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Handball-WM 2013: Nikola Karabatic kämpft nicht nur um den Titel

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Karabatic kämpft um Titel und Reputation

10.01.2013, 11:09 Uhr | sid

Handball-WM 2013: Nikola Karabatic kämpft nicht nur um den Titel. Nikola Karabatic peilt mit Frankreich den WM-Titel an. (Quelle: imago/Panoramic)

Nikola Karabatic peilt mit Frankreich den WM-Titel an. (Quelle: Panoramic/imago)

Für Nikola Karabatic ist seit der Einleitung eines Strafverfahrens wegen Betrugs im vergangenen Herbst nichts mehr so, wie es einmal war. Bei der Handball-WM in Spanien (11. bis 27. Januar) kämpft der ehemalige Profi des THW Kiel nicht nur um den Titel, sondern vor allem um seine verloren gegangene Reputation.

"So wie ich Nikola kenne, wird er es allen beweisen wollen. Er hat schon viele Drucksituationen erlebt und durchgestanden", sagte der deutsche Nationalspieler Dominik Klein.

Nach Olympia noch "Sportler des Jahres"

Keine fünf Monate ist es her, da lag Frankreich dem früheren Welthandballer Karabatic noch zu Füßen. Nach dem Olympia-Triumph von London huldigten die Fans ihrem "Sportler des Jahres" und feierten ihn als Besten seiner Zunft. Karabatic war in Frankreich nach je zwei Welt- und Europameisterschaften, zwei Champions-League-Erfolgen sowie zwei Olympiasiegen endgültig auf einer Stufe mit Weltfußballer Zinedine Zidane und Tennis-Legende Yannick Noah angekommen.

Fans und Sponsoren wenden sich ab

Doch die Freude währte nicht lange. Im September kam der Verdacht auf, Karabatic habe in der vergangenen Saison zusammen mit einigen Mitspielern eine Ligapartie seines Vereins Montpellier verschoben. Von einem Tag auf den anderen geriet das Denkmal des französischen Sports gehörig ins Wanken. Nicht nur Fans, auch Sponsoren wendeten sich entsetzt vom bisherigen Saubermann ab.

Karabatic wehrt sich

Karabatic selbst beteuert bis heute seine Unschuld, den Vorwurf der Manipulation bestreitet er vehement. Er habe nach eigenen Angaben in besagtem Spiel im Mai 2012 nicht wie andere Mannschaftskameraden selbst Geld auf die Niederlage seines Teams gesetzt, sondern durch seine Freundin. Das wäre zwar "eine Dummheit" und eine disziplinarische Verfehlung gewesen, nicht aber kriminell. "Die Anschuldigungen tun mir sehr weh. Mir vorzuwerfen, ich wäre ein Betrüger, mir vorzuwerfen, ich hätte ein Spiel verschoben, uns einfach so vor der Presse bloßzustellen, ist nicht hinnehmbar'", hatte Karabatic damals die Handballwelt wissen lassen.

Die Situation erlebte er als '"verletzend und erniedrigend", bezeichnete sie als "Alptraum". Inzwischen ist Karabatic zumindest sportlich rehabilitiert. Von seinem Klub wurde er Anfang November begnadigt, und auch in der französischen Nationalmannschaft, die zum Abschluss der Vorrunde Gegner des deutschen Teams sein wird, mischt er wieder fleißig mit. Um allerdings, wie Karabatic über sich selbst auf seiner Homepage schreibt, wieder "der unbetrittene Botschafter des französischen Handballs und der Symbol-Spieler einer ganzen Generation" zu sein, bedarf es nicht nur einer weiteren Goldmedaille in Spanien. Noch immer droht ihm eine Anklage wegen Betrugs.

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