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Wettskandal: Welthandballer Nikola Karabatic von der Polizei verhört.

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Handball-Denkmal Karabatic bröckelt

01.10.2012, 14:13 Uhr | dpa

Wettskandal: Welthandballer Nikola Karabatic von der Polizei verhört.. Dem ehemaligen Welthandballer Nikola Karabatic werden Wettmanipulationen zur Last gelegt. (Quelle: Reuters)

Dem ehemaligen Welthandballer Nikola Karabatic werden Wettmanipulationen zur Last gelegt. (Quelle: Reuters)


Der Manipulationsskandal um den früheren Welthandballer Nikola Karabatic schlägt immer höhere Wellen. Frankreichs Handball-Star und mehrere Teamkollegen aus Montpellier wurden im Zusammenhang mit einem Wettskandal verhört. Eine Spielmanipulation habe es nicht gegeben, erklärte hingegen der Anwalt des früheren Kielers.

Nach einer Nacht im Gefängnis steht das Handball-Denkmal Nikola Karabatic vor dem Einsturz: Der Manipulationsskandal um den früheren Welthandballer und seinen Klub Montpellier HB wird keine zwei Monate nach dem Olympiasieg von London immer mehr zur Zerreißprobe für den französischen Handball. "Die Spieler haben zwar gewettet, aber nicht betrogen", sagte Karabatics Verteidiger Eric Dupond-Moretti dem französischen Sender Radio RTL.

Aus der Dusche zum Polizei-Verhör

Zuvor waren sein Mandant und vier weitere Spieler direkt nach der Partie des amtierenden Meisters Montpellier bei Paris Saint-Germain (24:32) aus der Kabine geholt und in Polizeiautos mit Sirenen zum Verhör in den Pariser Vorort Nanterre gebracht worden.

Insgesamt wurden in diesem Zusammenhang 17 Personen von der Polizei festgenommen. Den Spielern - darunter auch Karabatics Bruder Luka - wird vorgeworfen, am 12. Mai im Auswärtsspiel beim abstiegsgefährdeten Klub Cesson Rennes mit Wetten auf einen Halbzeitrückstand viel Geld kassiert zu haben. Statt eines durchschnittlichen Einsatzes von 5.000 Euro sollen an jenem Tag insgesamt 80.000 Euro auf das Spiel gesetzt und damit Gewinne von rund 200.000 Euro erzielt worden sein.

Karabatic spielte bei fraglichem Spiel nicht mit

Die Wetteinsätze sollen über die Ehefrauen beziehungsweise Freundinnen in drei Wettbüros in Paris, Großbritannien und in der Nähe von Montpellier getätigt worden sein. Karabatic, im vergangenen Jahr noch Frankreichs Sportler des Jahres, hatte ebenso wie sein mitbeschuldigter früherer Teamkollege Samuel Honrubia bei besagtem Spiel verletzungsbedingt gefehlt.

"Sie haben gewettet, das ist ein sportlicher Regelverstoß, aber keine Straftat. Damit die Justiz intervenieren kann, bedarf es eines manipulierten Spiels, ansonsten kann sie nicht eingreifen", sagte Dupond-Moretti: "Es ist Sache der Staatsanwaltschaft, zu beweisen, dass das Spiel manipuliert wurde. Die Spieler bestreiten auf das heftigste, das Spiel verschoben zu haben. Sie sind keine Betrüger, das Match ist nicht manipuliert worden."

Harte Probe für den französischen Handball

Montpelliers Trainer Patrice Canayer reagierte geschockt auf die Vorwürfe. "Die kommenden Wochen drohen schwierig für uns zu werden" sagte Canayer: "Seit einigen Tagen graut mir vor jeder neuen Stunde. Ich fürchte mich auch vor den kommenden Stunden, vor morgen, übermorgen und den dann folgenden Tagen."

Joel Deplanque, Präsident des nationalen Verbandes FFHB, ergänzte: "Das ist eine harte Probe für die Spieler, den Verein und den gesamten Handball. Es ist eine sehr ernste Angelegenheit, wir müssen sehr schnell die Wahrheit herausfinden."

Deutsche Handballer fordern Aufklärung

Auch die deutsche Handball-Szene ist ob der Meldungen aus Frankreich konsterniert. "Ich kann mir nur sehr schwer vorstellen, dass solche hochkarätigen Profis so etwas machen. Aber die Sache muss man natürlich klären", sagte der frühere Welthandballer Daniel Stephan. Ex-Weltmeister Christian Schwarzer ergänzte: "Im Moment sind es ja nur Gerüchte, aber wenn ein Spieler wie Nikola Karabatic involviert sein sollte, wäre das schon arg bedenklich."

Sollten sich die Vorwürfe der Spielabsprachen erhärten, drohen Karabatic und Co. wegen "sportlichen Betrugs und Korruption" bis zu fünf Jahre Gefängnis und 75.000 Euro Geldstrafe. Handelt es sich "nur" um Fehlverhalten im Sport, könnten die Beschuldigten mit sechs Spielen Sperre und einer Geldstrafe von 15.000 Euro davonkommen.

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