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Handball-WM 2013: DHB-Team beklagt sich über kalte WM-Halle

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DHB-Team beklagt sich über zu kalte WM-Halle

11.01.2013, 15:44 Uhr | dpa

Handball-WM 2013: DHB-Team beklagt sich über kalte WM-Halle. Die deutschen Handball-Nationalspieler Oliver Roggisch (li.) und Sven Sören Christophersen machen sich warm für die WM. (Quelle: imago/Sven Simon )

Die deutschen Handball-Nationalspieler Oliver Roggisch (li.) und Sven Sören Christophersen machen sich warm für die WM. (Quelle: Sven Simon /imago)

Der Empfang für die deutschen Handballer in ihrer WM-Halle war kühl. Beim ersten Training im Palau d'Esportes von Granollers herrschten eisige Temperaturen. "Da waren einige schon erstaunt, dass es hier solche Temperaturen gibt", berichtete Bundestrainer Martin Heuberger im Team-Hotel. Und er nutzte die Kühle auch gleich, um das Motto für das Auftaktspiel an diesem Samstag gegen Brasilien zu formulieren: "Da hoffe ich, dass wir gegen Brasilien ein erfrischendes Spiel liefern."

Während über der katalonischen Mittelmeer-Küste die Sonne scheint und die Luft frühlingshaft erwärmt, war die deutsche Handball-Delegation nicht erbaut über die Gefrierschrank-Atmosphäre in der Halle. "Das war sehr, sehr frisch. Wir haben das reklamiert", sagte Horst Bredemeier, Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB).

Heinevetter: "Wohl zwei Fenster zu viel offen gelassen"

Trainingsanzug statt kurzärmeliger Trikots lautete die Anzugordnung für die Spieler. "Wenn man erst einmal drin ist, geht das. Aber die ersten Ballkontakte waren schon ein bisschen anders", erzählte Spielmacher Martin Strobel. "Ich glaube, das war nur ein Problem, das heute war", sagte Torhüter Silvio Heinevetter, "da hat man wohl über Nacht ein, zwei Fenster zu viel offen gelassen. Da war ein Zug in der Halle, das war nicht angenehm."

DHB-Team analysiert Auftaktgegner Brasilien

Nichtsdestotrotz haben sich die Handballer konzentriert auf den Auftaktgegner Brasilien eingestimmt. "Die Vorbereitung ist abgeschlossen", erklärte Bundestrainer Heuberger nach dem zwölften und letzten Training vor Turnierbeginn. Am Vorabend hatte die Mannschaft per Videostudium den Beachhandball-Weltmeister Brasilien unter die Lupe genommen und analysiert. "Wir müssen mit einer offensiven Abwehr rechnen. Das ist für uns relativ ungewohnt. Aber mir ist nicht bange", sagte Heuberger.

Beim Abschlusstraining habe man dafür taktische Varianten ausprobiert. Doch viel wichtiger ist dem 48-Jährigen, dass die Abwehr stabil agiert, die Brasilianer nicht zur Entfaltung kommen und die Ballgewinne in Konter-Tore umgemünzt werden können. "Dann müssen wir uns im Angriff nicht so abmühen", so Heuberger weiter.

Leichte Anspannung spürbar

Die Vorfreude im Team ist groß, eine leichte Anspannung hat aber inzwischen Einzug gehalten. "Da spürt man schon, dass der eine oder andere etwas nervöser ist als normal", sagte der Bundestrainer. Spielmacher Strobel hingegen sieht dem ersten WM-Spiel gelassen entgegen: "Ich freue mich darauf und den anderen geht es auch so. Wir konnten es kaum erwarten, herzufliegen, und nun geht es endlich los."

Minimalziel: Achtelfinale

Mit einem Sieg zum WM-Einstand wollen sich die Handballer den nötigen Rückenwind für die weiteren Spiele in der Vorrundengruppe A holen. Denn bereits am kommenden Sonntag wartet mit Tunesien der zweite Kontrahent. Anschließend folgen noch die Partien gegen Argentinien, Montenegro sowie Titelverteidiger und Olympiasieger Frankreich.

Die ersten vier Mannschaften qualifizieren sich für das Achtelfinale. "Die Zielsetzung hat sich nicht geändert. Wir wollen uns mit guten Spielen präsentieren und das Achtelfinale erreichen", erklärte der Bundestrainer.

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