7) und Sven-Sören Christophersen (5) die meisten Treffer für das Team von Martin Heuberger. Der Bundestrainer blieb aber trotz des Schützenfestes noch zurückhaltend: "Wir haben uns sicherlich ein gutes Polster erarbeitet, aber ein Ruhekissen ist es nicht."

Aufwärtstrend fortgesetzt

Nach dem Olympia-Aus durch Platz sieben bei der EM in Serbien zu Jahresbeginn hatte sich die Mannschaft des Deutschen Handballbundes (DHB) mit überzeugenden Auftritten neues Selbstbewusstsein geholt. Siege gegen Island und Polen sowie ein Remis und ein Erfolg gegen Europameister Dänemark hatten trotz der Rücktritte von Pascal Hens und Christian Sprenger und des behutsamen Umbruchs einen Aufwärtstrend belegt.

Zu Beginn der WM-Qualifikation gegen Bosnien-Herzegowina war den deutschen Spielern einige Minuten lang die lange Länderspielpause anzumerken. Zunächst lief der Ball nicht flüssig, und die Gäste blieben bis zum 5:3 (12.) auf Tuchfühlung. Doch dann fand die DHB-Auswahl immer besser ins Spiel, ohne jedoch zu glänzen. Elf torlose Minuten von Bosnien-Herzegowina nutzte der Gastgeber, um sich auf 14:3 (23.) abzusetzen und rasch für klare Verhältnisse zu sorgen.

Viele Zeitstrafen

Dennoch blieb die Partie zerfahren. Dazu trugen auch die dänischen Schiedsrichter Per Olesen und Lars Ejby mit 18 verhängten Strafminuten allein in der ersten Halbzeit bei. Allerdings fehlte es den Gästen schlichtweg an Format, um Überzahlsituationen zu nutzen und das Ergebnis bis zum 18:7-Pausenstand freundlicher zu gestalten.

Der zweite Durchgang war dann von mehr Kampf als mitreißendem Spiel geprägt. Vor allem die deutsche Mannschaft war immer wieder in Unterzahl. Der Gastgeber kam dadurch aus dem Tritt und der Vorsprung schmolz binnen einer Minute von 24:13 auf 24:16 (43.). Danach konzentriert sich das Team um Kapitän Oliver Roggisch jedoch wieder und sorgte beim 30:18 (49.) für einen Zwölf-Tore-Vorsprung und die Entscheidung.

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