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Kurz vor der WM: Handballer feiern Prestige-Erfolg

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Deutsche Handballer mit tollem WM-Test gegen Schweden

03.01.2013, 20:58 Uhr | sid

Kurz vor der WM: Handballer feiern Prestige-Erfolg. Deutschlands Adrian Pfahl beim Torwurf gegen Schwedens Jonathan Steinbäcker. (Quelle: imago/Heuberger)

Deutschlands Adrian Pfahl beim Torwurf gegen Schwedens Jonathan Steinbäcker. (Quelle: Heuberger/imago)

Die deutschen Handballer sind mit einem Prestigeerfolg in die heiße Phase der WM-Vorbereitung gestartet. Die Mannschaft von Bundestrainer Martin Heuberger gewann in Växjö beim Olympiazweiten Schweden mit 26:20 (10:10) und präsentierte sich gut eine Woche vor dem Beginn des Turniers in Spanien (11. bis 27. Januar) in ansprechender Form. Beste Werfer der Gäste waren der Gummersbacher Adrian Pfahl, der Kieler Patrick Wiencek und der Wetzlarer Debütant Kevin Schmidt mit jeweils drei Toren.

Das Rückspiel gegen den Rekord-Europameister findet am Samstag in Hamburg statt. Die WM-Generalprobe steht für die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) am 9. Januar in Stuttgart gegen Rumänien auf dem Programm. Zum gesamten Spielplan der Handball-WM 2013

Wetzlars Schmidt gibt sein Länderspieldebüt

Vor 4503 Zuschauern in der Vida Arena boten die Gäste auch ohne ihre verletzten Leistungsträger Uwe Gensheimer, Holger Glandorf und Lars Kaufmann über weite Strecken eine konzentrierte Leistung. Dank einer starken Leistung des Berliner Torhüter Silvio Heinevetter und einer stabilen Abwehr hatte die DHB-Auswahl das Geschehen in der Anfangsphase im Griff.

Mit einem Gegenstoßtreffer des Kielers Dominik Klein ging das deutsche Team in der 19. Minute beim 7:5 erstmals mit zwei Toren in Führung. Vier Minuten später sorgte der Magdeburger Stefan Kneer sogar für den ersten Drei-Tore-Vorsprung (9:6). Heuberger wechselte in dieser Phase bereits munter durch. So gab der 24 Jahre alte Linksaußen Schmidt sein Debüt im Nationalmannschaftstrikot.

Auch Christophersen und Haaß treffsicher

In der Schlussphase der ersten Halbzeit kam aber ein Bruch ins deutsche Spiel, einige leichte Fehler und Konzentrationsschwächen schlichen sich ein. So machten die nicht für die Weltmeisterschaft qualifizierten Schweden einen Drei-Tore-Rückstand wett (7:10/26. Minute) und glichen bis zum Wechsel aus. Zu Beginn des zweiten Durchgangs gab auch Rückraum-Hoffnung Sven-Sören Christophersen nach mehrwöchiger Verletzungspause (Außenbandriss im Knie) sein Comeback, während sein Berliner Teamkollege Heinevetter mit einem gehaltenen Siebenmeter einen Rückstand zunächst verhinderte.

In der Folge gelang es keinem Team, sich entscheidend abzusetzen, die Führung wechselte ständig. Die Begegnung war in dieser Phase nicht immer hochklassig, aber hart umkämpft. Mitte der zweiten Halbzeit setzte das deutsche Team zum Zwischenspurt an. Debütant Schmidt verwandelte zwei Siebenmeter und auch die Routiniers Christophersen und Michael Haaß zeigten sich in dieser Phase treffsicher. So setzten sich die Gäste nach dem 16:16 (42.) auf 19:16 (46.) ab - die Vorentscheidung.

Rückenwind für die WM in Spanien

Der Sieg sollte nach zuletzt schwachen Leistungen Selbstvertrauen in der weiteren Vorbereitung auf die WM geben. Das deutsche Team startet am 12. Januar in Granollers gegen Brasilien in die WM. Titelverteidiger Frankreich, Afrikameister Tunesien, Argentinien und Montenegro sind die weiteren Vorrundengegner. Trainer Heuberger hat den Einzug ins Achtelfinale als erstes Ziel ausgegeben. Die ersten vier Mannschaften ziehen in die Runde der besten 16 ein.

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