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Handball-WM 2013: Deutschland unterliegt Tunesien 23:25

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Erster Dämpfer für das DHB-Team

14.01.2013, 08:50 Uhr | sid, dpa

Deutschland vs. Tunesien: Die Höhepunkte der Partie

Das DHB-Team leistet sich eine bittere Pleite gegen die Nordafrikaner.

Das DHB-Team leistet sich eine bittere Pleite.


Die deutschen Handballer haben ihre Reifeprüfung bei der WM in Spanien nicht bestanden. Einen Tag nach dem glanzlosen 33:23-Auftaktsieg gegen Exot Brasilien verlor der EM-Siebte mit 23:25 (13:13) gegen Tunesien. Die erste Niederlage gegen den Afrika-Meister im zehnten Duell war ein Dämpfer auf dem Weg zum angestrebten Achtelfinale. Vor rund 4200 Zuschauern warf Sven-Sören Christophersen (7/3) die meisten Tore für das deutsche Team, das keine spielerischen Mittel gegen die rustikale tunesische Abwehr fand.

"Es ist nichts verloren, wir müssen weitermachen und den einen Tag nutzen zur Regeneration. Wir müssen die Kräfte bündeln und im nächsten Spiel gegen Argentinien Vollgas geben", sagte Christophersen. "Wir haben leider nicht das nötige Glück gehabt", sagte Bundestrainer Martin Heuberger und versicherte: "Ich bin stolz auf die Mannschaft, sie hat ein großes Herz." Nach dem spielfreien Montag ist Panamerika-Meister Argentinien (Dienstag ab 18.00 Uhr im t-online.de Live-Ticker) der dritte Vorrundengegner für die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB).

Tunesien ist das abgezocktere Team

"Die Tunesier sind eine der schlimmsten Mannschaften, die es gibt. Die versuchen immer fünf Minuten liegen zu bleiben, wenn nichts ist. Die sind sehr wehleidig, hauen aber hinten rein wie die Bekloppten. Die spielen eine ekelhafte Abwehr", hatte Torhüter Silvio Heinevetter gewarnt. Seine Prognose bestätigte sich schnell.

Vor 4200 Zuschauern entwickelte sich ein Kampfspiel. Die deutsche 6:0-Abwehr fand zunächst kein Mittel gegen den wurfgewaltigen Rückraum der Nordafrikaner um den künftigen Kieler Wael Jallouz und agierte in der Anfangsphase zu passiv. Im Angriff wurden zudem klare Chancen vergeben, immer wieder scheiterten die deutschen Akteure am starken tunesischen Schlussmann Marouane Magaiez, der im ersten Durchgang auch zwei Siebenmeter parierte. Die Folge war ein 6:10-Rückstand nach 19 Minuten.

Heuberger versucht alles

Heuberger nahm eine Auszeit und fand deutliche Worte. "Wir müssen in der Abwehr aggressiver werden", forderte der Bundestrainer. Seine Spieler hörten gut zu und setzten die Anweisungen um: Die Deckung um Abwehrchef Oliver Roggisch rückte nun früher raus und erkämpfte sich einige Bälle. So kam die DHB-Auswahl zu leichten Toren nach Tempogegenstößen und ging in der 27. Minute nach langer Zeit wieder in Führung (12:11). "Die Tunesier sind stärker als erwartet", stellte DHB-Sportmanager Heiner Brand in der Halbzeitpause fest.

Auch nach dem Wechsel blieb die Begegnung spannend. Schöne Kombinationen bildeten auf beiden Seiten die Ausnahme, Einzelaktionen prägten im Angriff das Bild. Das deutsche Team tat sich in der Offensive weiter schwer. Nach fast sieben Minuten ohne eigenen Treffer lag der Weltmeister von 2007 mit 13:15 zurück. Auch in zahlreichen Überzahlsituationen offenbarte das deutsche Team große Schwächen in der Chancenverwertung, leichte Tore aus dem Rückraum waren die Ausnahme.

Auch Lichtlein kann nicht mehr helfen

Auch der gegen Brasilien überragende Heinevetter hatte nicht seinen besten Tag erwischt, in der Schlussphase wurde er durch den Lemgoer Carsten Lichtlein ersetzt. Ohne die fehlenden Leistungsträger Uwe Gensheimer, Holger Glandorf und Lars Kaufmann fehlte in dieser schwierigen Phase auf dem Feld zudem ein Leitwolf. Ein 17:20-Rückstand in der 46. Minute war die Folge. Das mit sechs WM-Debütanten angetretene deutsche Team kämpfte sich zurück und glich wieder aus (21:21/54.), doch in der hektischen Schlussphase hatte Tunesien das bessere Ende für sich.

Gegen Brasilien hatte die DHB-Auswahl äußerst nervös begonnen, nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit aber den Pflichtsieg am Ende souverän eingefahren. Der Flensburger Steffen Weinhold war mit sieben Toren bester Werfer. "Es ist besser schlecht in eine Partie zu starten und sich dann zu steigern als andersherum", sagte Heuberger nach dem achten Sieg im achten Spiel gegen die international zweitklassigen Brasilianer. Gegen Tunesien gelang dies nicht.


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